Lüfter für den Raspberry Pi 4, der ins Gehäuse passt – circa 5 Euro

Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Raspberry Pis werden schneller, aber damit auch wärmer. Außerdem kommen sie langsam aber sicher in den Bereich, in dem sie einen einfachen Desktop ersetzen können. Die Geräte lassen sich auch relativ gut und einfach übertakten und da ist zusätzlich Kühlung oder ein Lüfter natürlich wünschenswert. Je kühler ich das Gerät halten kann, desto mehr Leistung kitzle ich heraus.

Beim Raspberry Pi 4 und anderen Winzlingen ist es so, dass das Gerät eine Zeit lang mit maximaler Performance laufen kann. Dabei erhitzt sich das Gerät und wenn ein gewisser Punkt überschritten ist, wird gedrosselt. Somit reguliert der Pi seine Temperatur. Gibt es nun zusätzliche Kühlung, wirkt sich das positiv auf die Leistung aus. Klar, das Gerät erhitzt sich weniger schnell.

Handelt es sich um ein Board ohne Gehäuse, dann ist die Überhitzung ein geringeres Problem. Vor allen Dingen, wenn der Raspberry Pi 4 auf der Seite steht, wie im MagPi 90 berichtet wurde. Befindet er sich aber in einem Gehäuse und muss arbeiten, wird es ohne Lüfter oder Kühlrippen schon warm.

Lüfter – eine logische Evolution

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Raspberry Pi Foundation eine clevere Lösung bringt, um den Pi kühler zu halten. Das Ganze sicherlich auch mit Blick auf künftige Generationen.

Der neue Lüfter für den Raspberry Pi 4 zieht Luft über die Ethernet – und USB-Schnittstellen und gibt die warme Luft über den SD-Anschluss wieder aus. Auch bei heftigen Aufgaben wie dem Kompilieren eines Kernels bleibt die Temperatur unter 70 °C. Die Entwickler vergleichen die Temperatur mit einem nackten Pi.

Der neue Lüfter für den Raspberry Pi 4 (Quelle: raspberrypi.org)

Der neue Lüfter für den Raspberry Pi 4 (Quelle: raspberrypi.org)

Du bekommst nicht nur den Lüfter, sondern auch eine Kühlrippe. Wer seinen Raspberry Pi 4 regelmäßig in einem Gehäuse zu Höchstleistungen antreibt, kann den neuen Lüfter hier bestellen.

Ab wann wird es dem Raspberry Pi zu warm?

Wenn wir uns schon mit dem Thema Lüfter befassen, sollten wir auch wissen, wann es dem Raspberry Pi zu warm wird.

Zwischen 80 °C und 85 °C zeigt der SoC eine Firmware-Warnung an, dass es ihm etwas zu warm ist. In diesem Fall werden die ARM Cores gedrosselt, um die Temperatur zu senken. Mit einem entsprechenden Lüfter kommt das gerät hoffentlich erst gar nicht in diese Sphären.

Raspberry Pi Warnung – zwischen 80 °C und 85 °C

Raspberry Pi Warnung – zwischen 80 °C und 85 °C

Steigt die Temperatur über 85 °C, siehst Du diese Warnung. Auch hier werden die ARM Cores natürlich gedrosselt, um die Temperatur zu senken.

Raspberry Pi Warnung – über 85 °C

Raspberry Pi Warnung – über 85 °C

Es gibt übrigens noch eine dritte Firmware-Warnung, die aber hier nicht relevant ist. Der Vollständigkeit halber erwähne ich sie kurz. Sie sieht wie folgt aus und warnt vor Unterspannung.

Raspberry Pi Warnung – zu wenig Spannung (Volt / Undervoltage)

Raspberry Pi Warnung – zu wenig Spannung

Das Zeichen kannst Du vermeiden, indem Du ein richtiges Netzteil für den Raspberry pi nimmst. Für den Pi 4 habe ich das Original gekauft und damit keine Probleme. Der Blitz ist bei mir noch nie aufgetaucht. Bei einem Pi 2 und einem Smartphone-Ladegerät habe ich die Warnung aber schon bekommen.

Nette Pi-Konstellation

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Ein Kommentar zu “Lüfter für den Raspberry Pi 4, der ins Gehäuse passt – circa 5 Euro”

  1. Didi says:

    Ich habe seinerzeit bei meinem Pi 4 mit NextcloudPi im Dauerbetrieb 68-70 Grad Celsius gemessen, nachdem ich zuvor mein Originalgehäuse mit einigen Löchern gepimpt hatte. Jetzt läuft seit langem OpenMediaVault ebenfalls im unübertaktetem Dauerbetrieb. vcgencmd measure_temp ergibt 52 Grad. Auch im Sommer liegt die Temperatur kaum höher. Aber gut, dass es den Lüfter gibt. Denn vielleicht braucht man ihn doch noch mal.

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