Unterstützung für Debian 5.0 “Lenny” eingestellt

11 Februar 2012 5 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Debian Logo 150x150Das Debian-Projekt hat angekündigt, dass die Sicherheitsunterstützung für Debian 5.0 “Lenny” am 6. Februar 2012 eingestellt wurde. Somit hatten Debian-Anwender ein Jahr Zeit, um auf die derzeit aktuelle Version “Squeeze” umzustellen. Fast drei Jahre wurde Debian 5.0 mit Wartungs- und Sicherheits-Updates versorgt.

Bereits veröffentlichte Sicherheits-Aktualisierungen für die alte Ausgabe sind allerdings weiter auf security.debian.org erhältlich.

Auch wenn eine Aktualisierung auf Debian 6.0 “Squeeze” in der Regel mittels apt-get schmerzfrei vonstatten geht, empfehlen die Entwickler dringen einen Blick in die Release-Notizen von “Squeeze”. Dort könnten sich Hinweise zu möglichen Stolpersteinen befinden.

  • VTzilla: Virus Total Plugin für Firefox und Google Chrome
Debian GNU/Linux 6 Squeeze

Nach einem Toy-Story-Charakter benannt.



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5 Kommentare zu “Unterstützung für Debian 5.0 “Lenny” eingestellt”

  1. Hella sagt:

    Lenny war sehr brauchbar und lief ohne Probleme, Debian Squeeze und das neue gnome und das KDE4 dagegen sind geeignet,das Deibian - Projekt ein für allemal in Verruf zu bringen, weil sich niemand, der es nicht aus Jux und Tollerei, sondern für berufliche Zecke braucht, leisten kann, daß Programmierer, die sich offenbar um Größenordnungen überschätzen, mittels einer Software voll "Pleiten, Pech und Pannen teure Zeit stehlen. (Wnn man die Mannstunden und die damit verbrannten Beträge schätzungsweise mal zusammenrechnen würde, dann würde schnell klar, daß das eigentlich schon ein Fall für den Staatsanwalr wäre.

    Nach fast zwanzig Jahren ist das für mich und meine Firma das endgültige AUS für Linux undirgendwelche -nixe: Ich bin gezwungen, vorübergehend auf Windows auszuweichen (die neue Hardware wächst ja schließlich nicht auf dne Bäumen) und dann gehts mit Mac weiter.

    UnternehmerInnen kann ich vor Debian Linux (ab squeeze und KDE4) (eins war ich glühender Verfechter) aus eigener bitterster Erfahrung nur warnen. Da KDE4 ja nichtnur unter debian verwendet wird, dürfte es wohl mit anderen Linux- Zweigen nicht viel anders aussehen.
    Ist das nur Unfähigkeit der Macher,oder ist die Szene der freien Software gezielt von Saboteuren unterwandert? Wennich nur an das udev-hal hickhack denke, oder das soundsystem, das immer komplizierter, immer unberechenbarer und immer instabiler wird, statt besser (ichhab doch anderes zu tun, als aller paar wochen wieder umzulernen - ich fühle mich merh als verschaukelt, angesichts der unerfüllten Behauptung "stable" sogar betrogen!) - kurz und gut: Mit Debian Squeeze sehe ich nicht nur ien Desaster, sondern den Untergang der Idee freier Software schlechthin auf uns zukommen. Was ist nur los?? Es wird wohl höchste Zeit, daß sich die Macher und Nutzer feier Software organisatorisch vor Unterwanderung durch Dillettanten und Saboteure schützen.

    Ich aber kann es mir schlichtweg nicht leisten, bis zu Wheezy ein ganzes Jahr nur rumzuwurschteln - ich muß arbeiten.
    Das heißt: Ich bin dann mal weg aus der Linuxwelt - und zwar für immer - und werde das auch meinen Geschäftspartnern nahelegen.

    Ich wollte Linux(!) und nicht ein zweites Windows!

