Herzlichen Glückwunsch! Raspberry Pi knackt die „Zwei Millionen“-Marke – von Kindleberry Wireless über Brew Pi bis Multimedia-Center

18 November 2013 3 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Raspberry Pi Teaser 150x150Für den Verkauf der ersten Million brauchten die Macher des Raspberry Pi ziemlich genau ein Jahr. Somit hatte man erst die grauen Zellen angestrengt, dann die Kistallkugel aus dem Schrank geholt und dann geschätzt, dass die zweite Million im Januar 2014 oder kurz danach durch sei. Die Entwickler waren sich aber sicher, diese Zahl bis Februar 2014 unter Dach und Fach zu haben.

Nun hat man allerdings nachgesehen und musste schockiert feststellen, dass Raspberry Pi Nummer 2.000.000 bereits in der letzten Oktoberwoche über den Ladentisch ging. Wer diesen genau besitzt, weiß man nicht. Allerdings ist es jemand, der zwischen dem 24. und 31. Oktober gekauft hat. Möglicherweise ist es sogar der von Prinz Andrew, den man ihm bei seinem Besuch an Halloween überreicht hat – ein RasPi mit blauem Blut … 🙂

Im Februar 2012 hatte man die ersten 2000 Raspberry Pis in China produzieren lassen. Diese wurde dann in eine Garage der Entwickler geliefert. Man teilte sie gerecht auf (1000 und 1000), stopfte diese in den Kofferaum und fuhr damit zu Farnell und RS Components.

In der Zwischenzeit kennt jeder ein Raspberry Pi. Wunderbare Sachen kann man damit anstellen, wie zum Beispiel Timelapse / Zeitraffer oder ganz einfach als Multimedia-Center mit OpenELEC einsetzen. Das Raspberry Pi kann FULL HD ohne Probleme abspielen.

Sogar zum Bierbrauen wird das Raspberry Pi mittlerweile benutzt (BrewPi) oder einfach mit einem alten Scanner gekoppelt und Fokus-Stacking betrieben (Macro Pi). Auch Google Coder gibt es für Raspberry Pi.

Das Raspberry Pi hat eine Ära von Bastel-Wahnsinningen aus dem Boden gestampft. Das ist auf keinen Fall negativ gemeint. Das Gerät ist günstig und wenn mal wirklich etwas schief geht, muss der Gedlbeutel nicht gleich soooo schlimm weinen.

Dennoch erhält man für ein paar Euro einen kompletten Computer, der sich via Linux betreiben lässt. Anfänglich gab es lediglich Raspbian, eine speziell für das Raspberry Pi angepasste Debian-Version. In der Zwischenzeit gibt es viele weitere Distributionen. Oneben Raspbian sind offiziell unterstützt: Pidora (Fedora-Abkömmling), Arch Linux, OpenELEC, RaspBMC und Risc OS.

Aber auch andere Distributionen wie zum Beispiel Kali Linux (früher BackTrack Linux ) gibt es speziell für Raspberry Pi. Durch die Distributions-Vielfalt und der FElxibilität des Winzlings lassen sich dann wunderbare Hackstationen wie das Kindleberry Wireless basteln.

All diese schönen Sachen macht ein Winzling möglich, der einen Raketenstart seit 2012 hingelegt hat – und eigentlich gedacht war, Schülern günstige Rechner zur Verfügung zu stellen. Deswegen: Herzlichen Glückwunsch zur zweiten Million, Raspberry Pi!

Raspberry Pi

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3 Kommentare zu “Herzlichen Glückwunsch! Raspberry Pi knackt die „Zwei Millionen“-Marke – von Kindleberry Wireless über Brew Pi bis Multimedia-Center”

  1. Michael sagt:

    Danke für die News.
    Ich finde diesen kleinen Rechner auch sehr interessant und überlege mir so einen auch zu gönnen. Angedacht ist es ihn dann als Medien-Center zu nutzen.
    Nur stolpere ich momentan über eine wohl ganz einfach Einsteiger-Frage: Woher bezieht so ein Raspberry Pi dann die Videodateien/Bilder? Muss ich an den Raspi eine Festplatte anschliessen oder reicht auch ein Stick oder geht das nur übers Netzwerk?

    • jdo sagt:

      Alles 🙂 ... Das Raspberry Pi hat zwei USB-2.0-Anschlüsse. Dort kannst Du eine Festplatte oder einen USB-Stick anschließen. Ebenso kannst Du auf der SD-Karte, auf der auch das Betriebssystem liegt, Daten speichern. Das Raspberry Pi hat einen Ethernet-Anschluss, womit Du Daten übers Netzwerk beziehen kannst. Bestimmte USB-WiFi-Karten funktionieren auch, dann brauchst Du kein Kabel - aber das könnte Probleme mit der Datenübertragungs-Geschwindigkeit geben - musst Du ausprobieren.

      Hoffe das hilft ein bisschen. Vor der OUYA war das Raspberry Pi unter anderem auch mein Media-Center. Hätte ich heute die Wahl, würde ich mich für das günstigere Raspberry Pi entscheiden, wenn ich nur ein Multimedia-Center haben wollte.

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