Torvalds: User-Space-Dateisysteme sind Spielzeuge für Fehlgeleitete

26 Juni 2011 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

TuxNach der Aussage von Tuxeras Anton Altaparmakov, dass NTFS mit dem eingen entwickelten und nativen Kernel-Modul das schnellste Dateisystem unter Linux ist (kein Beweis bisher), gibt es natürlich einen kleinen Flamewar (so wie sich das gehört). Bei so einer heissen Debatte, darf natürlich ein Kommentar des Linux-Chefs nicht fehlen. Linus Torvalds schrieb in diesem Thread: “User-Space-Dateisysteme? Da haben wir doch das Problem schon und es war schon immer da. Wer denkt, dass User-Space-Dateisysteme kein unnützes Spielzeug ist, ist einfach töricht/fehlgeleitet.”.

Er fügte an, dass FUSE für den Export auf langsame Geräte OK sei. Aber als root-Dateisystem wäre es absolut unbrauchbar. Die Diskussion zwischen “kann mit FUSE erledigt werden” und “”sollte mit FUSE erledigt werden” sei einfach lächerlich. Es sei als würde man sagen, dassn man einen Microkernel entwickeln soll, was auf dem Papier ganz nett aussieht. Es sei aber eine total dumme Idee für Leute, die sich mehr für eine Idee als die Realität begeistern lassen.

Jeff Darcy von CloudFS widerspricht. CloudFS sei verwandt mit GlusterFS und beide seien FUSE-basiert. Ebenso sei PVFS2 ein eher gutes User-Space-Dateisystem. Darcy gibt aber auch zu, das viele FUSE-Dateisysteme wirklich nur Spielzeuge sind. Allerdings könnten damit auch ernst zu nehmende Dateisysteme erzeugt werden. Man möge zurückdenken, als Linux als Spielzeug belächelt wurde. Er sei immer der Meinung gewesen, dass Experimentierfreudigkeit und das Ausweiten der Community Linux groß gemacht hat. Aber anscheinend sei er auch nur töricht.

FUSE wird von Linux, FreeBSD, NetBSD, OpenSolaris und Mac OS X unterstützt. Diese Dateisysteme sind portabler einsetzbar und es gibt wirklich einige davon, wie diese Wiki-Seite auf SourceForge.net beweist.



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