Beste VPNs für Apple Mac: native Apps statt Rosetta
Apples Macs – egal ob MacBook Pro, MacBook Air, iMac, Mac mini oder Mac Studio – laufen seit Ende 2020 auf Apple Silicon. Den Anfang machte der M1-Chip, inzwischen ist Apple bei der M5-Generation angekommen. Für diese Chips gibt es zwei Arten von Programmen: native Apps, die direkt für Apple Silicon kompiliert sind, und ältere Apps, die über das Übersetzungs-Programm Rosetta laufen. Native Apps schieben sich keine zusätzliche Schicht zwischen Programm und Hardware – sie sind schneller und schonen den Akku besser.
Hast Du einen Mac mit M1 – oder einem der neueren M2-, M3-, M4- oder M5-Chips –, dann willst Du eine native App nutzen. Die gute Nachricht vorweg: Bei VPNs ist das 2026 kein Thema mehr. Alle vier Anbieter in diesem Artikel liefern längst native Apple-Silicon-Apps, Du musst also nicht mehr extra Rosetta installieren. Trotzdem lohnt der genaue Blick, denn bei Geräteanzahl, Geoblocking und Zusatzfunktionen gibt es deutliche Unterschiede.
Die besten VPNs für Mac mit Apple Silicon (M1 bis M5)
- NordVPN – universeller Testsieger mit starkem Bedrohungsschutz
- Surfshark – unbegrenzt viele Geräte, früh dran mit nativer Apple-Silicon-App
- ExpressVPN – nicht günstig, aber hervorragender Service
- ProtonVPN – Datenschutz aus der Schweiz, brauchbare Gratis-Version
Damit Du die vier auf einen Blick vergleichen kannst, hier die wichtigsten Eckdaten:
| VPN | Geräte gleichzeitig | Adblocker | Gratis-Version | Geld-zurück |
|---|---|---|---|---|
| NordVPN | bis zu 10 | Ja (Bedrohungsschutz) | Nein | 30 Tage |
| Surfshark | unbegrenzt | Ja (CleanWeb) | Nein | 30 Tage |
| ExpressVPN | 10–14 (je nach Tarif) | Nein | Nein | 30 Tage |
| ProtonVPN | bis zu 10 | Ja (Plus-Paket) | Ja | 30 Tage |
NordVPN – günstiger Alleskönner
NordVPN ist als eines der besten universellen VPNs auf dem Markt bekannt – und es läuft längst nativ auf Apple Silicon. Schon seit Version 6.6.1 (August 2021) liefert NordVPN ein Universal Binary aus, das auf dem M1 ebenso direkt läuft wie auf den aktuellen M4- und M5-Macs. Rosetta brauchst Du dafür nicht mehr.
- Bis zu 10 gleichzeitige Verbindungen
- Apps für macOS, iOS, Windows, Android und Linux – Einsatz auf Router erlaubt
- Adblocker: Ja (Bedrohungsschutz)
- Zero-Logs: Ja
- Funktioniert in restriktiven Ländern: Ja
- Geoblocking entsperren: Ja, Netflix, Hulu, BBC iPlayer, Zattoo Schweiz, ZDF, ARD, HBO und viele mehr
- P2P / Torrents gestattet: Ja, auch auf speziellen Servern
- Besonderheiten: alle Server laufen diskless im RAM (komplett ohne Festplatten)
- Geld-Zurück-Garantie: 30 Tage
NordVPN ist bekannt dafür, Geoblocking hervorragend umgehen zu können. Es ist eines der besten Streaming-VPNs, wenn Du Netflix USA, BBC iPlayer oder Zattoo Schweiz schauen möchtest. Lebst Du im Ausland, kannst Du damit auch Sendungen von ZDF und ARD schauen, die mit sogenannten Ländersperren behaftet sind.
Der frühere Adblocker CyberSec heißt heute Bedrohungsschutz (englisch Threat Protection) und funktioniert hervorragend. Du musst die Funktion selbst aktivieren. Der Bedrohungsschutz blockiert nicht nur Werbung und Tracker, sondern schützt auch vor Malware und Phishing-Websites. Praktisch: Die Pro-Variante arbeitet sogar dann, wenn Du gerade nicht mit dem VPN verbunden bist. Die Unterschiede zwischen Bedrohungsschutz und der Lite-Version habe ich Dir separat erklärt.
