Parted Magic: Preis, Funktionen und kostenlose Alternativen
Parted Magic ist heute kostenpflichtig. Der aktuelle Download kostet im Einzelkauf 19 US-Dollar (Stand: 08.09.2026). Wenn Du nur kostenlos partitionieren möchtest, ist GParted Live eine passende Alternative. Parted Magic lohnt einen Blick, wenn Du mehrere Werkzeuge zum Partitionieren, Klonen, Löschen und Retten von Daten auf einem USB-Stick haben möchtest.

Ist Parted Magic noch kostenlos?
Dieser Beitrag stellte ursprünglich die kostenlose Version 5.8 von 2010 vor. Aktuelle Ausgaben bekommst Du im offiziellen Parted-Magic-Store gegen Bezahlung. Kostenlose Downloads auf Software-Portalen sind häufig alte Ausgaben aus dem Jahr 2013. Achte deshalb auf das Versionsdatum: Ein alter Gratis-Download ersetzt keine aktuelle Rettungsumgebung für Deinen heutigen Rechner.
Der Store zeigt folgende Preise in US-Dollar an (Stand: 08.09.2026):
| Angebot | Preis | Updates |
|---|---|---|
| Single Version | 19 US-Dollar einmalig | Gekaufte Ausgabe; erscheint innerhalb von 30 Tagen eine neue Version, ist sie ebenfalls enthalten |
| Quartalsabo | 19 US-Dollar pro Quartal | Updates während der Laufzeit |
| Jahresabo | 59 US-Dollar pro Jahr | Updates während der Laufzeit |
| Forever | 349 US-Dollar einmalig | Alle künftigen Updates |
Einzelkauf und Quartalsabo kosten gleich viel, sind aber verschiedene Angebote. Abos verlängern sich automatisch, bis Du kündigst. Bereits heruntergeladene Versionen funktionieren danach weiter. Sichere Deine ISO-Datei daher separat.
Was kann Parted Magic?
Parted Magic ist mehr als ein mobiler Partitionierer: Es ist ein Linux-Live-System für Arbeiten an Datenträgern. Du startest es vom USB-Stick, ohne es auf der internen Festplatte zu installieren. Das hilft auch, wenn das installierte Betriebssystem nicht mehr startet.
- Partitionieren: GParted und der eigene Editor VisParted helfen Dir, Partitionen anzulegen, zu verschieben und ihre Größe zu ändern. Welche Aktionen möglich sind, hängt vom Dateisystem ab.
- Sichern und Klonen: Clonezilla erstellt Abbilder oder kopiert Datenträger. Parted Magic ergänzt dafür eine grafische Oberfläche.
- Datenträger löschen: Das Erase-Werkzeug bündelt unter anderem ATA Secure Erase und Verfahren für NVMe-Laufwerke. Das passende Verfahren hängt vom Laufwerk ab.
- Daten retten: TestDisk sucht verlorene Partitionen, PhotoRec stellt Dateien wieder her. ddrescue hilft beim Kopieren beschädigter Datenträger.
- Diagnose: GSmartControl zeigt Laufwerkszustände; Programme wie fio dienen Leistungstests. Auch chntpw zum Zurücksetzen lokaler Windows-Passwörter ist enthalten. Die Hersteller-Anleitung dazu beschreibt allerdings ältere Windows-Versionen.
Sichere wichtige Daten vor Änderungen an Partitionen. Prüfe vor jedem Lösch- oder Klonvorgang das gewählte Ziellaufwerk: Solche Aktionen überschreiben Daten auch dann, wenn das Rettungssystem selbst nur vom Stick läuft.
Systemvoraussetzungen und Start im RAM
Der Hersteller nennt einen 64-Bit-x86-Prozessor und mindestens 2 GB RAM. Das ist jedoch keine Zusage für den vollständigen Start im Arbeitsspeicher. Die Release-Notizen nennen 8 GB für den normalen RAM-Modus. Seit Ausgabe 2026_06_04 wechselt das System bei zu wenig RAM automatisch in den Live-Modus. Plane für den vollständigen RAM-Betrieb deshalb 8 GB ein.
