Flatpak Paket für LibreOffice 5.2 Beta verfügbar

2 Juni 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Flatpak ist eine Sandboxing-Lösung, die früher unter dem Namen XDG-App bekannt war. Damit lassen sich Distributions-spezifische Grenzen umgehen. Wer die Software auf seinem Rechner installiert hat, kann praktisch jedes Flatpak-Paket installieren oder besser gesagt, in einer Laufzeitumgebung (Runtime) ausführen. Das Programm läuft in seiner eigenen Sandbox. Wie das Ganze im Detail funktioniert, findest Du in der FAQ-Sektion des Projekts.

Damit die Geschichte funktioniert, muss zunächst Flatpak auf Deinem Rechner installiert sein. Das ist nicht dramatisch, denn für die bekanntesten Distributionen ist das relativ schmerzlos und hier beschrieben. Genau genommen findest Du dort, wie Du die Technologie unter Arch Linux, Debian, Fedora, Mageia und Ubuntu zum Laufen bekommst. openSUSE fehlt irgendwie, oder? Für Ubuntu 16.04 Xenial Xerus gibt es zum Beispiel ein PPA. Eine Installation würde mithilfe des bekannten Dreisprungs funktionieren:

  • sudo add-apt-repository ppa:alexlarsson/flatpak
  • sudo apt update
  • sudo apt install flatpak

Bei Arch Linux und Fedora befinden sich Pakete in den Repositories. Bei Fedora ist das bei Versionen 23 und höher der Fall. Mageia stellt ein Paket via Cauldron zur Verfügung und Debian-Anwender (Jessie) müssen ein Repository einfügen. Wie gesagt sind die Schritte hinter dem obigen Link beschrieben.

So funktioniert Flatpak

So funktioniert Flatpak

So, an dieser Stelle hätten wir nun das Thema Sandboxing erledigt. Kommen wir nun zur eigentlichen Meldung. 🙂

LibreOffice 5.2 Beta als Flatpak

Die Entwickler von LibreOffice haben ebenfalls ein Bundle zur Verfügung gestellt und zwar für LibreOffice 5.2 Beta. Du kannst das Paket hier herunterladen: download.documentfoundation.org/libreoffice/flatpak/5.2.0/LibreOffice.flatpak

Sofern Du die Sandboxing-Technologie installiert hast, brauchst Du nun noch das Repository, das die GNOME Runtime enthält, die LibreOffice.flatpak wiederum benötigt:

  • wget https://sdk.gnome.org/keys/gnome-sdk.gpg
  • flatpak remote-add --user --gpg-import=gnome-sdk.gpg gnome https://sdk.gnome.org/repo/
  • flatpak install --user gnome org.gnome.Platform 3.20

Solltest Du ein anderes Gebietsschema (locale) als en-US verwenden und LibreOffice soll automatisch mit der passenden UI-Lokalisierung starten, dann ist dieser Zwischenschritt notwendig:

  • flatpak install --user gnome org.gnome.Platform.Locale 3.20

Im Anschluss nimmst Du dann die heruntergeladene Datei LibreOffice.flatpak und führst das aus:

  • flatpak install --user --bundle LibreOffice.flatpak

Sollte LibreOffice bereits auf dem System installiert sein, ist das kein Problem. Du startest das LibreOffice im Sandkasten wie folgt aus der Kommandozeile:

  • flatpak run org.libreoffice.LibreOffice

Die Installation sollte auch ein entsprechendes Symbol eingerichtet haben, worüber sich LibreOffice per Maus starten lässt.

LibreOffice.flatpak verweist auf ein Repository, das auf download.documentfoundation.org liegt. Später wird das Paket mit den Fresh-Versionen von LibreOffice aktualisiert. Ein Update sieht wie folgt aus:

  • flatpak update --user org.libreoffice.LibreOffice

Die Entwickler geben noch einige wichtige Hinweise zu dem Thema. Dazu gehört auch, dass Flatpack-basierte Anwendungen derzeit noch nicht mit anderen Anwendungen kommunizieren können, die ebenfalls auf der Maschine installiert sind. Klickst Du auf einen Link in einem LibreOffice-Dokument, dann öffnet sich möglicherweise der Browser eben nicht.

Außerdem enthält das Paket keine JRE (Java Runtime Environment). Sollten Funktionen in LibreOffice das benötigen – geht nicht.

Für Tester sind solche Ansätze ebenfalls angenehm. Das Paket ist schnell und unkompliziert im System benutzbar.

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