Eine weitere Stärke ist die Infrastruktur: NordVPN betreibt seine Server inzwischen komplett diskless, also ohne Festplatten. Das Betriebssystem läuft nur im RAM und wird bei jedem Neustart frisch aus einem schreibgeschützten Image geladen. Würde ein Server beschlagnahmt und vom Strom getrennt, wären darauf schlicht keine Daten zu finden.
Der VPN-Provider bietet außerdem Spezialserver an, die Tor über VPN ermöglichen. Das ist im Prinzip das Gleiche, als würdest Du Dich mit einem VPN verbinden und dann den Tor-Browser benutzen.
Umgeht VPN-Sperren mit Leichtigkeit
NordVPN hat einen Tarnmodus, mit dem Du den Service auch in Ländern wie China, Russland, dem Iran, der Türkei und so weiter benutzen kannst. Internet-Zensur wie in Indonesien oder Ägypten umgehst Du damit auch. Der Provider protokolliert die Online-Aktivitäten der Anwenderinnen und Anwender nicht. Dafür sorgt die Keine-Logs-Richtlinie.
Torrent-Downloads und P2P sind grundsätzlich erlaubt. Dafür gibt es relativ viele spezielle Server, die für solche Aktivitäten konfiguriert sind.
Der Provider bietet nicht nur Apps für macOS, iOS, Windows und Android, sondern auch einen der besten Linux-Clients. Dieser funktioniert sogar auf einem Raspberry Pi. Das findest Du nicht so oft.
Die Geld-Zurück-Garantie funktioniert bei NordVPN wirklich problemlos. Gefällt Dir der Service nicht, kontaktierst Du den Support via 24/7 Live-Chat und bittest um eine Rückerstattung. Binnen weniger Tage hast Du Dein Geld wieder.
Surfshark – nativ und mit unbegrenzten Geräten
Die wohl flexibelste Alternative ist Surfshark. Die native App war von Anfang an mit dabei, doch heute punktet Surfshark vor allem mit der Kombination aus unbegrenzt vielen gleichzeitigen Geräten, gutem Tempo und dem CleanWeb-Schutz. Gerade in Haushalten mit vielen Geräten ist das ein echtes Argument. Hier einige Highlights von Surfshark:
- Keine Limits bei gleichzeitigen Verbindungen
- Apps für macOS, iOS, Windows, Android und Linux – Router-Einsatz gestattet
- Adblocker: Ja (CleanWeb)
- Zero-Logs: Ja
- Funktioniert in restriktiven Ländern: Ja
- Geoblocking entsperren: Ja, unter anderem Netflix, Zattoo Schweiz, Das Erste Mediathek, ZDF, BBC iPlayer und noch mehr
- P2P / Torrents gestattet: Ja
- Besonderheiten: Alle Server laufen im RAM
- Geld-Zurück-Garantie: 30 Tage
Surfshark läuft heute auf allen Apple-Silicon-Macs nativ – vom ersten M1 bis zum aktuellen M5. Die Mac-App nutzt WireGuard und OpenVPN, die Verbindungen laufen entsprechend flott und stabil.
Surfshark bietet zudem einen Adblocker an, der sich CleanWeb nennt. Damit werden nicht nur nervige Werbung und Tracker blockiert, sondern die Funktion schützt Deinen Mac auch vor Phishing und anderer Malware. Du musst die Funktion aber selbst aktivieren. Sie ist per Standard ausgeschaltet, weil nicht alle Websites oder Services damit funktionieren. Das sind in erster Linie aber solche, die Dich tracken wollen.
Eine weitere Besonderheit ist, dass alle Server von Surfshark im RAM laufen und damit keine Daten auf einem Datenträger landen. Dank der Zero-Logs-Richtlinie speichert Surfshark sowieso keine Daten von Dir, aber sollten Behörden einen Server konfiszieren, sind darauf überhaupt keine Daten zu finden.
30 Tage kostenlos testen
Du kannst Surfshark 30 Tage kostenlos testen, weil es eine Geld-Zurück-Garantie gibt. Gefällt Dir der Service nicht, dann bittest Du nach 30 Tagen einfach um eine Rückerstattung.
