Bestätigt: NVIDIA arbeitet an Optimus-Unterstützung für Linux

1 September 2012 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

NVIDIA LogoZeit wird es, oder? NVIDIA arbeitet an Optimus-Unterstützung für Linux. Aaron Plattner, einer der führenden Entwickler der NVIDIA-Linuxer, hat an die dri-devel-Mailingliste geschrieben, dass er mit Unterstützung für Dave Airlies neuem RandR 1.4 Provider Object Interface experimentiert hat. Optimus-basierte Notebooks könne NVIDIAs Treiber benutzen, um die „versteckte“ GPU zu benutzen und das Ergebnis der integrierten GPU mitteilen können. Er habe sogar schon ein „Proof of Concept“ (Machbarkeitsnachweis) am Laufen.

Der Dank geht in diesem Fall zum Großteil an David Airlie von Red Hat, der an RandR 1.4 und Unterstützung für GPU Provider Object plus PRIME Buffer Sharing geschraubt hat.

Bumblebee Firefox mit optirun Peacekeeper Sphäre im Wald

Bumblebee ist bisher die einzige Möglichkeit für Linuxer und Optimus

Bisher mussten Linuxer auf Bumblebee (optirun) zurückgreifen, um Optimus-Technologie unter Linux zu betreiben. Hierbei wurde eine weitere X-Instanz gestartet, die die schnelle NVIDIA-Karte benutzt hat. Das System funktioniert eigentlich auch ganz gut, braucht aber mehr Ressourcen. Die Bumblebee-Entwickler haben die Software mittlerweile so weit, dass die NVIDIA-Karte bei Nichtgebrauch deaktiviert ist, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Das Problem im Moment sei aber, dass es keinen Fallback-Mechanismus gibt, falls eine Übergabe der Anzeige nicht funktioniert. Das Ergebnis einer Nichtübergabe wäre, dass einfach nichts auf dem Bildschirm angezeigt wird. Plattner stellt zur Diskussion, ob eine Software das überwachen soll und im Falle eines Fehlschlags zumindest irgendetwas auf dem Bildschirm angezeigt wird.

Ebenso fragt er die Liste, wie der Speicher zugewiesen werden soll. Er sei auf diesem Kernel-Code-Gebiet etwas unsicher und freut sich daher über Hilfe oder Gedankenanstöße.

NVIDIA hat früher schon erwähnt, Unterstützung für Optimus-Technologie in Erwägung zu ziehen. Bis jetzt hat sich allerdings noch nichts getan. Ob dieser Schritt eine Konsequenz auf Valves Schmusekurs mit Linux ist, oder man sich doch Linus Torvalds „Fuck You, NVIDIA“ zu Herzen genommen hat, ist nicht bekannt.

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2 Kommentare zu “Bestätigt: NVIDIA arbeitet an Optimus-Unterstützung für Linux”

  1. Michael sagt:

    Diese Nachricht freut mich sehr. Hoffentlich wird es dann auch möglich den HDMI Ausgang bei Optimus Notebooks problemlos zu nutzen. Das harzt zum Teil afaik noch gewaltig...
    Der ganze Grafik-Stack unter Linux ist so eine Sache... Hoffentlich macht Wayland uns in Zukunft alles einfacher und besser, so das Nvidia und Co gleich von Anfang an Linux voll unterstützen können mit vertretbarem Aufwand 🙂

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