Kubuntu: Steht die Zukunft in den Sternen?

27 Juni 2015 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Einige werden das Hickhack um Jonathan Riddell und seinen Rücktritt vom Kubuntu Council mitbekommen haben. Das hatte gleich noch den Effekt, dass Scott Kitterman seinen Rücktritt vom Ubuntu Developer Membership Board erklärte. Danach hat das Kubuntu Council eine Ankündigung getätigt, die unter anderem beinhaltet:

Das Ubuntu Community Council und Kubuntu Council habe sich mit Mark Shuttleworth und Jonathan Riddell getroffen, um eine Lösung zu finden … Man sei zufrieden, dass es Fortschritte zu diesem Thema gibt und künftig könne man Probleme einfacher lösen. Weiterhin freue man sich auf ein tolles 15.10 Wily Werewolf.

Zukunft von Kubuntu 15.10 unsicher

Nun war in den Veröffentlichungs-Hinweisen zu Kubuntu 15.10 Alpa 1 zu lesen:

Das Kubuntu-Team wird Version 15.10 definitiv im Oktober zur Verfügung stellen. Updates, Bugfixes und zukünftige Ausgaben seien derzeit aber unsicher für die KDE-Version von Ubuntu.

Ob das nur eine Trotzreaktion war oder ob da wirklich etwas dahintersteckt, ist momentan schwer zu sagen. Fakt ist, dass die Aussage über die unsichere Zukunft verschwunden ist. Aber das Web verliert nichts und so hat jemand den Verlauf gesichert.

Die Zukunft von Kubuntu ist unsicher - oder nicht?

Die Zukunft von Kubuntu ist unsicher – oder nicht?

Geändert ...

Geändert …

Geändert ...

Geändert …

Geändert ...

Geändert …

Pikant ist, dass der Kommentar von Jonathan Riddell getätigt und später revidiert wurde. Fakt ist, dass es hohe Wogen zu glätten gibt und das Lager ist gespalten. Stöbert man im Kubuntu-Forum zu diesem Thema, sind viele gegen Canonicals Verhalten. In einem Kommentar ist zu lesen, dass ein Anwender nicht auf Debian wechseln kann, da es dort keinen binären NVIDIA-Blob gibt. Die Aussage verstehe ich nicht ganz, da sich unter Debian NVIDIA-Treiber sehr wohl installieren lassen. Wäre das nicht der Fall, würde es wohl auch kein SteamOS geben.

Auf jeden Fall werde ich das weiterhin beobachten. Ich verwende auf meinem schnelleren Rechner Kubuntu 14.04 LTS (Bildbearbeitung / digiKam und Spiele / Steam) und kann das auch noch eine ganze Weile benutzen. Stirbt wohl eher der Rechner bevor dem Kubuntu der Support ausgeht. Dennoch ist es vielleicht an der Zeit, sich auch mal wieder andere KDE-basierte Distributionen genauer anzusehen oder zu evaluieren, ob es viele Probleme gibt, digiKam auf Nicht-KDE-Distributionen laufen zu lassen.

Kubuntu 15.10 Wily Werewolf: Desktop

Kubuntu 15.10 Wily Werewolf: Desktop

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4 Kommentare zu “Kubuntu: Steht die Zukunft in den Sternen?”

  1. benedikt sagt:

    Prinzipiell sollte es doch eigentlich keine großen Probleme geben, KDE-Programme auf Nicht-KDE-Desktops auszuführen, da die Frameworks ja nicht direkt vom Plasma Desktop abhängen. Aber eine genauere Evaluation kann da sicherlich nicht schaden.

    Meiner Erfahrung nach ist es eher suboptimal, GTK3-Programme in einer KDE-Umgebung auszuführen, da das Fenster dann durch die Client Side Decorations (CSD), die mittlerweile bei GTK3 wohl so üblich sind, etwas komisch dargestellt wird.

    Gruß Benedikt

    • jdo sagt:

      Prinzipiell hast Du sicher Recht. Ich will das aber trotzdem genau wissen, da meine komplette Foto-Sammlung via digiKam verwaltet wird. Das würde ich gerne auch so beibehalten.

      Kubuntu hat halt bisher den wunderschönen Vorteil, dass man via PPA immer das neueste digiKam bekommt Ich werde das Thema beobachten.

  2. Alex sagt:

    Also ich bin ja auf Mint unterwegs und Digikam ist immer ein Krampf. Kenne keinen im linuxmintusers Forum der geschrieben hätte es läuft 100% ohne Abstürze.

    Aber vielleicht kriegst dus ja dann hin und lässt es uns wissen 😉

  3. Sebastian Niemeyer sagt:

    Also ich bin nach wie vor mit openSUSE und KDE Desktop sehr zufrieden.

    Meiner meinung nach ist openSUSE die Distro die derzeit wohl am meisten "underrated" ist.

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