    Vollkommen enttäuscht über ein so schmähliches Ende einer an sich so guten Sache,

    Hella

    • LinuxUser sagt:

      Hallo Hella,

      setze doch bitte nicht Linux mit der verwendeten Desktopoberfläche gleich.
      Was die Instabilität und das Gemurxe an den beiden von Dir erwähnten Desktopumgebungen angeht, muss ich Dir allerdings Recht geben.
      Doch es gibt auch noch "eine Welt" neben Gnome und KDE - z.B. unterstützt auch Debian, sogar direkt per Installer (kernelparameter: desktop=XXX), weitere Desktopumgebungen.
      Beispielsweise gibt es das schlanke XFCE, welches, wie Gnome, auf GTK aufsetzt und sich sozusagen bis zu einem vollwertigen Gnome (oder was auch immer gewünscht ist) aufbohren lässt. Nach ähnlichem Prinzip (schlank und bis zum Äußersten erweiterbar) funktioniert Razor-Qt, der, wie KDE, auf dem Qt-Framework aubaut. Weiter zu erwähnen sind mindestens auch noch LXDE und Enlightenment. Manch anderem gefällt die noch deutlich schlankere FluxBox besser.
      Ubuntus Entwickler hatten, nach dem Versionssprung der Gnome-Reihe von 2.xx auf 3, angefangen eine eigene Desktopumgebung zu entwickeln - Unity. Und wer sucht, der findet auch noch mehr Lösungen...

      • Hella sagt:

        Ich nochmal. ;-)
        @LinuxUser:
        Ich schrieb: "Debian Squeeze UND das neue gnome UND das KDE4", setzte also durchaus nicht die Oberflächen mit dem Betriebssystem gleich.
        Wo also so gelesen bitte??

        Udev und hal sind doch nicht Oberfläche, oder?! Das Soundsystem ebensowenig!

        Also zur Sache bitte! ;-)

        Meine Kritik gilt durchaus auch dem Betriebssystem selbst, zumindest einzelnen, "neuen", aber schlechter (als die alten) durchdachten Komponenten, Methoden und Entwicklungsstrategien, die eher einem Hazard- oder Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Spiel näherkommen als seriöser Softwareentwicklung (bei aller, ungebrochener Sympathie für die Torwaldschen Ideen, die eine neue Epoche (auch politisch!) einleiten könnten , würden sie nicht von Epigonen - wie ich meine - sabotiert!) - noch mehr aber gilt meine Kritik den Entscheidern und Programmierern (Dokumentierer scheint es ja eh kaum zu geben - wer Linux nutzt, tut das in allerRegel ohnehin im "Blindflug", ist informatorisch dem Zufall hilflos ausgeliefert und muß sich jede Information aus einem Wust von Messages zusammenklauben:
        Schätzungsweise achtzig Prozent aller im Netz verfügbaren Informationen über ein Linux enthalten nach meiner Erfahrung die Information: Ich weiß nicht weiter, habe keine Ahnung, wo ich hilfreiche Informationen herbekomme, nur zwanzig Prozent bieten (merh oder wneiger zutreffende) Lösungen und man muß, um an das Bischen Weizen ranzukommen, ganze Kontinente informatorischer Spreu wieder und wieder durchsieben, nach dem Motto: Was heute noch ungelöst ist, könnte es ja später gelöst sein - man hat also auf der Suche nach einer Lösung auch noch ständig die Entwicklung zu beobachten und kann das leider kaum (zumindest in kleinen Firmen) automatisieren).

        Das ist betriebswirtschaftlich schlichtweg nicht verantwortbar und stellt - global hochgerechnet - eine unglaubliche Vernichtung von Mannstunden dar - weltweit.
        Wie ich meine: Ein ernstzunehmender Schaden, über den künftig auch juristisch zu reden sein wird.

        Da wird es Zeit, daß auch unsere Juristen endlich begreifen, daß eine moderne Gesellschaft nicht mehr - wie bis zum heutigen Tage - auf den Postulaten des antiken römischen (und damals schon untauglichen) Rechtes gestaltbar ist.

