Kali Linux 2020.3 mit Option, von Bash auf ZSH umzustellen

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Offensive Security hat die Security-Distribution Kali Linux 2020.3 angekündigt und es gibt einige nennenswerte Neuerungen und Änderungen. Diese Version läutet den Umstieg von Bash auf ZSH ein. Auch die Einrichtung wurde vereinfacht. Es gibt keine fehlenden Netzwerk-Repositories mehr und die Installation ist schneller.

Mit Bluetooth Arsenal gibt es neue Tools für Kali NetHunter. Außerdem unterstützt Kali NetHunter neue Geräte, speziell Nokia-Unterstützung ist genannt.

Umstellung auf ZSH in Kali Linux 2020.3 möglich

Die Entwickler gehen davon aus, dass die meisten Kali-Anwender erfahrene Linuxer sind. Das bedeutet, dass ihnen die Kommandozeile nicht fremd ist. Die Entwickler sind der Meinung, dass die ZSH als Shell die bessere Option ist, verstehen aber auch, dass es hier Geschmacksache ist. Auf jeden Fall soll ZSH ab Kali Linux 2020.4 ZSH der Standard sein.

Installierst Du Kali Linux 2020.3 neu, ist ZSH bereits vorinstalliert und Du kannst umstellen. Ist das nicht der Fall, dann installierst Du die Shell wie folgt nach:

sudo apt install -y zsh zsh-syntax-highlighting zsh-autosuggestions

Hast Du ein Upgrade auf Kali Linux 2020.3 durchgeführt, solltest Du allerdings noch die Konfigurations-Datei für ZSH kopieren, die speziell erstellt wurde:

cp /etc/skel/.zshrc ~/

Eine Umstellung auf ZSH ist einfach:

zsh

Das Ganze sieht dann wie folgt aus:

Kali Linux 2020.3 mit der neuen ZSH als Shell (Quelle: kali.org)

Kali Linux 2020.3 mit der neuen ZSH als Shell (Quelle: kali.org)

Gefällt Dir die neue Shell, kannst Du sie zum Standard machen:

chsh -s /bin/zsh

Wie gesagt, das wird ab Version 2020.4 der neue Standard. Die Entwickler sind sich bewusst, dass der Schritt für Diskussionen sorgen wird, wie das bei der Umstellung von Gnome auf Xfce der Fall war.

Warum stellen die Entwickler um?

Diese Frage wird natürlich in der Ankündigung beantwortet. Obwohl man mit der Bash schon sehr viel machen kann, bietet ZSH noch mehr Optionen. In der Diskussion zur Shell ist auch Fish gefallen. Allerdings ist das nicht POSIX-kompatibel und deswegen keine Option. ZSH Frameworks wollen die Entwickler vorerst keine einsetzen, da es leistungsschwächere Geräte überfordert.

Win-KeX

Mit der Veröffentlichung von WSLv2 (Windows Subsystem for Linux) haben sich Benutzererlebnis und Funktionalität stark verbessert. Die Entwickler von Kali haben WSL von Anfang an genutzt, aber mit Win-KeX (Windows +Kali Desktop EXperience) wird die Sache noch komfortabler für die Anwender.

Nach der Installation musst Du einfach kex ausführen oder auf die entsprechende Schaltfläche klicken und Du wirst eine permanente Sitzung mit GUI erhalten.

Für mich ist das nicht weiter interessant, genauere Informationen findest Du in der Ankündigung.

HiDPI-Modus

Bildschirme mit HiDPI tauchen immer häufiger auf. Für Linux kommt die Unterstützung eher langsam. Bisher mussten Kali-Anwender etwas manuell anpacken, um die hohen Auflösungen nutzen zu können. Die Entwickler stellen deswegen einen HiDPI-Modus zur Verfügung, der sich kali-hidpi-mode nennt.

Du musst den Befehl lediglich ausführen oder aus dem Menü wählen und kannst automatisch auf einen HiDPI-Modus umschalten.

Neue Icons in Kali Linux 2020.3

Das Auge isst bekanntlich mit und ab dieser Version hat (fast) jedes Tool sein eigenes Symbol oder Icon. Sobald Du Dich an die jeweiligen Symbole gewöhnt hast, findest Du die entsprechenden Programme schneller.

Neue Icons für Kali Linux 2020.3 (Quelle: kali.org)

Neue Icons für Kali Linux 2020.3 (Quelle: kali.org)

Im Laufe der nächsten Versionen wollen die Verantwortlichen für die Distribution noch fehlende Icons nachliefern.

Wichtige Updates für ARM-Geräte

Alle ARM-Abbilder haben ab sofort das Meta-Paket kali-linux-default vorinstalliert. Deswegen stehen Dir nach dem ersten Start mehr Tools zur Verfügung.

Die Größe der ARM-Abbilder konnte reduziert werden. Trotzdem brauchst Du mindestens einen Datenträger mit 16 GByte Speicher.

Besitzer eines Pinebook oder Pinebook Pro können nun sowohl SD-Karte als auch eMMC nutzen.

Die 64-Bit-Abbilder für den Raspberry Pi bietet nun die Userland Utilities für den Pi. Das bedeutet, dass viele Utilities nun auch bei der 64-Bit-Version zur Verfügung stehen, die bisher nur mit der 32-Bit-Variante liefen. Als Beispiel geben die Entwickler vcgencmd an.

Die Images für den Raspberry Pi nutzen Linux-Kernel 4.19. Das tem würde gerne auf 5.4 umstellen, allerdings funktioniert damit nexmon nicht ordentlich.

Das Abbild für den ODROID-C2 wird ab sofort mit einem Kali-Kernel ausgeliefert und nicht mit dem des Herstellers. Somit musst Du nicht auf neue Abbilder warten, sondern bekommst die Kernel-Updates auch so.

Download Kali Linux 2020.3

Du findest die neueste Version im Download-Bereich. Suchst Du Kali Linux für Deinen Raspberry Pi, dann sieh Dich auf der ARM-Seite des Projekts um.

Wer bereits eine bestehende Installation hat, kann ein Upgrade durchführen. Die Entwickler geben dazu folgende Schritte an:

echo "deb http://http.kali.org/kali kali-rolling main non-free contrib" | sudo tee /etc/apt/sources.list
sudo apt update && sudo apt -y full-upgrade

Danach solltest Du einen Neustart durchführen. Wer einen Fehler oder findet, darf ihn gerne im Bug Tracker melden.

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