Filesharing: Sind Downloads via Torrents legal oder illegal?

18 Januar 2019 Kein Kommentar Autor: JDO

Hört man Leute über Torrents sprechen, ist oftmals ein gewisser negativer Unterton vorhanden. Nun hast Du Dir vielleicht selbst schon mal die Frage gestellt: Sind Downloads via Torrents eigentlich legal oder illegal?

Um die Frage besser beantworten zu können, klären wir zunächst einmal, was Torrents eigentlich sind.

Tipp: NordVPN (momentan 75 % Rabatt!)* hat spezielle Server, über die Du Torrents herunterladen und P2P betreiben darfst.

Was sind Torrents?

Ein Torrent ist zunächst mal eine kleine Datei. Darin befinden sich Download-Informationen für größere Dateien. Mit einem Client wie zum Beispiel uTorrent oder Transmission kannst Du die Torrent-Dateien öffnen und dann beginnt der Download der größeren Datei. Manchmal enthält eine Torrent-Datei auch die Liste für mehrere Dateien.

Es passiert aber noch etwas. Sobald sich Teile der größeren Datei auf Deinem Computer befinden, fängt auch ein Upload dieser Teile an! Du kennst das vielleicht auch als P2P (Peer-to-Peer), Tauschbörse oder Filesharing.

Die Technologie dahinter ist, dass die größere Datei nicht nur von einem Server zur Verfügung gestellt, sondern von vielen anderen Computern, die ebenfalls mit der Tauschbörse oder dem BitTorrent-System verbunden sind.

Jeder kann übrigens ein paar Daten nehmen und daraus ein Torrent machen. Einige Torrent Clients bieten diese Option. Unter Transmission musst Du zum Beispiel nur auf Datei -> Neu klicken und kannst somit eine Torrent-Datei erstellen.

Neuen Torrent erstellen

So einfach lassen sich neue Torrents erstellen

Somit sollte uns an dieser Stelle bereits klar sein: Die Torrent-Technologie an sich ist legal!

Torrents entlasten Server

Einige Firmen und Organisationen machen sich die Torrent-Technologie sogar zunutze, um damit die eigenen Server zu entlasten. Das ist klar, denn jeder Peer in einem Peer-to-Peer-Netzwerk stellt die Dateien komplett oder in Teilen ebenfalls zur Verfügung.

Sehr beliebt sind Torrents zum Beispiel bei Linux-Distributoren. Sie weisen immer wieder darauf hin, dass die bevorzugte Download-Variante via Torrent erfolgen soll. Vom Raspberry Pi haben die meisten schon gehört und auch das offizielle Betriebssystem, Raspbian, wird über Torrents zum Download angeboten.

Raspbian als Download via Torrents

Das offizielle Betriebssystem für den Raspberry Pi, Raspbian, wird ebenfalls über Torrents verteilt

Wann sind Torrents illegal?

Die Technologie an sich ist wie schon angesprochen legal. Hast Du die Rechte an den Daten, die Du teilen möchtest, ist alles kein Problem. Natürlich darfst Du auch Daten via Torrents teilen, die unter einer komplett freien Lizenz stehen. Zum Beispiel könntest Du aus Deinen schönsten Fotos ein Torrent oder mehrere Torrents machen und sie via Filesharing mit anderen teilen.

Illegal wird die Sache, wenn Du urheberrechtlich geschütztes Material herunterlädst oder teilst.

Lädst Du also neue Kinofilme oder TV-Serien herunter, dann ist das sehr wohl illegal. Sie sind bekanntlich urheberrechtlich geschützt. Lange wurde der Download oder das Streaming von illegalen Inhalten eigentlich nicht weiter verfolgt, aber bei einem Torrent verteilst Du die Inhalte auch und das ist definitiv illegal.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat 2017 in richtungsweisendes Urteil gefällt, dass auch der Download oder das Streaming von urheberrechtlich geschützten Materialien via dubioser Websites und Angebote illegal ist.