        Mag die "Pagode" auch so ihre Tücken haben - für professionelles Arbeiten stellt sich auch der "Basar" für kleinere Firmen als zu hohes Risiko heraus:
        Der Computer ist ein Verstärker: Er macht die Großen noch größer, die Reichen noch reicher - den Kleineren aber bricht er über (meist nur statistisch zu erfassende) in kleinerem Rahmen (d.h. bei wenig strategischen Zeit- und Finanzpolstern der jeweiligen Firma) schlichtweg unkalkulierbare Risiken - das Genick.

        Wie würden Sie reagieren, wenn ich Ihnen mitteilte, daß ich künftig kostenlos Autos produzierte, von denen ich lediglich vermute, sie würden auf den meisten Straßen relativ zuverlässig fahren, gleichzeitig aber erklärte, daß ich für deren Benutzung jegliche Haftung ablehne und dann völlig ungeschoren davonkomen wöllte, wenn sich Hunderttausende damit die Ohren brechen würden, weil sie der - wie sich erst später herausstellt - falschen - Versprechung "stable" vertrauten?

        Hella

        • jdo sagt:

          Argument so nicht haltbar. Es gibt Firmen wie Red Hat oder auch Collax, die professionelle Unterstützung anbieten und somit auch haftbar gemacht werden können. Weiterhin gibt es Firmen, die Unterstützung auch für Debian anbieten. Nur weil das System an sich frei ist, heißt nicht dass man auf verlorenem Posten steht. Red Hat garantiert bis zu 10 Jahre Support. Microsoft gibt auch nicht mehr. Das gilt übrigens auch für LibreOffice und andere Open Source Produkte, wo Firmen Unterstützung anbieten. Auf Apache läuft ein Großteil des Internets und es ist auch frei. Bind macht DNS möglich. Mir wäre auch nicht bewusst, wann Microsoft oder Apple wegen Bugs vor den Maxi gezogen wurden. Von daher ist mir das Argument "juristisch" komplett schleierhaft.

          • Hella sagt:

            “juristisch” komplett schleierhaft. ??

            Stichworte sind da:

            1. Produkthaftung
            2. Privathaftung

            3. Es kann nicht angehen, daß sich Produzenten (seien sie Privatpersonen, oder juristische Personen wie Softwareentwicklungskonzerne) mittels "Lizenzvereinbarungen" komplett, bzw. nahezu komplett, jedenfalls hinsichtlich auch schwerster Schäden (!!) für einzelpersonen wie Gesamtwirtschaft selbst per Erklärung aus ihrer Verantwortung entlassen können.
            Denn dann müßte man jedermann dieses "Recht des selbst herrlichen Haftungsausschlusses" einräumen - und das wäre die Auflösung eines jeglichen Rechtes, wenn jedermann sich per eigener Erkläung von jeglicher haftung freisprechen könnte, nach dem Motto: "Ihr müßt ja nicht mit mir verkehren - tut ihr es dennoch, garantiere ich für nichts." ;-)
            Ob andere dabei ihre Haftung bejahen, ist bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit einer solchen rechtlichen Möglichkeit völlig irrelevant.

            Würde das Schule machen, gäbe es bald Autos zu kaufen "zu benutzen auf eigene Gefahr. Wir können nicht garantieren, daß die Bremsen funktionieren, nicht garantieren daß die Lenkung funktioniert" usw.

            SOO doch nicht!

            Daß die Rechtspflege noch nicht so recht bemerkt hat, daß im Bereiche der Softwarenentwicklung (trotz der hohen Relevanz und des immensen Schadnesnpotentiales im Einzelfall wie im Summarischen Beriche der Volkswirtschaft (Verlust an Mannstunden durch nicht funktionierende Systeme) in allen Bereichen unseres Lebens) sich soetwas gebildet hat wie ein rechtfreier Raum - durch die Haftung komplett ausschließende "Lizenzbestimmungen", ist dem öffentlichen Bewußtsein wohl irgend wie entgangen.

