Ubuntu Unity ab sofort auch für den Raspberry Pi – 4B empfohlen

Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Entwickler von Ubuntu Unity machen das weiter, was Canonical aufgegeben hat. Sie entwickeln eine Linux-Distribution, die Unity7 benutzt. Ich war und bin zugegeben kein Fan von Unity, aber über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Auf jeden Fall ist es nun so, dass es Ubuntu Unity ab sofort auch für den Raspberry Pi gibt – als Alpha-Version.

Ubuntu Unity für den Raspberry Pi

Die Version nennt sich genauer gesagt Ubuntu Unity 20.04.1 RPi Alpha 1. Sie läuft auf Raspberry Pi 4B, 3B und 3B (arm64). Der 3B ist laut eigenen Aussagen aber schon recht zäh mit der Distribution unterwegs. Den 3B hat man nicht getestet, vermutet aber auch, dass es hier zäh wird. Im Endeffekt empfehlen die Macher der Linux-Distribution einen Raspberry Pi 4, wenn man ehrlich ist.

Die Entwickler schreiben in der Ankündigung, dass sie die Version für den Raspberry Pi optimiert haben, ohne zu viel von der Desktop-Umgebung für den PC opfern zu müssen.

Das System basiert auf 20.04.1, bietet aber alle neuen Funktionen und Bugfixes von 20.10. Weiterhin ist i386-arm im ISO-Abbild enthalten. Damit wird eine Debian-i386-Umgebung (Stretch) emuliert. Somit kannst Du aus dem terminal 32-bit-Programme auf dem Raspberry Pi ausführen.

Die Entwickler geben außerdem an, dass Du die Haupt-Partition von Ubuntu Unity manuell auf die Größe der SD-Karte anpassen musst. Die Hardware-Beschleunigung funktioniert ebenfalls, allerdings noch nicht ganz reibungslos.

Installation

Du findest Ubuntu Unity 20.04.1 RPi Abbild im Download-Bereich der Projektseite.

Ubuntu Unity 20.04.1 RPi Alpha

Ubuntu Unity 20.04.1 RPi Alpha

Sowohl Etcher als auch Raspberry Pi Imager funktioniert für das Schreiben des Abbildes, steht in der Ankündigung. Im Endeffekt funktionieren dann alle anderen Methoden auch, zum Beispiel dd.

Für die Erweiterung der Partition empfehlen die Entwickler GParted. Schade, dass es hier keinen Automatismus gibt. Den könnte man sich doch sicher von Raspberry Pi OS abschauen. Auf der anderen Seite ist es eine Alpha-Version, das darf man nicht vergessen.

Es gibt einige bekannte Probleme. Vielleicht funktioniert das WLAN beim ersten Start nicht. Die Entwickler raten hier, die Einrichtung mittels Ethernet-Kabel abzuschließen und dann das WLAN zu aktivieren.

Ebenso kann beim ersten Start der Ubuntu Text Plymouth Splash Screen auftauchen. In diesem Fall drückst Du Esc doppelt und wechselst auf den Ubuntu Unity Plymouth Splash Screen.

Ich selbst habe derzeit kein Bedürfnis das zu testen. Wie gesagt war ich nie ein großer Fan von Unity und für mich ist Raspberry Pi OS das beste Betriebssystem für den Raspberry Pi. Ubuntu MATE finde ich auch noch ganz schick, hat aber mehr Ecken und Kanten als Raspberry Pi OS. Trotzdem finde ich es gut, dass Entwickler die Geschwindigkeit des Pi 4 ausnutzen und dafür neue Sachen zur Verfügung stellen. Fluch und Segen von Linux ist die Vielfalt der Distributionen. Vielleicht teste ich Ubuntu Unity für den Raspberry Pi, sobald es eine stabile Version gibt und ich Zeit dafür habe.

Hinzu kommt noch, dass ich derzeit nicht zu Hause bin – da ist die Motivation irgendwie geringer. Meinen Raspberry Pi 4 habe ich aber trotzdem dabei (in erster Linie als VPN-Router). 🙂

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Ein Kommentar zu “Ubuntu Unity ab sofort auch für den Raspberry Pi – 4B empfohlen”

  1. onli sagt:

    Hattest du Unity am Ende in Ubuntu angeschaut? Die DE war zwar anfangs schlecht, aber hatte dann die nötigen Patches und Einstellungsmöglichkeiten bekommen. Wenn sie da weitergemacht haben könnte das jetzt eine gute Option sein. Und genau: Immer gut, wenn sowas für den Pi rauskommt 🙂

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