Pine 64 hat über 1,7 Millionen US-Dollar eingespielt – 64-Bit SoC mit Mali400-MP2 GPU

23 Januar 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Kickstarter-Kampagne von Pine 64 ist vorbei und eigentlich habe ich mir nach der OUYA geschworen, nicht mehr an solchen Aktionen teilzunehmen. Allerdings war die Verlockung zu groß und ich habe es doch getan – zirka 31.000 US-Dollar waren geplant. Wenn alles gut geht, bekomme ich im März meinen Pine 64 mit zwei GByte RAM.

Mich interessieren im Speziellen drei Anwendungsfälle.

Pine 64 als Server

Das Raspberry Pi 2 eignet sich bereits als kleiner Heimserver – sogar ein Raspberry Pi B+ kann man für eine Person als Synchronisations-Server mit ownCloud oder Seafile nutzen – wird aber dann und wann schon zäh.

Ein Pine 64 sollte mit seiner ARM A53 CPU (1,2 GHz) an dieser Stelle noch mal deutlich schneller sein. Das Gerät unterstützt laut eigenen Angaben microSD-Karten mit bis zu 256 GByte Storage. Das würde mir auch dicke reichen für meine ownCloud-Instanz.

Dabei soll der Stromverbrauch bei gerade mal 2,5 bis 3,5 Watt liegen.

Pine 64 als stromsparender Desktop-Ersatz

Mir interessiert sehr, wie sich das Gerät als Desktop schlägt. Wie schnell sich Programme öffnen, wie geduldig man bei den Ladezeiten sein muss und so weiter. Das Raspberry Pi 2 ist schon fast so weit, wenn man es nicht sehr eilig hat. Dieser Winzling könnte ein echter Ersatz für viele tägliche Desktop-Aufgaben sein. Das gilt vor allen Dingen für die Variante mit zwei GByte RAM.

Pine 64 als Mediacenter

Was mich aber noch viel mehr interessiert, ist die GPU. Das ist eine Mali400-MP2. Im Gegensatz zum Raspberry Pi 2 mit seiner Videocore IV kann der 64-Bit-Winzling 1080P60 bei H.264 dekodieren und das RPi 2 schafft 1080P30.

Viel wichtiger ist allerdings die Unterstützung der Mali400-MP2 für H.265. Hier ist ein Dekodieren von bis zu 4KP30 möglich und das Raspi kann das gar nicht. Die Mali unterstützt Hardware-Dekodierung von H.265. Bekomme ich derzeit solche Dateien und will das mit dem Raspberry Pi 2 und Kodi ansehen, geht das gar nicht. Ein Dekodieren von Software-Seite aus ist einfach nicht möglich.

Wo das Raspberry Pi 2 vorne liegt, ist bei den USB-Ports. Das Pine 64 hat zwei USB 2.0 Ports und das RPi 2 vier.

Pine 64 mit Raspberry Pi verglichen (Quelle: kickstarter.com)

Pine 64 mit Raspberry Pi verglichen (Quelle: kickstarter.com)

Ganz nebenbei bemerkt kann H.265 jede Menge Platz sparen.

Unterstützte Betriebssysteme

Durch die oben genannten Eigenschaften wird es meiner Ansicht nach nicht lange dauern, bis OpenELEC eine Version für das Gerät zur Verfügung stellt.

Weiterhin lassen sich auf dem Pine 64 Ubuntu, Android 5.1 Lollipop oder openHAB IoT (Internet of Things / Internet der Dinge) installieren. Meine beiden Anwendungsfälle sollten also sehr schnell Realität werden- schätze ich.

Ich bin sehr gespannt auf das Gerät und hoffe, dass die Lieferzeiten eingehalten werden.

Nette Pi-Konstellation

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