Parted Magic unterstützt laut Hersteller BIOS und UEFI samt Secure Boot sowie Intel-Macs. Für den Stick nennt die Installationsanleitung mindestens 4 GB. Prüfe vor dem Kauf besonders bei älteren Rechnern, ob Prozessor und Arbeitsspeicher dazu passen.
Parted Magic herunterladen und USB-Stick erstellen
Die aktuelle Installationsanleitung beschreibt Rufus, balenaEtcher und Ventoy. So gehst Du vor:
- Lade die ISO nach dem Kauf herunter und vergleiche ihre Prüfsumme mit der Angabe beim Download.
- Sichere den Inhalt des USB-Sticks. Beim Beschreiben mit Rufus oder Etcher und bei der ersten Ventoy-Installation wird er gelöscht.
- Wähle einen der drei Wege zum Erstellen des Sticks:
- Unter Windows mit Rufus: Wähle Stick und ISO, prüfe das Zielsystem (BIOS oder UEFI) und klicke auf „Start“. Falls gefragt, wähle den ISO-Abbild-Modus.
- Mit balenaEtcher: Wähle „Flash from file“, dann unter „Select target“ den Stick und starte „Flash!“. Warte auch die Prüfung ab.
- Mit Ventoy: Installiere Ventoy einmal auf dem Stick. Kopiere anschließend die Parted-Magic-ISO auf dessen Datenpartition. Beim Start wählst Du sie im Ventoy-Menü aus.
- Starte den Zielrechner über sein Boot-Menü vom USB-Stick. Die Taste hängt vom Gerät ab, häufig ist es F12 oder Esc. Öffne danach das benötigte Werkzeug auf dem Desktop.
Kostenlose Alternativen zu Parted Magic
Für eine einzelne Aufgabe brauchst Du nicht zwingend das kostenpflichtige Paket. Diese Projekte decken unterschiedliche Arbeiten ab:
- Partitionen ändern: GParted Live bringt den grafischen Partitionseditor als startfähiges System mit. Es passt, wenn Du Platz für ein zweites Betriebssystem schaffen oder Partitionen bearbeiten möchtest. Mehr dazu in unserer Vorstellung von GParted Live.
- Ein System reparieren oder Daten retten: SystemRescue enthält unter anderem GParted, ddrescue und TestDisk. Es ist eine breite Werkzeugkiste, bei der je nach Aufgabe Terminalkenntnisse helfen. Unsere Vorstellung von SystemRescue gibt Dir einen Überblick.
- Ein Backup mit grafischer Bedienung: Rescuezilla sichert und restauriert Datenträger und ist mit Clonezilla-Abbildern kompatibel. Wenn Dir eine Oberfläche zum Anklicken wichtig ist, schau Dir unsere Vorstellung von Rescuezilla an.
- Abbilder erstellen und Rechner klonen: Clonezilla Live ist auf Sicherung und Wiederherstellung spezialisiert. Für die Wahl zwischen vollständiger Kopie und Sicherung belegter Blöcke hilft auch unsere Anleitung zum Sichern einer SD-Karte mit dd oder Partclone.
- Dateien kopieren und einfache Reparaturen erledigen: Ein Ubuntu-Live-Stick reicht häufig schon. Wähle beim Start „Ubuntu ausprobieren“. Spezielle Rettungsprogramme musst Du je nach Aufgabe zusätzlich bereitstellen.
Parted Magic ist vor allem dann interessant, wenn Du regelmäßig zwischen diesen Aufgaben wechselst oder die gebündelte Secure-Erase-Oberfläche nutzen möchtest. Dazu gibt es einen direkten Supportkontakt über die Kaufbestätigung. Zum gelegentlichen Partitionieren reicht dagegen oft GParted Live, für ein grafisches Systembackup Rescuezilla.
Aktualisiert am 09.09.2026 von Henry. Fakten geprüft.

Alle Kommentare als Feed abonnieren




















