Ubuntu wird künftig Swap-Dateien anstelle von Swap-Partitionen nutzen

16 Dezember 2016 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Mit Ankuft der Linux-Distribution Ubuntu 17.04 Zesty Zapus will Canonical die Swap-Richtlinie ändern. Das liegt ganz einfach daran, dass sich die Zeiten geändert haben. Heutzutage ergibt es keinen Sinn mehr, einen Massenspeicher zu trennen und eine Swap-Partition zu erstellen, die doppelt so große wie der Arbeitsspeicher ist.

Viele moderne Maschinen haben so viel RAM oder Arbeitsspeicher, dass sie den Swap-Bereich oder die Swap-Partition niemals nutzen.

Ab Zesty Zapus gibt es Swap-Dateien

Canonical wird mit Ubuntu 17.04 Zesty Zapus anfangen, per Standard Swap-Dateien und keine Swap-Partitionen mehr zu benutzen. Das gilt zumindest für Systeme, die kein LVM benutzen.

Die Swap-Datei wird dabei per Standard nicht mehr als fünf Prozent des freien Speicherplatzes einnehmen oder nicht mehr als zwei GByte. Es kommt hier darauf an, was kleiner ist. Es gibt zwei Schalter, die dieses Verhalten beeinflussen:

  • d-i partman-swapfile/percentage string 5
  • d-i partman-swapfile/size string 2048

Wird eine dieser Optionen auf Null gesetzt, dann verwendet das System gar keine Swap-Datei.

Auf Systemen mit LVM werden logische Swap Volumes genutzt. Der Grund ist, dass sich bei LVM Snapshots Änderungen bei Swapfiles nicht ausschließen lassen. Du kannst das alles in diesem Blog Post (Englisch) nachlesen.

Im Arch Wiki gibt es eine Anleitung, wie Du bereits jetzt mit Swap-Dateien spielen kannst.

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