aptosid-Fork: Erster Release-Kandidat von siduction 2011.1 „One Step Beyond“

23 Dezember 2011 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

siduction Logo 150x150Wem „One Step Beyond“ bekannt vorkommt, dürfte sich an Madness erinnern – was für ein Ohrwurm. In diesem Fall haben die Entwickler des aptosid-Forks siduction aber einen ersten Ausgabe-Kandidaten zur Verfügung gestellt. Es handelt sich hier um eine Anwender-freundliche Linux-Distribution, die auf Debians „unstable“-Zweig basiert. Genau genommen basiert diese Ausgabe auf Debian Sid vom 21.12.2011. Ebenso mit von der Partie sind ein angepasster Kernel 3.1-5 und xserver 1.11.2.902-1.

Der erste Release-Kandidat bringt drei Geschmacksrichtungen für die Architekturen x86 und x86_64 mit sich: KDE SC, Xfce und LXDE. Die beiden ersteren passen allerdings nicht mehr auf eine CD. Somit gibt es dafür auch keine Lite-Version. Dafür ist die LXDE-Variante gedacht. KDE SC 4.7.2 wurde aus dem QT-KDE-Repository übernommen. So viel zur Ankündigung.

siduction LXDE Desktop

LXDE-Desktop

Nachdem ich aber neugierig bin, hab ich mir die LXDE-Variante mal näher angesehen. Wie es sich für eine Lite-Variante gehört, ist auch nur Software mit kleinen Fußabdrücken enthalten. Das fängt zu Beispiel beim Browser Midori an. Dieser hat übrigens DuckDuckGo als Standard-Suchmaschine eingetragen. Wer lieber im Terminal surft, kann das mit ELinks erledigen. Als E-Mail-Client dient Sylpheed.

Im Zubehört befinden sich unter anderem Leafpad, Midnight Commander, Tux Commander und Brasero. In Sachen Büroanwendungen ist bis auf Osmo leider nichts weiter zu finden. Das stellt aber kein zu großes Problem dar, weil sich mittels Paket-Manager Synaptics zum Beispiel LibreOffice nachinstallieren lässt.

siduction LXDE Synaptics

Paket-Manager Synaptics

Das Sid-Repository ist ja riesengroß und jeder kann sich damit sein Betriebssystem so austatten wie er möchte. Was mir an der LXDE-Live-Version allerdings fehlt ist eine grafische Applikation, das Netzwerk einzurichten. Es gibt zwar Tools für ADSL / PPPoE und Bluetooth, aber für WiFi und dergleichen ist nichts per Standard vorhanden. (eigentlich doch, ich komme noch dazu)

Gut gefallen hat mir die Installations-Routine via Browser. Hier ließe sich auch per Klick eine Installation auf USB-Sticks bewerkstelligen. Während der Installation kannst Du auch schon festlegen, ob SSH gestartet werden soll oder nicht – praktisch.

siduction LXDE Installation abgeschlossen

Installation abgeschlossen

Auch nach der Installation fehlt jede Spur von einem sichtbaren Netzwerk-Manager. Ein Blick in die FAQ (Bluewater Manual) verrät dann allerdings, dass Du erst mit Ceni (unter Internet) eine Basis-Konfiguration vornehmen musst. Danach lässt sich mittels /usr/sbin/wpa_gui win eine grafische Oberfläche starten.

Ich kann mich persönlich nicht damit anfreunden, dass der Netzwerk-Manager unter Internet zu suchen ist und nicht in den Systemeinstellungen. Vor allen Dingen nicht dann, wenn ADSL / Modem und der Bluetooth-Manager unter Einstellungen abgelegt sind – irgendwie verwirrend und inkonsistent.

Ich weiß zwar nicht, wie die KDE- und Xfce-Versionen aussehen, aber die LXDE-Variante ist nichts für Anfänger. Wer sich allerdings am Puls der Sid-Zeit befinden möchte, für den ist siduction vielleicht ganz interessant. Leicht und schnell ist die LXDE-Variante – da kann man nicht meckern.

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Wer das Betriebssystem selbst ausprobieren möchte, kann es sich aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen: siduction-11.1-rc-lxde-i386.iso (679 MByte), siduction-11.1-rc-lxde-amd64.iso (674 MByte), siduction-11.1-rc-kde-i386.iso (952 MByte), siduction-11.1-rc-kde-amd64.iso (948 MByte), siduction-11.1-rc-xfce-i386.iso (828 MByte), siduction-11.1-rc-xfce-amd64.iso (825 MByte)

Und zum Schluss gibt es noch „One Step Beyond“, für alle, die nicht wissen, von was ich am Anfang gesprochen habe 😉

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