Jolicloud Desktop für Ubuntu-basierte Distributionen – taugt das was?

Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Jolicloud Logo 150x150Ich habe es auf omgubuntu.co.uk gelesen, die den Jolicloud Desktop für Ubuntu angeschaut haben. Ich verfolge Jolicloud auch schon länger und wurde ebenfalls neugierig. Da sich omgubuntu.co.uk in der Regel keinen Millimeter von Ubuntu wegbewegt, habe ich Jolicloud Desktop dennoch auf meinem Linux Mint installiert, welches wiederum auf Ubuntu 12.10 basiert. Somit gehe ich einen Schritt weiter und sage, Jolicloud Desktop lässt sich auf allen Distributionen via PPA installieren, die auf 12.04 “Precise Pangolin” oder 12.10 “Quantal Quetzal” basieren:

  • sudo add-apt-repository ppa:jolicloud-team/ppa
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install jolicloud-desktop-environment

Das hat dann bei mir ein paar Pakete heruntergeladen, unter anderem den Fenster-Manager awesome. Somit gehe ich davon aus, dass Jolicloud Desktop diesen verwendet. Die Entwickler setzen einen HTML5-Launcher ein, der populäre Web-Dienste auf der Startseite anzeigt. Man kann es sich schon ein bisschen wie Chrome OS vorstellen.

Du kannst auch auf lokale Dateien zugreifen und installierte Applikationen öffnen. Allerdings ist das Ding weit weg von brauchbar. Gut, es ist als Beta deklariert.

Viele werden Jolicloud Desktop sowieso meiden, da man Online sein muss. Wen das weniger stört, stolpert allerding über einige weitere Unannehmlichkeiten.

Klick man ein Bild an, bekäme man so einen Abdunklungs-Effekt und das Bild sollte sich zeigen. Das System bleibt aber bei einem sich drehenden Rad hängen. Öffnest Du eine lokale Applikation, sieht das aus, als wäre man in einer Zeitmaschine 15 Jahre zurückgereist -> keine Themes werden berücksichtigt.

Ein Einstellen des Dual-Bildschirms war mir nicht möglich, zumindest nicht mit den gewohnten Mechanismen. Auf Konsole habe ich nicht rumgewerkelt.

Gestern noch habe ich eine E-Mail bekommen, dass Jolicloud nun eine Suchfunktion erhalten hat. Allerdings funktioniert diese für lokale Dateien nicht und das ist sehr nervig.

Es ist aber auch nicht alles schlecht, was die Jungs da fabrizieren. Wer seine Daten bei vielen verschiedenen Cloud-Anbietern hat, kann auf diese mittels Jolicloud schön übergreifend zugreifen. Das funktioniert im Web ganz gut und auch mit dem Jolicloud Desktop, der im Prinzip nichts anderes ist. Wenn man Nutzern allerdings die Möglichkeit gibt, lokale Applikationen und Daten zu nutzen, werden die das auch tun wollen. Und so lange das nicht funktioniert, kann man Jolicloud gleich im Web nutzen und muss es sich nicht installieren.

Aber wie gesagt, Beta-Version und mal sehen, wohin die Reise führt. Im Endeffekt bin ich doch länger als geplant in Jolicloud Desktop angemeldet gewesen. Ich hatte Space Invaders entdeckt, auf das verlinkt ist und bin da 20 Minuten hängen geblieben … 😀

Jolicloud-Desktop: Lokale Applikationen

Jolicloud-Desktop: Lokale Applikationen

Jolicloud-Desktop: LibreOffice ohne Theme

Jolicloud-Desktop: LibreOffice ohne Theme

Jolicloud-Desktop: Populäre Dienste

Jolicloud-Desktop: Populäre Dienste

Jolicloud-Desktop: Systemeinstellungen

Jolicloud-Desktop: Systemeinstellungen

Jolicloud-Desktop: Monitor-Problem

Jolicloud-Desktop: Monitor-Problem

Jolicloud-Desktop: Startbildschirm vergrößert

Jolicloud-Desktop: Startbildschirm vergrößert




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Ein Kommentar zu “Jolicloud Desktop für Ubuntu-basierte Distributionen – taugt das was?”

  1. Georg says:

    Das ist also vom schicken Joli OS übrig. Als Zweitdesktop ganz gut, wenn man den PC zur mal schnell anmachen will, um seine Freunde auf Facebook zu stalken ;). Mit OwnCloud könnte ich es mir auch gut vorstellen. Z.B OwnCloud auf dein Synology-NAS, ein günstiges Notebook mit Joli-Desktop als OwnCloud-Client und so alle Dateien auf allen Devices synchron.