KDE-Tablet Vivaldi und Improv-Boards offiziell eingestellt

2 Juli 2014 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das KDE-Tablet Vivaldi war ein ehrgeiziges Projekt, das auch stark beworben wurde. Man wollte eine komplette KDE-basierte Linux-Distribution auf eigener Hardware ausgeben. Das Ziel war, keine proprietäre Software auf dem Tablet zu haben. Irgendwann rannte man wohl gegen zu viele Mauern und man hat sich entschieden, das Tablet nicht zu erstellen.

Stattdessen wurde das Improv-Board ins Leben gerufen. Hierbei handelt es sich um ein kleines und günstiges Computer-Modul, das mit Mer Linux ausgeliefert werden sollte.

Improv und Vivaldi mit Schwierigkeiten

Allerdings gab es offensichtlich auch hier Probleme. Das Projekt ist wohl offiziell eingestellt. Wer bereits ein Gerät bestellt hat, soll sein Geld bald zurück bekommen. Im Moment ist es aber nur eine teilweise Rückzahlung, da man bereits Geld investiert habe. Das Improv-Team hat ein E-Mail an die Backer geschickt und bedauert, dass man das Improv-Projekt einstellt. Angeblich hat Aaron Seigo selbst 200.000 US-Dollar in das Projekt investiert.

Es habe einfach allgemein nicht genug Unterstützung gegeben, um dem Projekt Leben einzuhauchen. Man hätte die Geräte für den Produktions-Start fertig gehabt. Die freie Software-Community sei anscheinend derzeit noch nicht so weit, sich gegen die Hardware-Käfige zu wehren.

Allerdings nimmt man einen Teil der Schuld auch auf sich. Die Kommunikation nach außen sei nicht gut genug gewesen. Man glaube aber weiterhin daran, dass nicht offene und unfreie Hardware eines der größten Probleme der heutigen Zeit ist.

Improv: Seitenansicht (Quelle: MakePlayLive.com)

Improv: Seitenansicht (Quelle: MakePlayLive.com)

Das Novena Open Laptop Project hat kürzlich über 700.000 US-Dollar sammeln können, um Notebooks zu produzieren, auf denen freie Software und Open-Source läuft.Die Hardware-Designs von Novena sind offen. Anders als Notebooks und Hardware mit Ubuntu, Linux Mint oder einer anderen vorinstallierten Linux-Distribution ist das Novena so gestaltet, dass es komplett ohne proprietäre Software voll einsatzfähig ist. Das hört sich mit Blick auf KDEs Vivaldi und Improv natürlich vertraut an.

Als Unterschied könnte man angeben, dass das KDE-Team versucht hatte, sehr kostengünstige Hardware anzubieten. Das Improv hätte demnach zirka 75 US-Dollar kosten sollen und das Tablet zirka 200. Zum Zeitpunkt der Ankündigung war das tatsächlich sehr günstig. Allerdings sind die Preise für Android-Tablets so schnell und so rapide gefallen, dass der Preis für den normalen Anwender möglicherweise nicht mehr attraktiv genug gewesen wäre. Das Novena-System-Board kostet hingegen 550 US-Dollar. Das komplette Notebook ist mit 2000 US-Dollar ausgeschrieben.

(via)

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