Clement Lefebvre: Sollte sich Ubuntu nicht mehr als beste Basis erweisen, werden wir wechseln

9 März 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Linux Mint Logo 150x150Linux Mint basiert bekanntlich auf Ubuntu. In einem Interview sagte Clement Lefebvre ein paar interessante Dinge.

Auf die Frage, da sich Ubuntu vom Standard-Stack wegbewegt, ob für Linux Mint das Betriebssystem oder die Anwender-Umgebung wichtiger sei, antwortet Lefebvre: Weder noch. Es zähle nur das Endergebnis. Mit welchen Komponenten man das erreicht, sei Nebensache.

Weiterhin sagte Lefebvre, dass Mir nicht relevant sei. Man rede derzeit über ungelegte Eier und Mint werde seine Pläne nicht auf Grund von Spekulationen ändern. Wenn die Ubunut-Entwickler nicht wissen, was sie von Ubuntu wollen, ist das ihre Sache.

Ob man nicht gleich auf Debian setzen solle, wurde Lefebvre gefragt. Dieser antwortete, dass Ubuntu derzeit die beste Basis für Linux Mint darstellt. Erst wenn sich das ändert, werde man Ubuntu nicht mehr benutzen.

Lefebvre werde sich aber nicht zur Firmenpolitik von Canonical äußern. Er mag es auch nicht, wenn andere ihm sagen, wie er seinen Laden zu schmeißen hat. Er wolle darauf hindeuten, dass Ubuntu ein großer Erfolg ist.

Linux Mint 14: Cinnamon-Menü

Linux Mint 14: Cinnamon-Menü

Er stellt sich auf die Seite der Kritiker, auch wenn er sagt, dass man keine Meinung über Canonicals Entscheidungen bezüglich haben muss und eben mitzieht oder nicht. Dennoch wiederholt er Martin Gräßlins Worte, der Mir als „Anwort auf eine Frage, die keiner gestellt hat“ und „Lösung für ein Problem, das nicht existiert“.

Für Mint sei die Community das wichtigste überhaupt, so wie das für jedes Open-Source-Projekt der Fall ist. Seiner Meinung nach braucht man sowohl gute Leitwölfe als auch eine gesunde Kommunikation mit der Community. Wenn das Projekt klein ist, sei das einfach – sobald es wächst, wird es härter. Martin „DoctorMo“ Owens ist der Meinung, dass es keine Ubuntu-Community mehr gibt und ist deswegen ausgestiegen.

Die Frage einer Tablet-Version von Linux Mint verneinte Clement Lefebvre. Er macht auch klar, dass Linux Mint kein Teil von Blue Systems ist. Es ist ein unabhängiges Projekt, das man nicht kaufen kann. Blue Systems ist ein Sponsor, der kein Mitspracherecht bezüglich Projekt-Entscheidungen hat. Blue Systems hat außerdem mit Netrunner (basiert auf Kubuntu) eine eigene Distribution und hat auch Kubuntu unter die Arme gegriffen, als Canonical die offizielle Unterstützung dafür einstellte.

Die Popularität von Linux Mint stieg, als Canonical Unity einführte und sich einige Leute damit nicht identifizieren konnten. Mit GNOME waren die Entwickler aber auch nicht glücklich und liefern per Standard MATE oder Cinnamon aus.

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