Orange Pi: Noch ein Raspberry Pi Dingens

23 Dezember 2014 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Nun müssten wir gefühlt bald alle Früchte durch haben, oder ist noch Luft nach oben? Raspberry Pi (das Original), Banana Pi und nun ein Orange Pi. Langsam bekommen wir einen richtig reichhaltigen digitalen Obstsalat. In einer ähnlichen Liga spielt übrigens auch ODROID-C1, das allerdings nichts mit Obst am Hut hat. Es ist natürlich auch nicht verwunderlich, dass andere Hersteller auf der Erfolgswelle des Raspberry Pi mitreiten wollen und ebenfalls Mini-Rechner auf den Markt schmeißen.

 Orange Pi im Detail

Orange Pi gibt es gleich in dreifacher Ausführung und alles setzen Allwinner-basierte ARM SBCs ein: Orange Pi Mini, Orange Pi und Orange Pi Plus. Zur Erinnerung: Beim Raspberry Pi gibt es die Modelle A+ und B+.

Der Orange Pi Mini und Orange Pi setzen auf einen Dual-Core ARM Cortex-A7 Allwinner A20 SoC mit einer Mali-400 MP2 Grafikkarte. Das Orange Pi Plus verwendet einen Allwinner A321 Quad-Core Cortex-A7 SoC mit PowerVR SGX544MP2 als GRafikkarte. Alle drei Modelle bringen ein GByte an Arbeitsspeicher (DDR3) mit sich. Weiterhin gibt es Unterstützung für microSD und SATA. Als Netzwerkkarte sind die Schnittstellen Gigabit Ethernet und 802.11g/n WiFi / WLAN vorhanden. USB-2.0-Schnittstellen gibt es natürlich auch, genauso wie Erweiterungs-Optionen.

Orange Pi: Schnittstellen (Quelle: orangepi.org)

Orange Pi: Schnittstellen (Quelle: orangepi.org)

Beim Preis sind die Orange-Pi-Varianten bei 42, 50 und 80 US-Dollar angesiedelt. Preise in Euro lassen sich derzeit noch nicht finden. Damit sind die Geräte geringfügig teurer als das Raspberry Pi.

Als unterstützte Betriebssysteme geben die Entwickler Android 4.4, sowie die Linux-Distributionen Raspbian, Debian und Ubuntu an. Weitere Informationen gibt es unter orangepi.org.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich beim Raspberry Pi eigentlich nichts vermisse. Ein GByte RAM wären schön, aber sonst funktioniert alles, was ich damit machen möchte – zumindest ohne grafische Oberfläche (Überwachungs-Kamera mit motion wäre ein Beispiel – wie mein Spyfan). Wer das GUI ausgiebig nutzen möchte, ist vielleicht mit einem Banana Pi besser bedient.

Man sollte aber auf keinen Fall die Community unterschätzen. Für das Raspberry Pi ist diese in der Zwischenzeit riesengroß. Möglich, dass viele Dingen auch mit einem Banana Pi oder Orange Pi funktionieren. Dennoch sind Beginner wahrscheinlich besser beraten, sich dem Gerät mit der größten Community zu widmen.

Nette Pi-Konstellation

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2 Kommentare zu “Orange Pi: Noch ein Raspberry Pi Dingens”

  1. orange pi nutzer sagt:

    Bei ebay kleinanzeigen hab ich letztens welche gesehen. 50 euro kahm der orange pi plus da glaube ich.

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