Canonical entlässt angeblich bis zu 60 Prozent der Belegschaft – Was nicht rentabel ist, soll raus

6 April 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Nach der Meldung, dass Ubunt Phone, Mir, Konvergenz und Unity 8 der Vergangenheit angehören, will The Register wissen, dass Canonical bis zu 60 Prozent der Belegschaft entlassen möchte.

Angeblich soll die Hälfte des Team gehen, die an Unity 8 gearbeitet haben. Die anderen will Canonical in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens unterbringen.

Mark Shuttleworth will sich laut The Reg Investoren von außen ins Boot holen und die sind angeblich der Meinung, dass Canonical zu viele Mitarbeiter hat. Wer die Investoren sind, ist derzeit nicht bekannt.

Quellen haben The Reg laut eigenen Angaben erzählt, dass im besten Fall 30 Prozent der Belegschaft gehen müssen. Im schlimmsten Fall könnten es bis zu 60 Prozent sein. Wie viele Leute genau bei Canonical arbeiten, ist auch nicht gaz klar. Bis zu 700 Mitarbeiter könnte die Firma haben, wird geschätzt.

Mark Shuttleworth hat sich nicht zu den Entlassungen direkt geäußert, aber zugegeben, dass es auch außerhalb von Unity Anpassungen gibt. Es gibt laut Shuttleworth keine Heiligen Kühe bei Canonical und die Anpassungen können überall zuschlagen.

Geld von außen bedeutet Verpflichtungen

Wenn man schon Geld von außen nehme, dann müsse man laut Shuttleworth auch liefern. Im kommerziellen Sinne müssten ganz einfach die Zahlen stimmen. Mit Unity habe man das nicht geschafft.

In Zukunft wolle man sich in erster Linie auf vielversprechende Bereiche wie Ubuntu Server, IoT (Internet der Dinge / Internet of Things) und Cloud konzentrieren.

Wenig Worte sind bisher über die Zukunft des Desktops gefallen. Canonical will wohl die LTS-Verpflichtungen einhalten und weiter Security-Updates, Fies und so weiter dafür ausrollen. Ubuntu 18.04 wird dann mit GNOME als Desktop ausgeliefert. Ob der Ubuntu Desktop aber überhaupt noch in das Konzept von Canonical passt, darf spekuliert werden. Anscheinend lautet die Prämisse um Moment: Was nicht profitabel ist, muss raus.

Sollte sich Canonical aus dem Desktop-Markt zurückziehen, wäre das in der Tat ein Schlag für Linux auf dem Desktop. Ob es so ein Drama wird wie einige andere vermuten, wird sich zeigen. Ubuntu hat sich wegen der Benutzerfreundlichkeit, einfachen Installation und so weiter ausgezeichnet. Die anderen sind aber nicht stehen geblieben, sondern haben sich in diesen Bereichen eine Scheibe von Ubuntu abgeguckt. Viele andere Distributionen sind heutzutage ebenfalls kinderleicht zu installieren. Das größte Loch wird das LTS-Problem reißen und die PPAs werden mir abgehen.

Wie gesagt sind das wilde Spekulationen und so lange nichts bekannt ist … sollte sich Canonical aber tatsächlich aus dem Desktop-Bereich zurückziehen, hoffe ich sehr, dass jemand mit fünf Jahren LTS (Langezeitunterstützung / Long Term Support) einspringt. Sollte das nicht der Fall sein, überlege ich mir tatsächlich, auf irgendwas Rolling umzusteigen – vielleicht Manjaro. Mit Rolling wäre das PPA-Problem dann auch gleich Geschichte.

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