Collabora Online (CODE) für ARM64 verfügbar – Raspberry Pi 4 / 400

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das ist eine doch recht interessante Neuigkeit. Ab sofort läuft Collabora Online auch auf 64-Bit ARM. Es gibt außerdem eine Kollaborations-Plattform für den Raspberry Pi 4. Ziemlich sicher läuft das auch auf einem Raspberry Pi 400, aber für eine Server–Anwendung wäre das schicke Gerät fast zu schade. Die Appliance ist in einer Zusammenarbeit zwischen Canonical (Ubuntu), Nextcloud und Collabora entstanden.

Im Endeffekt ist es die Ubuntu-Appliance, die es schon gibt, plus Collabora Online. Für PC (x86) gibt es diese Appliance bereits. Deswegen ist die eigentliche Neuigkeit an dieser Stelle: Ab sofort gibt es Collabora Online für ARM und es lässt sich auf dem Raspberry Pi installieren.

Angenehm als Home-Appliance

Den Unternehmen ist natürlich nicht entgangen, wie populär Nextcloud auf einem Raspberry Pi ist. Deswegen war es nur eine Frage der Zeit, bis Collabora Online auch für ARM-Plattformen veröffentlicht wird. Natürlich hilft es sehr, dass die Raspberry Pis in den letzten Jahren viel schneller geworden, aber weiterhin erschwinglich sind. Die größere Frage an dieser Stelle ist: Ist das schnell genug?

Ich weiß es nicht, werde es aber in den nächsten Tagen testen. Bisher kannst Du Collabora Online auch schon auf einer Nextcloud nutzen, die auf einem Raspberry Pi installiert war. Du brauchst allerdings eine externe Instanz, die auf einer x86-Plattform läuft.

Das Nextcloud-Team nennt ausdrücklich den Raspberry Pi 4 als System für die Home-Appliance. Aber auch im Enterprise-Bereich wird das Interesse an 64-Bit-ARM-Geräten größer.

Das einzige Problem, das ich damit habe

Bei der Ubuntu-Appliance mit Collabora Online habe ich das gleiche Dilemma als ohne. Du musst Dich dem Ubuntu-Ökosystem anschließen. Das bedeutet, Du brauchst zwingend ein Ubuntu-SSO-Konto, sonst kannst Du die Installation der Appliance nicht abschließen.

Deswegen benutze ich ehrlich gesagt weiterhin NextCloudPi. Hier ist ein Vergleich zwischen den beiden Systemen.

Ich werde trotzdem die Ubuntu Appliance in den nächsten Tagen ausprobieren, da es für die meisten Leute der Weg des geringsten Widerstandes sein dürfte. Selbst wenn Du Dir ein kostenloses Ubuntu-Konto holen musst, ist die Installation und die Konfiguration mit dieser Methode wohl am einfachsten. Das möchte ich ausprobieren.

Mein NextCloudPi läuft außerdem auf einem Raspberry Pi 3. Ich will meinen internen Nextcloud-Server nicht riskieren, weil ich ihn dauernd benutze.

Collabora Online für ARM64 direkt aus dem App Store

Du kannst den CODE-Server für ARM64 aber auch direkt aus dem Nextcloud App Store beziehen und manuell auf Deinem Raspberry Pi installieren. Das ist für den Fall, dass Du Dir kein Ubuntu-Konto anlegen möchtest.

Collabora Online (CODE) für ARM 64

Collabora Online (CODE) für ARM 64

Auf der Website wird darauf hingewiesen, dass der Download ziemlich groß sein und es deswegen einen Timeout geben kann. Du kannst den eingebauten CODE-Server aber auch via Kommandozeile installieren:

sudo -u www-data php -d memory_limit=512M ./occ app:install richdocumentscode_arm64

Dabei ist www-data der User Deines Webservers. Bei Debian, Ubuntu und Abkömmlinge ist das www-data. Benutzt Du SUSE, ist es wwwrun und bei Red Hat / Fedora apache. Benutzt Du Arch und Derivate, dann ist es http.

Updates lassen sich wie folgt ausführen:

sudo -u www-data php -d memory_limit=512M ./occ app:update --all

Sollte es immer noch PHP-Timeouts geben, kannst Du das Speicherlimit erhöhen. Du findest in der Nextcloud-Dokumentation, wie das funktioniert.

Wie gesagt habe ich keine Ahnung, wie performant die Sache auf einem Raspberry Pi 4 ist. Würde das klappen, wäre das natürlich für etliche Nutzer und Nutzerinnen zu Hause eine feine Sache. Sie hätten eine Office-Lösung im Browser verfügbar und das direkt im LAN.

Weitere Informationen zu Collabora Online für ARM64 und die Nextcloud Appliance für den Raspberry Pi 4 findest Du auch in der offiziellen Ankündigung.

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