LibreOffice 4.2 unter Ubuntu 13.10 / Linux Mint 16 installieren

31 Januar 2014 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

LibreOffice Logo 150x150LibreOffice 4.2 ist offiziell veröffentlicht und bringt jede Menge Neuerungen und Änderungen mit sich. Laut Aussage der Entwickler hat man sich auf bessere Performance und Integration mit Microsoft Windows konzentriert.

Die Entwickler weisen ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um die erste Version von LibreOffice 4.2 handelt. Somit sollte man damit noch vorsichtig umgehen und wer eine solide Version von LibreOffice braucht, bleibt zunächst besser beim Zweig 4.1.x.

Man hat sich bemüht, die Integration mit Microsoft Windows zu verbessern. In Calc wurde bezüglich des Codes gründlich aufgeräumt. Das soll zu massiven Performance-Steigerungen für große Datenmengen geführt haben. Im Speziellen nennt man große und komplexe XLSX-Spreadsheets. Ein neuer Interpreter für Formeln ermöglicht parallele Kalkulationen mittels GPU via OpenCL. Das soll am besten mit einer Heterogeneous System Architecture (HSA) swie zum Beispiel AMD Kaveri APU funktionieren.

Round-Trip-Interoperabilität mit Microsoft OOXML (speziell DOCX) und RTF hat sich laut eigenen Angaben ebenfalls verbessert. Zusätzlich gibt es neue Filter für Abiword-Dokumente und Apple Keynote.

Dann sind noch einige Windows-spezifische Verbesserungen enthalten, die mich persönlich wenig kratzen – ich verwende Linux.

Power-User können ab sofort von einer Experten-Konfiguration profitieren. Dieses Feature lässt sich für umfangreiche Installationen und normale Anwender einfach deaktivieren.

LibreOffice 4.2 bietet einen neuen Startbildschirm an. Dieser hat ein aufgeräumteres Layout und nutzt den vorhandenen Platz besser. Das gilt auch für kleine Bildschirme. Außerdem zeigt Dir die Software eine Übersicht der zuletzt verwendeten Dokumente an.

LibreOffice 4.2: Startbildschirm

LibreOffice 4.2: Startbildschirm

LibreOffice 4.2

LibreOffice 4.2

Im Blick auf die Mobile-Welt bringt LibreOffice Impress Remote Control auf iOS.Damit kannst Du die Fernbedienung auch von einem iPhone oder iPad nutzen. Für Android ist diese Software bereits vorhanden. Derzeit wartet man noch auf grünes Licht seitens Apple.

70 Prozent des User Interface haben die Entwickler einer Säuberungs-Aktion unterzogen. Dazu gehört auch ein neues „Flat“-Symbol-Theme, das sich Sifr nennt.

Du findest weitere Informationen zu den Neuerungen in der Veröffentlichungs-Hinweisen zu LibreOffice 4.2.

Installation unter Ubuntu 13.10 „Saucy Salamander“ oder Linux Mint 16

Hinweis: Ich habe nachfolgende Schritte ausgeführt, bin dann aber wieder zurück auf LibreOffice 4.1 aus dem Repository. Grund war, dass meine GNOME-Integration flöten gegangen ist und ich nicht mehr komfortabel LibreOffice-Dokumente via CIFS von meinem Synology öffnen konnte. Hier geht mir dann doch die Tauglichkeit in der Praxis vor. Ich wollte da nicht länger Zeit investieren. Recht bald gibt es Ubuntu 14.04 LTS „Trusty Tahr“, das wahrscheinlich LibreOffice 4.2 mit sich bringen wird. So lange kann ich noch mit LibreOffice 4.1 leben. Ich habe auch nicht versucht, die LibreOffice-Dialoge zu verwenden. Damit ist das Arbeiten mit Samba-Shares vielleicht möglich, mir aber zu umständlich. Durch die Verwendung dieser könnte man von LibreOffice via WebDAV auch direkt auf die ownCloud zugreifen.

LibreOffice 4.2 ist noch nicht im Stable-PPA von Ubuntu 13.10 enthalten. In den Pre-Releases ist allerdings eine Version zu finden. Wer das riskieren möchte, kann nachfolgende Aktionen ausführen.

  • sudo apt-get purge libreoffice-core
  • sudo add-apt-repository ppa:libreoffice/libreoffice-prereleases
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install libreoffice

Unter Linux Mint 16 geht das natürlich genauso. Ob sich die Paket-Quellen eingetragen haben, kannst Du auf Wunsch auch in einem GUI überprüfen, wie zum Beispiel unter Linux Mint:

LibreOffice Pre-Release: grafisch überprüfen

LibreOffice Pre-Release: grafisch überprüfen

Wem das zu heikel ist, sollte einen Blick auf das stabile PPA werfen und muss eben warten, bis LibreOffice 4.2 dort auftaucht. Alternativ kannst Du LibreOffice 4.2 direkt von der Projektseite herunterladen und manuell installieren. Neben Linux-Versionen gibt es dort auch Ausgaben für Mac OS X und Windows.

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4 Kommentare zu “LibreOffice 4.2 unter Ubuntu 13.10 / Linux Mint 16 installieren”

  1. maltris sagt:

    Vielen Dank für den kleinen Reminder!

    Habe gerade mal auf meinem Notebook das Update durchgeführt. Hoffentlich hat sich die Kompatiblität gerade was die Wiedergabe und Bearbeitung von Microsoft PowerPoint-Präsentationen betrifft, weiter verbessert.

    • Tunay sagt:

      @maltris:

      Leider nicht (jedenfalls für mich nach ersten Tests nicht ersichtlich), bei PowerPoint-Präsentationen fehlten regelmäßig Elemente (z.B. Animationen, Folienübergänge) und die Formatierungen waren verändert, auch bei docx und xlsx hat sich nichts gebessert.

      Mich tangiert es nicht so sehr, da ich SoftMaker Office nutze (hier ist die Kompatibilität nahezu verlustfrei), aber da ich früher auch regelmäßig LibreOffice verwendet habe, schau ich mir die Neuerungen nach wie vor an. Meist allerdings mit dem Resultat, dass ich wieder genau weiß, warum ich damals zu SoftMaker Office gewechselt bin 😉

  2. intux sagt:

    Und wie werde ich das alles wieder ohne Rückstände los? Das gelingt mir leider nicht!
    Danke im Voraus.

  3. intux sagt:

    Habs gefunden!
    sudo apt-get purge libreoffice* && sudo apt-get autoremove && sudo apt-get update
    Die 4.2 lief nicht 100%-ig.

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