Bist Du digitaler Nomade und reist mit Deinem MacBook Air in Länder mit starker Zensur oder VPN-Sperren, dann steht Dir Surfshark ebenfalls zur Seite. Das VPN bietet einen Tarnmechanismus, mit dem Du VPN-Sperren umgehen kannst. Das heißt, dass Dein VPN auch in Ländern wie Russland, China, der Türkei oder Ägypten funktioniert. Wichtig ist das, wenn Du ohne Einschränkungen auf das Internet zugreifen möchtest. Außerdem schützt Du Dich vor den Augen einer neugierigen Regierung.
Bist Du im Ausland, willst Du vielleicht auch alle Sendungen der ARD und des ZDF entsperren. Das funktioniert ebenfalls. Surfshark entsperrt außerdem populäre Streaming-Services wie zum Beispiel Netflix und BBC iPlayer.
ExpressVPN – schnell, aber nicht günstig
ExpressVPN ist ein herausragender Service. Verglichen mit der Konkurrenz ist das VPN nicht günstig, auf längere Laufzeit gerechnet aber durchaus erschwinglich. Es ist ein Service für die anspruchsvollen Anwenderinnen und Anwender.
- 10 bis 14 gleichzeitige Verbindungen (je nach Tarif: Basic 10, Advanced 12, Pro 14)
- Apps für macOS, iOS, Windows, Android und Linux – darf man auf einem Router einsetzen
- Adblocker: Nein
- Zero-Logs: Ja
- Funktioniert in restriktiven Ländern: Ja
- Geoblocking entsperren: DAZN, Netflix, BBC iPlayer, Zattoo Schweiz, ZDF, ARD und viele weitere
- P2P / Torrents gestattet: Ja
- Besonderheiten: Server laufen alle im RAM (TrustedServer-Technologie), Lightway-Protokoll
- Geld-Zurück-Garantie: 30 Tage
Einer der größten Nachteile von ExpressVPN ist, dass es keinen Adblocker gibt. Viele andere Top-VPNs haben so eine Funktion und ich benutze das gerne. ExpressVPN ist ein herausragender Service, aber an dieser Stelle wäre eine Nachbesserung wünschenswert. Ganz so dramatisch ist es aber nicht, weil Browser wie Firefox, Brave und Vivaldi selbst angefangen haben, Tracker und Werbung zu blockieren. Außerdem kannst Du immer eine Erweiterung wie uBlock Origin installieren.
Der Service gestattet im gesamten Netzwerk Torrent-Downloads und P2P-Datenverkehr. Auch ExpressVPN setzt auf eine Zero-Logs-Richtlinie und garantiert, die Online-Aktivitäten der Nutzerinnen und Nutzer nicht zu verfolgen. Die TrustedServer-Technologie besagt lediglich, dass alle Server im RAM laufen. Bei jedem Neustart sind alle Daten auf dem entsprechenden Server gelöscht.
Lightway-Protokoll ist schnell
Das eigens entwickelte Lightway-Protokoll ist ziemlich schnell, das muss man zugeben. Allerdings ist der VPN-Service ohnehin flott. Auf jeden Fall reicht es, um in HD streamen zu können. Dafür sind nur 5 MBit/s notwendig und das bieten alle Top-VPNs auf dem Markt an.
ExpressVPN hat auch Split-Tunneling – das ist auf dem Mac inzwischen verfügbar (ab macOS 11 aufwärts, also auf jedem halbwegs aktuellen System). Bei dieser Technologie kannst Du selbst bestimmen, welche Apps das VPN nutzen und welche nicht. Das ist angenehm, wenn Du zum Beispiel BBC iPlayer (Großbritannien) schauen willst, aber Du gleichzeitig für einen anderen Service eine deutsche IP-Adresse brauchst.
ExpressVPN für MacBooks mit Apple Silicon*
Überzeuge Dich am besten selbst und teste ExpressVPN 30 Tage risikofrei. Während dieser Testphase kannst Du jederzeit den Support kontaktieren und um eine Rückerstattung bitten. Das funktioniert via E-Mail oder auch via 24/7 Live-Chat.
ProtonVPN – Schweizer Datenschutz
Das VPN wird von den gleichen Leuten gemacht, die auch hinter ProtonMail stehen. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in der Schweiz und dort herrschen mitunter die strengsten Datenschutzgesetze überhaupt.
