Zehn Millionen Raspberry Pis verkauft und neues Starter Kit

9 September 2016 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Entwickler des Raspberry Pis verfolgten das Ziel, einen günstigen Computer anzubieten, den sich jeder leisten und mit dem jeder experimentieren und lernen kann. Vor allen Dingen die Begeisterung bei jungen Leuten und Bastlern sollte gefördert werden. Das Ziel wurde erreicht, kann man sagen.

Laut eigenen Angaben haben die Entwickler niemals mit so einem Erfolg gerechnet. Mit der Auslieferung einiger zehntausend Einheiten wurde geliebäugelt – wenn man Glück habe. Nun werden einige tausend Geräte pro Tag gefertigt und der Raspberry Pi ist auf der ganzen Welt ein Kassenschlager und ein voller Erfolg.

Zehn Millionen Geräte ausgeliefert

Innerhalb von viereinhalb Jahren wurden nun zehn Millionen Raspberry Pis ausgeliefert. Die Zahl muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen – zehn Millionen! Das haben sich Eben Upton und sein Team nicht in den wildesten Träumen vorstellen können.

Mit jedem Kauf eines Raspberry Pis unterstützt Du die weitere Arbeit der Raspberry Pi Foundation und Programme wie Code Club und Picademy. Es ist fast schon unmöglich, alle tollen Dingen aufzuzählen, die Entwickler und Bastler mit einem Raspberry Pi auf die Beine gestellt haben. Es sind so viele lustige, bizarre und was weiß ich noch alles. Fakt ist, dass der Winzling förmlich zum Basteln und experimentieren einlädt. Selbst wenn mal ein Pi dabei drauf geht, sind nicht mehrere hundert Euro kaputt.

Weiterhin kommt hinzu, dass der Zugriff auf die GPIO-Schnittstelle sehr einfach ist und eigentlich nur Deiner Fantasie Grenzen gesetzt sind. Ich selbst verwende ein Pi B als Wassersensor – eine zugegeben etwas krude Konstruktion, die aber immer noch funktioniert. Der Winzling wird wegen des Kameramoduls auch gerne als flexible Überwachungskamera eingesetzt.

Um den Verkauf von Raspberry Pi Nummer zehn Millionen angemessen zu feiern, gibt es ein spezielles Starter Kit. Das sieht so aus.

Raspberry Pi Starter Kit (Quelle: raspberrypi.org)

Raspberry Pi Starter Kit (Quelle: raspberrypi.org)

Raspberry Pi und Starter Kit

Es kommt in einer schmucken weißen Box und darin findest Du:

  • Ein Raspberry Pi 3 Model B
  • Eine SD-Karte mi 8 GByte und NOOBS vorinstalliert
  • Ein offizielles Gehäuse
  • Eine Stromversorgung, die mit mehreren Steckern für diverse Länder ausgeliefert wird
  • Ein offizielles HDMI-Kabel mit einem Meter Länge
  • Eine optische Maus und eine Tastatur
  • Eine Kopie von Adventures in Raspberry Pi Foundation Edition

Der Preis liegt bei 99 Englischen Pfund plus Mehrwertsteuer und Du kannst das Paket über element14 und RS Components bestellen. Es wurde auch angekündigt, dass das Starter Kit bald zu den entsprechenden Händlern in der Region kommen soll. Wann und wer das in Deutschland verkauft, weiß ich nicht.

Raspbian trägt zur Popularität von Linux bei

Was in der Ankündigung nicht steht und hier ist man meines Erachtens nach etwas zu bescheiden, dass die meisten Raspberry Pis mit Linux betrieben werden. Durch den Pi wurden sehr viele Menschen und noch wichtiger junge Menschen mit Linux in Berührung gebracht.

Bei Raspbian hört der Spaß aber noch lange nicht auf. Ubuntu MATE lässt sich auf dem Pi sogar relativ vernünftig betreiben und auch als Multimediacenter mit LibreELEC oder OSMC taugt der Winzling hervorragend. Auch Snappy Ubuntu Core und Windows 10 IoT gehören zu den offiziell unterstützten Betriebssystemen.

Das auf Debian GNU/Linux basierende Raspbian hätten die Entwickler ruhig auch erwähnen dürfen und das wäre keine Angeberei gewesen. Der Pi ist wohl mit Abstand der erfolgreichste Linux-Rechner aller Zeiten. Nicht Intel, sondern ARM hat das möglich gemacht – darf man ruhig auch erwähnen. Nach einige Griffen ins Klo habe ich übrigens auch beschlossen, künftig beim Original zu bleiben und nur noch Pis zu kaufen.

Nebenbei bemerkt gibt es seit kurzer Zeit das offizielle Magazin MagPi auch auf Deutsch.

Nette Pi-Konstellation

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Ein Kommentar zu “Zehn Millionen Raspberry Pis verkauft und neues Starter Kit”

  1. Didi sagt:

    Legten die noch einen Full-HD-Monitor drauf, würde ich zugreifen 😉

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