Verge ($XVG) und Wraith: Bei Linux ist es schon so weit

8 November 2017 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ich beschäftige mich seit einiger Zeit auch mit Kryptowährungen und eine meiner Lieblinge in diesem Bereich ist Verge oder $XVG. Wer die digitale Münze etwas verfolgt, der weiß, dass die Entwickler schon einige Zeit vom Wraith-Protokoll sprechen. Damit werden Transaktionen komplett anonym und keiner kann mehr mitschnüffeln. In der Blockchain ist zwar zu sehen, dass eine Transaktion stattgefunden hat, aber nicht die Wallet-Adressen und somit auch nicht Absender und Empfänger. Durch Tor (The Onion Router) werden die IP-Adressen verschleiert und somit ist die Transaktion anonym.

Was ist ein Blockchain Ledger?

Die meisten haben sich den Begriff Blockchain schon gehört. Das ist eine Art Datenbank, die alle Transaktionen aufzeichnet. Bei manchen Coins wie bei Bitcoin sind ist der Ledger öffentlich einsehbar. Alle Transaktionen lassen sich über den sogenannten Blockchain Explorer nachvollziehen. So ein Ledger kann aber auch privat sein und dann werden die Transaktionen verborgen.

Bis jetzt konntest Du entweder oder haben aber nicht beides. Sowohl öffentlich als auch verborgen waren nicht auf der gleichen Blockchain möglich. Es ging also nur Transparenz oder Privat.

Hier kommt Wraith ins Spiel

Die Verge-Entwickler haben nun Wraith veröffentlicht und hast bekommst Du für jede Transaktion die Wahl. Du kannst Wraith aktivieren, dann sind die Transaktionen verborgen. Oder Du deaktivierst es, dann sind sie eben transparent.

Die Entwickler haben eine sehr schöne Grafik zum Thema Wraith zur Verfügung gestellt. Sie ist zwar auf Englisch, aber Du solltest keine Probleme haben, sie zu kapieren.

Ich erkläre trotzdem mal die beiden Stränge.

Wraith und Verge einfach erklärt (Quelle: medium.com)

Wraith und Verge einfach erklärt (Quelle: medium.com)

Da ist also die Alice, die dem Bob 1000 $XVG schicken möchte. Ist Wraith deaktiviert, dann geht sie den linken Weg. Die IP-Adresse wird durch Tor verschleiert, aber John kann immer noch in der Blockchain sehen, welche Adresse die 1000 $XVG and wen schickt. Ist Deine Adresse irgendwo öffentlich (wie zum Beispiel meine Verge-Spendenadresse), dann lässt sich an dieser Stelle eine Verbindung herstellen.

Aktivier Alice aber nun Wraith, geht sie den rechten Weg. Die IP-Adresse wird via Tor verschleiert, aber Wraith kümmert sich nun darum, dass John gar nichts mehr sieht. Die einzige Information, die er erhält -> es wurden 1000 $XVG gesendet.

Kriminell!

Nun werden die ersten Banker gleich wieder plärren, dass nur Kriminelle, Nord-Korea und Venezuela so etwas brauchen. Die Verge-Entwickler sind aber der Meinung, dass Datenschutz und Privatsphäre ein Grundrecht sind. Weiterhin geben sie als Beispiel an, dass auch beim Business Vorteile haben kann, wenn die Konkurrenz nicht sieht, wo man selbst etwas zu welchem Preis einkauft. Und auch gemeinnützige Organisationen in schwierigen Umgebungen können von so einem System profitieren, genau wie sie es eben auch von Tor tun.

Der Anwender muss es ja nicht aktivieren, hat aber zumindest die Möglichkeit, via Wraith zu senden.

Atomic Swaps

Weiterhin ermöglicht die Implementierung von BIP65 in die Verge Blockchain sogenannte Atomic Swaps. Damit brauchst Du keine Dritten mehr, um Coins zu tauschen. Es sind also Blockchain-übergreifende Bezahlungen möglich. Das ist schön, denn bisher ist die Tauscherei eher umständlich.

Auch hierfür gibt es eine wunderschöne Grafik. Wraith kann aktiviert sein, muss aber nicht.

So funktionieren Atomic Swaps (Quelle: medium.com)

So funktionieren Atomic Swaps (Quelle: medium.com)

Buzz schickt in diesem Fall Verge an Jesse und bekommt zum Beispiel eine andere Kryptowährung zurück.

Außerdem haben die Entwickler eine Funktion in der Core Wallet implementiert, die sich Visp nennt. Das ist ein verschlüsselter P2P Chat, der Anwender vor Schnüfflern schützt.

Du findest all diese Informationen auch im Verge Blackpaper v3.0 (PDF).

Linux-Anwender benutzen bereits Wraith Beta

Bei Twitter haben die Entwickler von Verge verlauten lassen, dass die Linux-Anwender bereits die erste Beta-Version von Wratih benutzen. Versionen für Windows und macOS folgen bald.

Hier ist noch der Trailer für das Wraith-Protokoll.

Hinweis: Ich habe ein paar Kröten in Verge $XVG investiert.

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3 Kommentare zu “Verge ($XVG) und Wraith: Bei Linux ist es schon so weit”

  1. micha sagt:

    Hi,
    wie läuft das, kann ich da auch irgendwie '"echtes Geld" umtauschen und darauf setzen, dass das in drei Jahren mehr wert ist???

    • jdo sagt:

      Zunächst einmal ein Wort der Vorsicht, denn Kryptowährungen sind sehr riskant. Keiner garantiert Dir, dass sie in 3 Jahren mehr wert sind. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sie plötzlich gar nichts mehr wert sind. Das ist alles komplett auf eigene Gefahr.

      Verge kaufst Du, wie die meisten Altcoins. Du kaufst Bitcoin, Ethereum oder was sich eben mit echtem Geld bei den diversen Händlern kaufen lässt und tauscht es dann bei einem sogenannten Exchange in Verge um. Welche Tauschbörsen mit Verge handeln, findest Du hier: https://coinmarketcap.com/currencies/verge/#markets

      Auch nicht fantasieren und denken, dass ein XVG plötzlich so viel wie ein BTC wert ist. Es gibt nur 21 Millionen Bitcoins und wesentlich mehr Verge. Also immer die Relation im Auge behalten und realistisch bleiben. XVG hat sicherlich Potenzial, kann auf 10 Cent steigen, kann aber auch ins Bodenlose fallen.

      Mir persönlich ist das Projekt wegen der Entwickler sympatisch und es ist sehr transparent. Dann gibt eben Funktionen wie eine dedizierte Tor Wallet und die Programmierer verlieren auch den Datenschutz nicht aus den Augen. Ob Dir das Projekt zusagt, musst Du selbst entscheiden und ich möchte noch einmal auf die potenziellen Risiken hinweisen.

  2. micha sagt:

    Ach, verstehe. Ja, auch ich finde das Projekt sympathisch. Allerdings scheue ich den Weg bzw. die Kopplung über Bitcoin, denn die scheinen mir momentan hoffnungslos überbewertet. Schade, denn ich denke, dass das Projekt auch sehr viel Potential hat.

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