Linux Mint 17.1 Xfce „Rebecca“ ist veröffentlicht

12 Januar 2015 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ab sofort steht Linux Mint 17.1 Xfce „Rebecca“ zum Download bereit. Wie auch die Varianten Cinnamon, MATE und KDE basiert Linux Mint 17.1 Xfce auf Ubuntu 14.04 LTS und wird daher bis zum Jahre 2019 mit Security-Patches, Updates und Upgrades versorgt. Die meisten werden wissen, dass sich Linux Mint (gilt nicht für LMDE – Linux Mint Debian Edition) nur noch an den LTS-Versionen von Ubuntu orientiert. Bis 2016 werden also alle weiteren Linux-Mint-Versionen auf Ubuntu 14.04 als Basis setzen.

Das kann unter Umständen zu Problemen mit neuer Hardware führen und ist mir bei einem Lenovo Z40 so ergangen, bei dem die WLAN-Karte (Realtek) nicht wollte. Hier half nur ein Upgrade auf einen neueren Kernel, der sich via Update-Manager installieren lässt. Linux Mint 17.1 Xfce verwendet per Standard einen Linux-Kernel 3.13, es lässt sich aber auch 3.16 installieren. Als Xfce-Version ist 4.10 im Einsatz.

Linux Mint 17.1 Xfce: Willkommen und Kernel-Version

Linux Mint 17.1 Xfce: Willkommen und Kernel-Version

Linux Mint 17.1 Xfce: Desktop-Konfiguration

Linux Mint 17.1 Xfce: Desktop-Konfiguration

Linux Mint 17.1 Xfce

Wer Linux Mint 17 Xfce im Einsatz hat, kann auf Linux Mint 17.1 Xfce via Update-Manager aktualisieren. Ich habe das hier schon genauer für die Cinnamon-Version beschrieben. Die Prozedur ist im Prinzip gleich.

Linux Mint 17.1 Xfce: Upgrade via Update-Manager möglich

Linux Mint 17.1 Xfce: Upgrade via Update-Manager möglich

Linux Mint 17.1 Xfce bringt sofortige Unterstützung für Compiz mit sich. Viele kennen den berühmten Compiz-Würfel und andere Effekte.

Linux Mint 17.1: Desktop Cube mit Compiz

Linux Mint 17.1: Desktop Cube mit Compiz

Linux Mint 17.1: Expo

Linux Mint 17.1: Expo

Compiz verwendet nachfolgende Tastatur-Kombinationen und Konfiguration per Standard:

  • Strg+Alt+Pfeil nach Rechts: Zum Workspace auf der rechten Seite
  • Strg+Alt+Pfeil nach Links: Zum Workspace auf der linken Seite
  • Strg+Alt+Pfeil nach Oben: das Expo aufrufen und alle Workspaces anzeigen lassen
  • Strg+Alt: Den Desktop mit der Maus bewegen – den Würfel rotieren
  • Zieht man ein Fenster nahe an einen Rand, kachelt es sich
  • Zieht man ein Fenster nahe an einen Rand für eine Weile, kann man es an einen angrenzenden Workspace verschieben

Verbesserungen bei Xfce, dem Update-Manager, der Sprachwahl und so weiter

Xfburn enthält nun Unterstützung für Blu-Ray. Weiterhin gibt es Schnellstart-Symbole für Firefox und das Terminal im Xfce-Panel.

Wie bei den anderen Varianten sind die Updates bei Linux Mint 17.1 Xfce nun übersichtlicher gestaltet, da abhängige Pakete logisch gruppiert sind.

Die Schnittstelle für die Sprachwahl wurde neu gestaltet und zeigt mehr Informationen, die allerdings übersichtlicher sind.

Auch Linux Mint verwendet die Noto-Fonts als Standard-Schriftart. Ich habe diese bereits bei der KDE-Version erwähnt und sie sogar bei Kubuntu 14.04 importiert und verwende sie dort. Mir persönlich gefällt Noto wesentlich besser als der Ubuntu-Font.

Beim Anmelde-Bildschirm von Linux Mint 17.1 Xfce gibt es nun eine Slideshow. Es sind außerdem alle Hintergrundbilder früherer LTS-Versionen enthalten (Maya, Nadia, Olivia, Petra, Qiana). Wem das nicht reicht, kann sich auch in meiner Wallpaper-Sammlung umsehen.

Diesen Walhai gibt es in meiner Wallpaper-Sammlung

Diesen Walhai gibt es in meiner Wallpaper-Sammlung

Bekannte Probleme in Linux Mint 17.1 Xfce

Wer bei der 64-Bit-Version Probleme mit Skype hat, soll das Paket ia32-libs installieren. Kann VLC keine DVD finden, muss man /dev/sr0 als Abspiel-Gerät spezifizieren.

Bluetooth ist nicht per Standard präsent. Um Unterstützung dafür zu aktivieren, möchten die Anwender das Paket blueman installieren.

Compiz zickt in VirtualBox und rendert die Fenster-Dekorationen nicht. Man kann Compiz aber im Software Rendering Mode betreiben. Dafür öffnet man ein Terminal-Fenster und führt diesen Befehl aus: LIBGL_ALWAYS_SOFTWARE=1 compiz --replace

Linux Mint 17.1 Xfce unterstützt EFI, aber kein Secure Boot. Wer eine neuere Maschine hat, wird UEFI Secure Boot deaktivieren müssen.

Verschlüsselt man während der Installation das Home-Verzeichnist, wird die Swap-Datei falsch konfiguriert. Weitere Informationen zu diesem Bug gibt es hier und hier.

System-Anforderungen

Linux Mint 17.1 Xfce gibt es für die Architekturen x86 und x86_64. Das Betriebssystem läuft ab 512 MByte Arbeitsspeicher, die Entwickler empfehlen allerdings ein GByte. Weiterhin sind zehn GByte Festplattenplatz notwendig.

Download Linux Mint 17.1 Xfce

Die ISO-Abbilder gibt es im Download-Bereich der Projektseite. Am besten ist wohl, wenn man die Torrent-Dateien verwendet:

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3 Kommentare zu “Linux Mint 17.1 Xfce „Rebecca“ ist veröffentlicht”

  1. Marcus sagt:

    Die Upgrade-Funktion aus dem Update-Manager hat gestern tadelos bei meinen beiden Rechnern funktioniert. Ich bin begeistert.

  2. Thoys sagt:

    Hallo,

    ich habe gelesen, dass LMDE in Zukunft nicht mehr auf die Testing, sondern auf mit stable von Debian setzen will. Also im Prinzip, weg vom Rolling Release, hin zum (was auch immer Debian für einen Takt hat).

    Weißt du oder die Welt da was drüber?

    Grüße

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