Demonstration: LibreOffice unter Ubuntu for Android

8 Mai 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu for Android Logo 150x150Richard Collins von Canonical hat eine weitere Demonstration gegeben, wie Ubuntu for Android das Leben erleichtern könnte. Beziehungsweise wenn man seinen Desktop-PC immer dabei hat. Ohne das Telefon geht ja heute kaum noch einer aus dem Haus.

Im nachfolgenden Video erklärt er kurz noch einmal, wie das System funktioniert. So lange das Smartphone nicht in der Dockingstation ist, läuft ganz normal Android darauf. Steckt man es in die dafür vorgesehen Dockingstation, startet sich ein Ubuntu Desktop.

Collins sagt, dass sich dadurch jede auf Ubuntu lauffähige Applikation starten lässt. In diesem Fall öffnet er LibreOffice und ein Dokument. Kommt nun ein Anruf, kann der Anwender das Telefon einfach nehmen und den Anruf beantworten. Kehrt das Smartphone in die Dockingstation zurück, ist das Dokument inklusive LibreOffice wieder da. Kurz gesagt: Es geht nichts verloren.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Nutzer ein Android-Gerät mit einem Dual-Core-ARM-Prozessor braucht. LibreOffice startet in der Tat etwas langsam, aber gefühlt auch nicht viel zäher als auf meinem Netbook (Samsung NC10). Aber es ist davon auszugehen, dass die Smartphones sicher nicht langsamer werden.

Ich hatte es schon einmal gesagt, dass mir dieses Szenario sehr sehr gut gefällt und würde es mehr als begrüßen, wenn andere auf den Zug aufspringen würden. Mir würde eine etwas leichtgewichtigere Linux-Distribution auf dem Smartphone besser taugen. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich mir so eine Lösung wahrscheinlich holen.

Für den täglichen Office-Bedarf ist das Setup bestimmt ausreichend schnell. E-Mails, Dokumente, Bloggen, Musik und selbst Videos sollten funktionieren. Sehr rechenintensive Arbeiten dürften derzeit allerdings zäh sein. Bei Bildbearbeitung von RAW-Fotos mit 18 Megapixel, die von meiner Canon EOS 7D kommen, dürfte der kleine Rechenknecht schon sehr schnaufen. Dafür sind sie aber nicht gemacht und wer solche Anforderungen hat, wird im Moment nicht um einen stärkeren Rechner nicht herumkommen.

Allerdings wird so eine Lösung mein treues Netbook wohl nicht so schnell ablösen können. Wenn ich unterwegs etwas schreiben möchte, ist der Bildschirm auf dem Smartphone einfach zu klein – mal von der Tastatur abgesehen. Möchte ich etwas schreiben, ziehe ich das Netbook sogar dem Tablet vor. Ich hatte mir schon überlegt, die Dockingstation für das Asus EeePad zu kaufen. Aber nach dem Lesen einiger Rezensionen diesen Gedanken wieder verworfen. Das Markieren mit der Maus muss nicht so toll funktionieren (es soll sich so wie bei der Benutzung ohne Maus und Dock verhalten) und ich bekomme einfach manche Anwendungen nicht für Android, die unter Xubuntu wunderbar laufen.

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