Die Bitcoin-Korrektur ist noch nicht vorüber – Stimmungsbarometer

8 Februar 2018 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich bin ja als absoluter Neuling oder Noob in diesem Haifisch-Becken (ausnahmsweise nicht in dem hier) und trotz einer massiven Korrektur macht mir das immer noch großen Spaß. Ich hatte hier schon geschrieben, wie es mir bei dem Blutbad erging und dass es sehr lehrreich war. Zum Glück hatte ich im letzten Jahr günstig eingekauft und war auch bei Bitcoin auf zirka 6000 US-Dollar noch im grünen Bereich.

Seitdem lese ich viel und versuche, mich einzuarbeiten. Es ist sehr sehr kompliziert, aber auf Twitter bekommt man viele gute Tipps und vor allen Dingen Meinungen mit. Das ist aber nur dann der Fall, wenn Du Leuten folgst, von denen Du etwas lernen kannst. Habe ich im anderen Artikel auch schon erwähnt. Folgst Du Leuten, die Dir sagen, was Du hören willst und folgst vor allen Dingen blind, geht das sicher in die Hose.

Wichtig! Alles in diesem Artikel hier sind keine Kaufempfehlungen. Es handelt sich dabei um meine eigene Meinung. Mache eigene Recherche und bilde Dir eine eigene Meinung.  Du bist schließlich kein Lemming, sondern eine erwachsene Person mit Eigenverantwortung. Und setzen nur Geld ein, das Dich bei Verlust nicht ruiniert!

Stimmungsbarometer auf Twitter

Viele von den Leuten, denen ich folge, sind der Meinung, dass wir den Bereich 6000-4800 US-Dollar noch einmal sehen könnten (nicht müssen). Das liegt ganz einfach daran, dass die Unterstützung in diesem Bereich oder der darunterliegende (4800) noch einmal getestet werden könnte (rote Linie).

Bitcoin-Unterstützung bei 6000

Bitcoin-Unterstützung bei 6000

Unglaublich interessant ist, dass verschiedene Methoden zum gleichen Ziel zeigen. Leute, die sich an die sogenannten Elliot-Wellen halten, denen fehlt derzeit die 5. Welle nach unten. Sie würde im Bereich 4800-6000 landen.

Andere gehen pragmatischer an die Sache heran und sagen: 6000 ist lange her und wurde gerade eben erst wieder erreicht Deswegen wird die Unterstützung in diesem Bereich noch einmal getestet.

Wie es nach oben aussieht, da scheiden sich derzeit die Geister ein bisschen. Aber alle warnen, die momentane Euphorie mit Vorsicht zu genießen. Leute jagen grünen Kerzen nach. Der grünen Kerze nach den 6000 folgt aber eine rote und man muss sehen, wie die heutige schließt.

Bitcoin täglich

Bitcoin täglich

Nicht wenige warnen vor einer sogenannten Bullenfalle. Ein Boden könnte aber auch bei zirka 7600 liegen, weil das ein 62 Prozent Einbruch vom Allzeithoch waren. Werden die 10300 sauber geknackt, dann sind die Bären wohl erst einmal vertrieben. Seid einfach vorsichtig …

Gibt es andere Indikatoren?

Oh ja, jede Menge – wenn auch nicht sehr wissenschaftliche. Während der Bitcoin auf die 6000 rauschte, häuften sich die Kommentare auf Twitter und auch in meinem Bekanntenkreis in Richtung: „Ich hab’s Euch ja gesagt!“ oder „Ich verkauf jetzt alles, bevor es zu spät ist!“.

Prima, denn genau diese menschliche Psychologie nutzen die Profis aus, an Deine Kohle zu kommen: Gier und Furcht. Du hast teuer eingekauft und günstig wieder verkauft.

Mehr Furcht: Auch die Presse hat den Bitcoin und die Kryptowährungen schon wieder für tot erklärt. Ganz typisches Zeichen, Shopping zu gehen.

Was passiert nun gerade? Nicht einmal zwei Tage später – kruscht die Presse wieder die Keule raus, dass es dieses Jahr noch in schwindelnde Höhen geht. Das kann sehr gut sein. Aber das ist oft ein Zeichen, besser wachsam zu sein.

Außerdem schüren guten Nachrichten gerade die Euphorie noch an und es kaufen viele wieder ein, die Angst haben, dass der Zug ohne sie abfährt.

  • Aus den USA kamen gute Nachrichten. Die Regierung wird sanft an die Regulierung herangehen. Man will die Sache so behandeln, wie man damals mit der Internet-Technologie an die Sache herangegangen ist. Man will gegen Betrug (betrügerische ICOs) aber mit aller Härte vorgeben.
  • Die Nachricht, dass China alle Kryptowährungen stoppt, war ein HOAX. Beziehungsweise habe ich es so verstanden, dass das E-Mail-Konto eines Regierungsmitarbeiters gehackt und von dem eine Pressemitteilung herausgegeben wurde, dass China alle Kryptos stoppt. Als FUD und gute Nachrichten.
  • Super-Mario, die Druckerpresse, hat ebenfalls sanfte Töne angeschlagen und man werde sich an den USA orientieren. Oder anders gesagt: Wir wollen ein Stück vom Kuchen!