- Gleichzeitige Verbindungen: bis zu 10, kommt auf das Paket an
- Apps für macOS, iOS, Windows, Android und Linux – Router-Einsatz möglich
- Adblocker: Ja, beim Plus-Paket
- Zero-Logs: Ja
- Funktioniert in restriktiven Ländern: Ja
- Geoblocking entsperren: Ja, aber nur beim Plus-Paket
- P2P / Torrents gestattet: Ja
- Besonderheiten: Secure-Core-Server tief unter der Erde, kostenlose Version
- Geld-Zurück-Garantie: 30 Tage
Bei ProtonVPN bekommst Du Funktionen je nach Paket. Eine Besonderheit des Anbieters ist, dass es eine komplett kostenlose Version gibt. Es ist eines der wenigen kostenlosen VPNs, das vertrauenswürdig ist. Das Datenvolumen ist unbegrenzt und die Geschwindigkeit wird – anders als bei vielen Gratis-VPNs – nicht künstlich gedrosselt. Kostenlosen Zugriff bekommst Du inzwischen auf Server in rund zehn Ländern, darunter die Schweiz, die Niederlande, Japan, die USA, Kanada und Polen. In der Gratis-Version kannst Du den Standort allerdings nicht frei wählen und nur ein Gerät gleichzeitig verbinden.
Der Anbieter unterstützt alle populären Betriebssysteme. Wie bei vielen anderen hast Du auch hier die Möglichkeit, die Verbindungen manuell über die entsprechenden Konfigurationsdateien einzurichten. Ein Client ist natürlich wesentlich bequemer.
Mit dem Plus-Paket kannst Du gesperrte Inhalte entsperren und es ist P2P-Datenverkehr erlaubt, also auch Torrents. Den Adblocker NetShield und Zugriff auf die Secure-Core-Server sowie Tor über VPN bekommst Du aber erst ab dem Plus-Paket. Ab diesem Paket hast Du auch die Möglichkeit, diverse Streaming-Anbieter zu entsperren.
Erst testen, dann kaufen
Wie gut ProtonVPN auf Deinem Gerät funktioniert, kannst Du mit der kostenlosen Version testen. Außerdem gibt es eine 30-tägige Geld-Zurück-Garantie, wenn Du ausprobieren möchtest, wie gut der Anbieter Streaming-Services entsperren kann oder wie gut der Adblocker ist. Bei diesem VPN-Provider ist es aber so, dass Du Dein Geld anteilig zurückbekommst, und zwar für die Tage, die noch nicht verbraucht sind.
Legst Du hohen Wert auf Anonymität, dann interessierst Du Dich sicherlich für die Secure-Core-Server des Anbieters. Sie befinden sich unter anderem in einem ehemaligen Bunker der Schweizer Armee, tief unter der Erde. Benutzt Du die Technologie, werden Deine Daten durch mehrere Server geleitet, was wiederum den Datenschutz erhöht.
Warum brauche ich ein VPN auf einem MacBook oder iMac?
Macs gelten als ziemlich sicher, egal, ob Du einen M1, einen aktuellen M5 oder ein älteres Gerät hast. Dennoch willst Du Deinen Traffic in öffentlichen Hotspots, WLANs oder fremden Netzwerken schützen. Außerdem kannst Du mit einem VPN Geoblocking oder Zensur umgehen.
Schützt ein VPN meinen Mac mit Apple Silicon?
Ja. Die besten VPNs für Apple Silicon bieten auch Adblocker an, wie zum Beispiel Surfsharks CleanWeb. Das blockiert aber nicht nur nervige Werbung, sondern auch Tracker, und es blockiert Malware und Phishing-Websites.
Ist eine native App besser als Rosetta?
Auf jeden Fall. Rosetta übersetzt eine nicht native App für Apple Silicon und das braucht Ressourcen und Rechenleistung. Native Apps wirken sich mitunter positiv auf die Akkuleistung aus. Außerdem sind solche Programme schneller. Die gute Nachricht: Alle vier hier vorgestellten VPNs liefern heute native Apps für Apple Silicon – von den ersten M1-Macs bis zu den aktuellen M5-Modellen. Rosetta brauchst Du dafür also gar nicht erst.
Letzte Aktualisierung am 01.06.2026 von Patrick.






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