Nextcloud 17 mit Remote Wipe und neuem Text Editor

1 Oktober 2019 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

In einem früheren Beitrag habe ich schon über die sichtbaren Neuerungen der Nextcloud 17 gesprochen oder zumindest solche, die mir aufgefallen sind. Ohne die offizielle Ankündigung ist es aber nicht so einfach, die Neuerungen unter der Haube zu finden.

Neuerungen in Nextcloud 17

Ein Highlight ist mit Sicherheit Remote Wipe. Die Enwickler erklären in einem Video (Englisch), wie das funktioniert. Im Prinzip ist es ganz einfach. Jedes Gerät bekommt eine Sitzung zugewiesen. In Deinen Einstellungen unter Sicherheit findest Du Geräte & Sitzungen. Dort sind neben den Geräten drei Punkte. Klickst Du nun darauf, findest Du ganz unten Gerät löschen und das ist wiederum die Funktion, die in der IT auch als Remote Wipe bezeichnet wird.

Nextcloud 17: Gerät löschen – Remote Wipe

Nextcloud 17: Gerät löschen – Remote Wipe

Remote Wipe ist unter anderen dann sinnvoll, wenn ein Gerät gestohlen oder verloren wurde. Natürlich braucht das entsprechende Gerät eine aktive Internet-Verbindung, um den Befehl zum Löschen zu erhalten.

Hier das Video der Entwickler:

Neuer Text Editor – Nextcloud Text

Der Text Editor wurde komplett überarbeitet. Nextcloud Text bietet nicht nur mehr Möglichkeiten zur Gestaltung, sondern ermöglicht auch eine Zusammenarbeit.

Rich Text Editor

Rich Text Editor

In einem weiteren Video demonstrieren die Entwickler, wie sich diese Zusammenarbeit abspielt. Während Du gemeinsam an einem Dokument arbeitest, kannst Du Dich mit Kollegen direkt via Video austauschen.

Persönlich brauche ich den Text Editor ehrlich gesagt weniger, da ich CODE (LibreOffice Online) in meine Nextcloud integriert habe. Das funktioniert auch sehr gut und passt für mich besser.

Secure View in Nextcloud 17

Mit Nextcloud 15 wurde bereits eine Funktion eingeführt, mit der Du die Option Download im Menü unterbinden oder verstecken konntest. In Nextcloud 17 wurde die Funktionalität erweitert. Du kannst nun Wasserzeichen in Dokumenten anzeigen lassen. Collabora Online 4.1 oder höher unterstützt alle Funktionen und ONLYOFFICE tut das auch. Ich könnte nun versuchen, das weiter zu erklären. Einfacher ist es, Du guckst Dir das Demo-Video dazu an.

Weitere Neuerungen in Nextcloud 17

Secure Mailbox for Outlook interessiert mich ehrlich gesagt nicht wirklich. Deswegen gehe ich darauf auch nicht ein, soll aber erwähnt sein. Interessanter finde ich hingegen die Verbesserungen bei der Zweifaktor-Authentifizierung oder 2FA.

Als Anwender kannst Du 2FA nun direkt nach dem ersten Anmelden konfigurieren, nachdem der Admin das als Muss festgelegt hat.

Der Administrator selbst hat auch neue Optionen. Er kann Einmal-Anmelde-Token für Anwender ausstellen, die ihren zweiten Faktor vergessen oder nicht mehr zur Hand haben. Der Admin darf diese Option auch an Gruppen-Admins delegieren.

Nextcloud bietet diverse Optionen für einen zweiten Faktor an. Das sind

  • Time-based One-Time Password – TOTP / Google Authenticator oder ähnliche Apps
  • Universal 2nd Factor – U2F / like Yubikeys oder Nitrokeys, unterstützt auch NFC
  • Gateways – SMS, Messaging Apps wie Telegram, Signal und so weiter
  • Benachrichtigung – Du bestätigst eine Anmeldung mit einem Klick auf einem existierenden Gerät wie einem Smartphone
  • Backup Code des Anwenders – der Anwender muss diese aber erst erzeugen und an einem sicheren Ort speichern
  • Backup Code des Administrators – wie bereits erwähnt darf der Admin die Aufgabe an Gruppen-Admins weitergeben

Aktive Anwender-Sitzungen lassen sich natürlich beenden. Das funktioniert entweder über die Administrator-Einstellungen oder Du änderst einfach das Passwort.

In der offiziellen Ankündigung findest Du auch Informationen zur Skalierung und zum Security Hardening, die für kleine Nutzer wie mich eher zweitrangig sind. Ich finde sie toll, aber diese verbesserungen arbeiten sehr im Hintergrund.

Download und Upgrade

Du findest die neueste Version der Nextcloud im Download-Bereich der Projektseite. Meine Test-Instanz konnte ich problemlos von einem RC auf Nextcloud 17 upgraden.

sudo -u www-data php /Pfad/zur/Nextcloud/updater/updater.phar
Nextcloud 17 Upgrade – verlief erfolgreich

Nextcloud 17 Upgrade – verlief erfolgreich

Meine produktive Instanz aktualisiere ich vermutlich nicht vor der ersten Wartungs-Version der Nextcloud 17. Das Ding läuft und Never change a running System, zumindest nicht sofort. Abgesehen davon bietet mir das System die neueste Version derzeit noch gar nicht an, wenn ich ein Upgrade über die Kommandozeile anstoße.

Neue Clients gibt es auch!

Zusammen mit der Nextcloud 17 sind auch neue Clients für Android, iOS, Linux, Windows und macOS erschienen. Optisch unterscheidet sich mein Linux Client nun nicht sehr von der alten Version. Allerdings gibt es einen neuen Anmeldemechanismus. Bisher bin ich mit dem alten auch zurechtgekommen. Viel interessanter finde ich den zweiten Test von Virtual Drive.

Mit Virtual Drive siehst Du alle Dateien auf dem System, ohne dass sie heruntergeladen werden müssen. Du kannst also auch nach Dateien suchen, die sich physisch gar nicht auf dem System befinden. Bei bedarf lädst Du sie einfacher herunter. Bisher konntest Du Ordner von einer Synchronisation ausschließen, aber die Dateinamen waren dann auch nicht auf dem System. Mit der Einführung von Virtual Drive ändert sich das. Es ist in der tat eine Funktion, auf die ich mich sehr freue.

Leider sieht es so aus, als gibt es die technische Vorschau von Virtual Drive nur für Windows. Schade, das hätte ich gerne ausprobiert.

Dich interessieren Kryptowährungen? Ich handle via Binance*.

Am schnellsten kaufst Du Kryptowährungen / Bitcoin über Coinbase*.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




NordVPN - günstig und ideal für Anfänger
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Antworten

Air VPN - The air to breathe the real Internet