Ubuntu MATE 19.10 Eoan Ermine: Thunderbird und VLC fliegen raus

28 September 2019 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ubuntu 19.10 Eoan Ermine Beta wurde freigegeben und in diesem Zuge gibt es auch eine Beta-Version von Ubuntu MATE 19.10. Laut eigenen Angaben gibt es gegenüber Ubuntu MATE 18.04 und 19.04 große Verbesserungen. Die Entwickler sagen, dass jede neue Funktion in Ubuntu MATE 19.10 eingeflossen ist, um Bugs auszubessern und das Nutzererlebnis zu verbessern.

Ubuntu MATE 19.10 Eoan Ermine

Ubuntu MATE 19.10 Eoan Ermine

Wichtige Neuerungen in Ubuntu MATE 19.10

Es gibt einige Neuerungen in Ubuntu MATE 19.10. Dazu gehören viele neue Tastaturkürzel. Als Desktop-Umgebung dient MATE 1.22.2. Oftmals empfinden Anwender solche Neuerungen aber nicht bewusst, weil viel davon unter der Haube geschieht.

Ubuntu MATE 19.10 mit neuen Tastaturkürzeln

Ubuntu MATE 19.10 mit neuen Tastaturkürzeln

Werden wichtige Software-Komponenten ersetzt, ist das schon ein anderes Kaliber. Bei Ubuntu MATE 19.10 wurden populäre Programme durch andere ersetzt.

Evolution ersetzt Thunderbird in Ubuntu MATE 19.10

In der Ankündigung zur Beta-Version schreiben die Entwickler, dass es angeregte Diskussionen gegeben hat. Es wurden Vorteile und Nachteile erörtert, die ein Wechsel des E-Mail-Clients haben. Unterm Strich hat sich Evolution durchgesetzt. Die Software wird nun per Standard vorinstalliert. Thunderbird findest Du natürlich in den Repositories, beziehungsweise der Software Boutique und Du kannst das Programm manuell installieren.

Evolution statt Thunderbird

Evolution statt Thunderbird

Die Entwickler geben auch die Gründe für den Wechsel an:

  • Thunderbird integriert sich nicht gut in den Desktop. Damit sind Theme, Schriftarten, Kompatibilität mit dem HUD und so weiter gemeint.
  • Die Kombination aus Thunderbird und Lightning benötigt 171 MByte auf dem ISO-Abbild und Evolution lediglich 46 MByte.
  • Evolution integriert sich gut im MATE Desktop, da beide GTK3 benutzen.
  • Weiterhin bietet Evolution Interoperabilität zu LibreOffice und Ubuntu MATE liefert die notwendigen Komponenten dafür bereits aus.
  • Evolution arbeitet auch besser mit Google Mail und Exchange zusammen. Die Entwickler geben als Beispiele Kalender, Kontakte und Aufgaben an.

Der Indikator für Datum und Zeit funktioniert auch mit Evolution. Klickst Du zum Beispiel auf einen Tag in einem Monat, dann werden die Ereignisse für diese Tag angezeigt.

Leute, die nur Webmail benutzen, bekommen davon gar nichts mit. Vielleicht bist Du in Sachen E-Mail, Kontakte und Kalender auch schon komplett auf die Nextcloud umgestiegen. Möglich ist das. Ich für meinen Teil werde auf dem Desktop weiterhin Thunderbird einsetzen. Das ist Macht der Gewohnheit.

GNOME MPV ersetzt VLC

Ein weiterer sehr sichtbarer Schritt ist, dass VLC rausfliegt und durch GNOME MPV ersetzt wird. Die Software soll bald in Celluloid umbenannt werden. Die Gründe für den Umstieg sind die gleichen wie bei Thunderbird – bessere Desktop-Integration.

GNOME MPV ersetzt VLC in der Standard-Installation

GNOME MPV ersetzt VLC in der Standard-Installation

Das Standard-UI von GNOME MPV wurde verändert, damit es besser zum Desktop von MATE passt. Im Endeffekt werden keine Client Side Decorations (CSD) benutzt. GNOME MPV arbeitet vollständig mit dem Sound-Indikator zusammen. Außerdem braucht die Software weniger Platz auf dem ISO-Abbild.

Allerdings bietet GNOME MPV nicht so viele Einstellungsmöglichkeiten und Optionen wie VLC. Stattdessen bietet es gute Standard-Einstellungen, sagen die Entwickler. VLC wird in der Software Boutique bleiben und Anwender können den Mediaplayer mit nur einem Klick installieren. Ich werde das sicherlich machen. Ich benutze VLC schon so lange und möchte die Flexibilität nicht missen.

NIVIDIA-Treiber und ISO-Abbild

Ubuntu liefert die proprietären NVIDIA-Treiber nun per Standard auf dem Installations-Abbild aus. Das ISO-Abbild wird dadurch zirka 115 MByte größer, aber das lohnt sich. Anwender mit NVIDIA-Grafikkarten und hybriden GPUs profitieren auf jeden Fall davon.

Nun waren aber Optimierungen beim ISO-Abbild gefragt, sonst wäre es auf zirka 2,5 GByte angewachsen. Durch die Software-Wechsel konnten die Entwickler bereits Platz sparen. Außerdem wurde Brasero aus der Standard-Installation entfernt. Die Sprachpakete für Chinesisch, Japanisch und Indisch wurden entfernt, dafür kam Russisch hinzu. Zusätzlich befinden sich die Sprachpakete für Deutsch, Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch und Italienisch an Bord.

Unterm Strich haben die Optimierungen dazu geführt, dass das ISO-Abbild knapp über 2 GByte groß ist und das halten die Entwickler für vertretbar.

Download Ubuntu MATE 19.10 Beta

Du findest alle Neuerungen und Änderungen im Detail in der offiziellen Ankündigung. Das ISO-Abbild gibt es im Download-Bereich der Projektseite.

Momentan stehen nur Abbilder der 64-Bit-Variante und für GPD MicroPC zur Verfügung. Für letzteres gibt es weitere Informationen unter Ubuntu MATE für UMPCs.

Für den Raspberry Pi gibt es lediglich die LTS-Version 18.04. Dafür steht hier eine experimentelle 64-Bit-Version bereits. Ob Eoan Ermine auch für den Pi kommt, ist fraglich. Bisher gab es immer nur die LTS-Varianten.

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