Ich habe Bitcoin teuer eingekauft, was tun?

Du hast natürlich hoffentlich nur Geld eingesetzt, dass Du bereit bist, zu verlieren!

Ich würde die Sache einfach weiter aussitzen und vor allen Dingen keine Panik bekommen, wenn es noch einmal nach unten geht. Wie gesagt hat es mich auch kalt erwischt, aber ich bin eh auf ein langfristiges Investment aus. Derzeit stehen die Zeichen für die Zukunft auf rosig.

Erkundige Dich aber, was Du kaufst und kaufe nicht irgendwelches Zeug, nur weil es günstig aussieht oder einen lustigen Namen hat. Hast Du keine Ahnung von dem Zeug, willst aber auch investieren, dann ist es wohl am besten, wenn Du Dich an die größeren in der Szene hältst. Die üblichen Verdächtigen wären eben Bitcoin, Ethereum, Litecoin und so weiter. Ich persönlich halte mich aber von Sachen eher fern, die zentralisiert sind (Ripple zum Beispiel).

Um solche Panik-Attacken zu vermeiden, raten einige. Einkaufen, in Wallet stecken und in einem Jahr wieder gucken. Ich weiß, das ist unmöglich. Aber Du musst Deine Emotionen im Zaum halten und ein solches Auf und Ab wird es dauernd geben. Vor allen Dingen in der Anfangszeit.

Faszinierend ist, dass einige echt alte Hasen in Sachen Aktienhandel, Gold und so weiter die Korrektur relativ genau vorausgesagt haben. Einer dieser alten Hasen hat vor einigen Tagen auf Twitter den Millennials (Generation Y) den Tipp gegeben (frei übersetzt): „Nachdem alle Eure Unkosten gedeckt sind, investiert 25 Prozent vom Rest in Kryptowährungen. Wenn das Ding klappt, dann tut ihr Euch fürs restliche Leben wesentlich leichter. Wenn es in die Hose geht, habt ihr genug Zeit, die Delle auszubügeln.

Das ist riskant, oder?

Ob das riskant ist? Ja klar. Aber das sind Aktien auch. Glaubst Du nicht? Frag mal jemanden, der Aktien von Air Berlin hatte …

Es ist auch nicht garantiert, dass alle dieser Coins oder Token überleben. Deswegen recherchiere und kaufe nicht blind. Es ist auch nicht garantiert, dass Bitcoin überleben wird, wobei die Entwickler hier auch nicht auf der Stelle treten (Stichwort Lightning). Der Stimmungsbarometer ist aber hier, dass Bitcoin dieses Jahr auf jeden Fall noch König bleibt. Die Variablen in diesem Sektor ändern sich derzeit aber rasend schnell. Deswegen:

  • Am Ball bleiben
  • Langfristig investieren mit Geld, dass Du verlieren kannst
  • Oder ganz raushalten

Bei mir steht es derzeit so: Noch eine Weile mit dem Thema beschäftigen, dann meine langfristigen Pakete schnüren und einen Schritt zurücktreten. Das Thema ist echt zermürbend und ich will mir das nicht dauerhaft antun – ganz ehrlich nicht. Solange es mir noch Spaß macht, lerne ich weiter und wenn es mir irgendwann zu doof wird, schau ich in ein paar Jahren, was für Früchte entstanden sind. Man kann nie wissen – irgendwer hat mir im Nachhinein gesehen mal über 1000 Euro gespendet. 😉

In diesem Sinne: HODL!

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4 Kommentare zu “Die Bitcoin-Korrektur ist noch nicht vorüber – Stimmungsbarometer”

  1. tux. sagt:

    Also ich habe nicht binnen weniger Tage die Hälfte meines Aktienwertes verloren.

    Zur Sache selbst:

    Außerdem schüren guten Nachrichten gerade die Euphorie noch an und es kaufen viele wieder ein

    Mein Mitleid mit den absehbaren Selbstmordankündigungen hält sich auch weiterhin in Grenzen.

    • jdo sagt:

      Wenn etwas so neu ist, dann geht es halt zu wie im Wilden Westen. Je eingefahrener und akzeptierter die Sache wird, desto weniger volatil. Ich schau einfach, wo das hinführt. Von 6000 auf 8000 hat es keine 2 Tage gedauert. Das kann so schnell wieder oben sein, wie es unten war. Ich bin mir der Sache bewusst und kann damit leben.
      Deswegen ist es wichtig, dass man Leute aufklärt, sie sollen nicht mit einer Hypothek aufs Haus Bitcoin kaufen -> Desaster vorprogrammiert.

  2. tux. sagt:

    Mich amüsiert das: Trottel, die monate-, gar: jahrelang auf das kapitalistische System schimpfen und damit prahlen, dass sie es überwunden haben - und dann das Web vollweinen, weil ihr viel besseres System weniger Kapital wert ist als noch letzte Woche...

    "Jump you fuckers!"

    • jdo sagt:

      Solche Leute ignoriere ich einfach. Was die betreiben ist Glücksspiel und sie beschweren sich, wenn die Bank gewinnt. Blende ich aus, ist mir meine zeit zu schade.

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