            Es kann nicht angehen, daß, wenn ein Brand (oder schlimmeres) durch Computerhardware verursacht wird, der Hersteller der Hardware haftet, wenn der Brand aber durch fehlerhafte Software verursacht wird, der Hersteller mit Verweis auf seine jegliche Haftung ausschließenden AGBs sich aus eigener Kraft jeglicher Verantwortung entziehen kann.
            Das ist rechtlich unsinnig nud - unhaltbar.
            wird aber derzeit weltweit so praktiziert. - Man lese nur mal das kleingeduckte in den Lizenzen.

            Ich habe noc nicht eine einzige gefunden, die nicht bei genauerem Hinsehen den Sachverhalt eines sittenwidrigen Knebelungsvertrages erfüllen würde:
            Tendenz: Sämtliche Risiken - die des Anbieters, wie die des nutzers werden einseitig auf den Nutzer abgewälzt und der Nutzer hat das erhebliche Übel zu tragen, entweder die Haftung alleine zu übernhemen, oder das Ding nicht nutzen zu können. Wo hat es denn jemals vorher sowas gegben?!

            Da könnten wir doch das Rechtssystem gleich ganz abschaffen, oder?

            Es wäre höchst interessant, wenn z.B. die Autohersteller - um die Öffentlichkeit mal auf diese unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen - ihre Autos mal "spaßeshalber" nur unter der Vertragsbedingung jeglichen Haftungsausschlusses (wie in der softwarebranche häufig zu finden!) auf dem Markt brächten.

            Und wenn es dann (berechtigterweise) klagen hagelte, diese zurückweisen ließ, mit dem Hinweis auf den Gleichbehandlungsgrundsatz.

            Wenn die Ablehnung jeglicher Haftung aus eigener Kraft per "Lizenzvereinbarung" für Softwarehersteller legitim ist, dann muß sie auch für alle anderen legitim sein.

            Wäre doch mal was neues, wenn der Bäcker mir seine Brötchen nur noch im Rahmen einer "Nutzungslizenz" verkaufte, die jegliche Haftung seinerseits von vornherein ausschlösse und mich als Kunden womöglich noch dafür haftbar machte, wenn ihm der Ofen explodiert. ;-)
            (So ähnlich sehen teilweise die Bedingungen aus, denen man als Navi - Nutzer zustimmen soll ...)

            Das geht sogar soweit, daß dem Nutzer vorgeschrieben wird, in welchen Ländern er das Produkt nutzen darf und in welchen nicht.

            Was hat das noch mit freiheitlicher Verfaßtheit zu tun?

            Hier, so scheint mir, löst sich ein System nicht nur langsam, sondern recht schnell selber auf.

            Denn:

            Warum sollen Softwarenentwickler jegliche Haftung für ihr Tun und dessen Folgen regelmäßig ablehnen können, während die gesamte Wirtschaft, ja die ganze übrige Menschheit für ihr Tun natürlich haftet - privat, handelsrechtlich, usw.

            Was ist an dieser Grundsatz- Frage der Gleichbehandlung juristisch unklar?

            Vor dem Hintergrunde des Gleichbehandlungsgrundsatzes kann es keine haftungsrechtlichen Ausnahmen für Softwareentwickler/-anbieter geben. Dabei ist es nicht relevant, ob die Bereitstellung kostenlos erfolgt, oder nicht.

            Auch ein geschenktes Auto muß sicher sein.
            Warum sollte das für Software nicht gelten??

            Wenn ich meinem Kumpel einen vergifteten Martini serviere, bin ich schließlich auch dann haftbar, wenn er nichts dafür bezahlen muß und ich - indem ich ihn anbiete(!!) - den Eindruck erweckt habe, er sei trinkbar.

            Es kann nicht sein, daß Produkte/Angebote ohne jegliche Haftung am Markt sind - weder kostenlos, noch gegen Bezahlung - wo würde das hinführen?! Zur Auflösung JEGLICHEN Rechtes (die im Bereich der Haftung für Software meiner Meinung nach schon eingetreten ist), denn hinfort könnte daraufhin JEDER ALLES ausschließen - ein Rechtssystem wäre obsolet.
            Das kanns doch nicht sein, oder? ;-)

            Hella

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