Raspberry Pi 3 lässt sich ab sofort via USB und Ethernet booten

6 August 2016 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ich habe ja eigentlich eine Auszeit, aber das ist einfach zu interessant für Besitzer eines Raspberry Pi. Gordon Hollingworth experimentiert derzeit mit neuen Boot-Möglichkeiten. Es gibt Beta-Versionen von Bootloadern, worüber sich ein Raspberry Pi 3 via USB-Massenspeicher oder Ethernet booten lässt.

Raspberry Pi 3 lässt sich ab sofort auch via USB und Ethernet starten (Quelle: raspberrypi.org)

Raspberry Pi 3 lässt sich ab sofort auch via USB und Ethernet starten (Quelle: raspberrypi.org)

Raspberry Pi 3 via USB starten

Bei der Veröffentlichung des Rasberry Pi 3 wurde bereits angekündigt, dass es mehrere neue Boot-Optionen geben soll. Einer davon ist der USB Mass Storage Boot Mode. Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich diese Optionen noch in einer Beta-Phase befinden. Wer sich damit nicht ganz sicher fühlt, der sollte auf die finale Version warten.

Zu den USB-Massenspeichern zählen eigentlich alle Storage-Geräte, die sich an die USB-Schnittstelle anstecken lassen. Das können ganz normale USB-Sticks sein, aber auch USB-Festplatten.

Nun starten allerdings einige Flash-Geräte zu langsam. Das gleiche gilt auch für Festplatten und das System läuft in einen Timeout, der momentan auf zwei Sekunden gesetzt ist. Es ist möglich, den Timeout auf fünf Sekunden zu erhöhen, aber für manche Geräte reicht das ebenfalls nicht. Nachfolgende Geräte sind getestet worden und die funktionieren perfekt:

  • Sandisk Cruzer Fit 16GB
  • Sandisk Cruzer Blade 16Gb
  • Samsung 32GB USB 3.0 drive
  • MeCo 16GB USB 3.0

Weitere Informationen, etwas technischer, gibt es in der offiziellen Ankündigung. Wer mit dem USB-Bootmodus spielt und ein Gerät als gut befindet, darf den Entwicklern das gerne in den Kommentaren wissen lassen. In der Dokumentationen steht detailliert beschrieben, wie Du Dein Raspberry Pi 3 via USB-Massenspeicher starten kannst.

Raspberry Pi 3 via Ethernet booten

Ebenfalls in einer Beta-Version ist die Boot-Option via Ethernet. Damit lässt sich das Raspberry Pi 3 über das Netzwerk starten. Ein großer Vorteil dieser Methode ist, dass Du damit einen kompletten Headless-Pi (ohne Monitor) betreiben kannst, bei dem Du nicht einmal für die Aktualisierung des Betriebssystems hinlaufen musst. Eine Stromversorgung, die sich von extern kontrollieren lässt, wäre natürlich gut. Ansonsten wird das mit einem Neustart ein bisschen verzwickt.

Die Entwickler weisen auf einige Bugs hin, denen sie sich noch widmen möchten. Die Bugs hängen in erster Linie mit DHCP zusammen, beziehungsweise mit dem eingesetzten Switch. Du musst also einen Switch haben oder finden, der mit dem Boot-System des Raspberry Pi reibungslos funktioniert. Die Entwickler geben an, dass die Sache mit einem Netgear GS108 problemlos geklappt hat.

Wie auch beim Booten via USB funktioniert das Starten via Netzwerk nicht mit Pi 1, Pi B+, Pi 2 und Pi Zero, sondern nur mit dem Raspberry Pi 3.

Es gibt allerdings einen speziellen Modus, bei dem sich ein bootcode.bin auf die SD-Karte kopieren lässt, worüber ein Start via Netzwerk versucht wird. Dazu brauchst Du zwar eine SD-Karte, aber die wird nicht sehr belastet – es ist halt ein Workaround, der übrigens auch die oben beschriebenen Bugs bei Pi 3 umgehen kann. Diese Methode funktioniert wohl nur beim Raspberry Pi 1 nicht, beim B+ und Pi 2 schon.

Auch hierfür gibt es eine offizielle Ankündigung mit weiteren technischen Details und eine detaillierte Beschreibung in der Dokumentation.

Nette Pi-Konstellation

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Ein Kommentar zu “Raspberry Pi 3 lässt sich ab sofort via USB und Ethernet booten”

  1. Anonym sagt:

    Wenn das mit dem Netgear GS108 klappt, dann klappt das auch mit den anderen Varianten, also GS105, GS105E, GS108E und die entsprechenden 16 und 24 Port Switche und denen mit Power oved Ethernet

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