Linux Mint 18 wird anscheinend nicht mehr mit vorinstallierten Codecs ausgeliefert

19 Mai 2016 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Ausgabe von Linux Mint 18, das auf Ubuntu 16.04 LTS Xenial Xerus basiert, dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Linux Mint 18 wird Cinnamon 3.0 mit sich bringen. Laut dieser Quelle wird es aber wohl keine Live-Abbilder mehr geben, bei denen Codecs vorinstalliert sind.

Codecs unter Linux Mint 18 nachinstallieren

Das ist nicht weiter tragisch. Während der Installation kannst Du einfach einen Haken setzen, der die Codecs installiert und Unterstützung für Multimedia liefert. Selbst wenn Du vergisst, den entsprechenden haken zu setzen oder die Option ganz einfach übersiehst, dann lassen sich die Codecs einfach nachinstallieren. So wie ich Linux Mint kenne, wird man dafür eine einfache Ein-Klick-Lösung oder etwas ähnliches finden. Natürlich ist dann eine Internet-Verbindung Voraussetzung.

Viele andere Distributionen liefern Ihre Live-Abbilder ebenfalls ohne vorinstallierte Codecs aus. Somit schließt sich Linux Mint an. In der Tat gab es wegen der Codecs immer wieder Kritik an Linux Mint.

Außerdem sollen die Entwickler mit den Live-Abbildern auf diese Weise weniger Arbeit haben und können somit die Versionen schneller ausliefern.

Was ich nicht ganz kapiere, ist die Aussage, dass OEM-Abbilder künftig ebenfalls ohne Codecs ausgeliefert werden sollen. Hmmm …

Der Witz an OEM-Versionen war ja, dass die Entwickler eine Version anbieten, die überhaupt keine proprietäre Software enthält, damit Computer-Hersteller diese Version anbieten können. Auf der momentanen Download-Seite von Linux Mint lässt auch nichts darauf schließen, dass die OEM-Versionen vorinstallierte Codecs enthalten.

Bisherige Download-Auswahl ohne Linux Mint 18

Bisherige Download-Auswahl ohne Linux Mint 18

Es gibt Cinnamon- und MATE-Versionen mit und ohne vorinstallierte Codecs. Des Weiteren stehen Cinnamon- und MATE-Versionen als OEM-Varianten zur Verfügung. Dort steht bei Multimedia Support ganz eindeutig No und es wird auch darauf hingewiesen, dass sich diese Installations-Abbilder an Hersteller richten.

Persönlich muss ich sagen, dass die vorinstallierten Codecs ganz angenehm waren, da ich mich während der Installation um nichts weiter kümmern musste. Es ist aber auch kein Problem, einen Haken für die Multimedia-Unterstützung zu setzen, wie das bei Ubuntu auch der Fall ist. Solange es groß und breit dort steht, sollte das wirklich keinen Unterschied machen. Ist ja nicht wie bei zum Beispiel Fedora, wo man für die Installation proprietärer Codecs ein Repository von Dritten benötigt.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Ein Kommentar zu “Linux Mint 18 wird anscheinend nicht mehr mit vorinstallierten Codecs ausgeliefert”

  1. […] (Linux Mint 18 wird ohne Codecs ausgeliefert) Posted on May 19, 2016Author adminCategories Chipa 1Tags chipa, LinuxMint […]

Antworten