Canoncial stellt Ubuntu Appliance für Nextcloud mit Collabora Online vor

3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Dass man Collabora Online direkt in eine Nextcloud Appliance integriert, hat Vorteile und Nachteile. Auf jeden Fall ist das integrierte Collabora Online langsamer, da machen die Entwickler auch kein Geheimnis draus. Für Privatanwender mag so eine Appliance allerdings durchaus reichen. Ab sofort bietet Ubuntu seine Nextcloud Appliance mit Collabora Online an. Allerdings nur für Intel NUC. Es gibt das Paket auch für Raspberry Pi 3 und 4 sowie für virtuelle Maschinen.

Was brauchst Du, um Collabora Online nutzen zu können?

Die meisten werden wissen, dass Nextcloud Hub seit Version 19 per Standard mit einem integrierten Collabora Online ausgeliefert wird. Allerdings läuft die App nicht auf jeder Hardware. Der Raspberry Pi ist zum Beispiel schwach dafür. Das ist auch in Ordnung.

Hinweis: Du kannst Collabora Online schon auf dem Raspberry Pi nutzen, wenn Du den Connector mit einer außenstehenden Collabora-Online-Instanz verbindest. Dabei ist es egal, ob Du ONLINYOFFICE oder Collabora Online nutzt. Der jeweilige Connector sorgt für eine Verbindung und vereinfacht gesagt wird die Schwerstarbeit nicht auf dem Raspberry Pi erledigt.

Bei Ubuntu gibt es eine Anleitung, wie Du Nextcloud mit Collabora Online auf dem Intel NUC installieren kannst. Schön ist, dass die Installation relativ einfach ist. Ich finde es aber auch bei der NUC-Variante von Nextcloud mit Collabora Online komisch, warum man ein Ubuntu-Konto erstellen muss, um auf seine private Cloud im Wohnzimmer zugreifen zu können.

Das brauchst Du, um Nextcloud mit Collabora Online auf Intel NUC zu installieren

Das brauchst Du, um Nextcloud mit Collabora Online auf Intel NUC zu installieren

Nur Teile der Voraussetzungen sind zwingend notwendig. In der Anleitung schreiben die Entwickler auch, dass Du im Endeffekt das Nextcloud-Abbild installieren musst und dann mit Schritt 7 weitermachen sollst. Im letzten Abschnitt der Anleitung findest Du dann, dass Collabora Online vorinstalliert ist.

Ubuntu-Konto ist weiterhin Zwang

Ich habe über die Ubuntu Nextcloud Appliance schon hier berichtet und sogar auf einem Raspberry Pi installiert, um es direkt mit NextcloudPi zu vergleichen. Solange es diesen komischen Ubuntu-SSO-Zwang gibt, kommt mir das Ding nicht ins Haus (außer zu Testzwecken).

Im Endeffekt musst Du einfach nur Nextcloud Hub 19 auf einer geeigneten Maschine installieren und Collabora Online kommt so oder so vorinstalliert. Natürlich ist eine Appliance bequem, weil Dir damit die Konfiguration des eigentlichen Systems abgenommen wird (Apache, PHP und so weiter).

Brauchst Du Collabora Online nicht und willst Du die private Cloud auf einem Pi einsetzen, würde ich aber NextcloudPi nehmen. Das ist meine Meinung und die Gründe findest Du in den Links oben. Auch hier ist die Konfiguration einfach und es gibt den komischen Online-Zwang und Konto-Zwang nicht.

Ansonsten musst Du es Dir halt überlegen, ob Du Einfachheit mit Ubuntu SSO erkaufst. Soll es unbedingt Ubuntu sein und Du willst es etwas einfacher haben, gibt es auch die Option, Nextcloud als Snap zu installieren. Hier entfällt die Anmeldung an Ubuntu SSO ebenfalls.

Ich möchte aber auch noch anfügen, dass Du verantwortlich für Dein System bist. Je komplexer die Konfiguration, desto mehr lernst Du auch und kannst Dir im Notfall besser helfen. Es ist nicht immer schlecht, wenn man sich durch das Gestrüpp wühlt und sich mit der Materie beschäftigt – auch meine Meinung.

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3 Kommentare zu “Canoncial stellt Ubuntu Appliance für Nextcloud mit Collabora Online vor”

  1. Markus sagt:

    Ich hab immer noch nicht verstanden warum das besser als ein lokal installiertes Libreoffice sein soll.

    • jdo sagt:

      Ach, da gibt es schon mögliche Gründe.

      1. Bei einem lokal installierten LibreOffice kannst Du zum Beispiel nicht gemeinsam an einem Dokument arbeiten.
      2. Setzt Du es in einer Firma ein, musst Du nicht x Maschinen warten, aktualisieren, was auch immer, sondern nur 1 Instanz und die ist dann für alle gleich.
      3. Der Admin muss sich um die Backups kümmern und man muss nicht dahinter sein, dass die Mitarbeiter ihre Dokumente auch wirklich nicht nur lokal speichern.

      Alles hat Vor- und Nachteile 🙂

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