Damit lässt sich festhalten: Verwendest Du Torrents oder P2P-Technologie, um illegal Filme, TV-Serien, Spiele und so weiter herunterzuladen, ist das illegal! Das gilt auch für das Streaming von Sportereignissen (wie die UEFA Champions League - kostenlos!), die über dubiose Websites angeboten werden. Ob das Umgehen von Geoblocking mit einem VPN ebenfalls illegal ist, das ist derzeit noch umstritten.

Wie erkenne ich illegale Torrents?

Ist das Angebot zu gut, um wahr zu sein, ist es das wahrscheinlich auch. Wirbt irgendeine Website mit den neuesten Blockbustern oder TV-Serien, sollten die Alarmglocken schrillen.

Das gilt auch für Anbieter, die Sportpakete anbieten, die normalerweise als Abonnement verkauft werden.

Auch der Download von Musik, Computerspielen, Software und so weiter ist in den meisten Fällen illegal. Du solltest Dich vor einem Download wirklich erst schlau machen, ob die gewünschte Datei auch legal downloadbar ist.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht

Du wirst Dich nicht mit Unwissenheit herausreden können. Bist Du Dir nicht sicher, dann lasse den Download lieber bleiben.

Torrents werden in Deutschland und Europa überwacht. Die Internet Service Provider können sehen, welche Art Traffic Du erzeugst und monitoren das auch. Teilweise wird dann bestimmter Traffic gedrosselt. Es kann also tatsächlich sein, dass Dich Dein Internet Service Provider drosselt, obwohl Du Filesharung völlig legal betreibst und zum Beispiel eine Linux-Distribution downloadest. Ob Du heruntergeladen hast, lässt sich übrigens anhand der IP-Adresse feststellen.

ISP protokolliert mit

Was über den Internet Service Provider läuft, lässt sich protokollieren und eindeutig zuweisen!

Die IP-Adresse an sich kannst Du mit einem VPN maskieren oder verschleiern. Dann bekommt der Internet Service Provider nicht mehr mit, was Du im Internet treibst. Er kann Dich in diesem Fall weder zensieren noch anhand bestimmten Traffics drosseln. Ebenso gehst Du in der Menge unter und es lässt sich nicht mehr eindeutig zuweisen, wer über die IP-Adresse des VPN Servers welche Inhalte heruntergeladen hat. Das ist zumindest dann der Fall, wenn der VPN Provider eine strikte Zero-Logs-Richtlinie hat.

Nur weil man Deine Identität nicht herausfinden kann, macht das den Download urheberrechtlich geschützter Inhalte aber noch lange nicht legal!

Verbindung über einen VPN visualisiert

Sobald der Tunnel steht, ändert sich Deine IP-Adresse und Dein ISP kann nicht mehr sehen, was Du tust.

Torrents sind legal, ABER …

… es obliegt Deiner Verantwortung, ob Du Dich mit der Nutzung von Torrents auf illegales Terrain begibst. Du kannst durch den falschen Einsatz der Technologie schnell mit dem Gesetzgeber in Konflikt kommen.

Die Abmahnstrafen liegen bei maximal 150 Euro. Allerdings könnten beim mehreren Dateien verschiedene Rechteinhaber klagen und dann wird es schnell teuer.

Ein VPN solltest Du ebenfalls nicht missbrauchen, um damit Schindluder zu treiben. Das Virtual Private Network soll Dich in öffentlichen WLANs und vor Schnüffelei schützen sowie davor, dass Dich der ISP drosselt, obwohl Du nichts Illegales machst.

Was ich derzeit für VPNs benutze?

Mein kleiner Favorit ist derzeit NordVPN *, aber auch AirVPN * finde ich Klasse. Manchmal nutze ich einfach meinen eigenen Server. NordVPN hat mir freundlicherweise einen Testzugang zur WireGuard-Implementierung des Unternehmens und das funktioniert schon sehr gut. Da freue ich mich schon, wenn es im großen Stil implementiert wird. Interessiert Dich, was NordVPN alles kann? Ich habe es für Dich übersichtlich zusammengefasst.

Für WireGuard habe ich allerdings an Mullvad einen kleinen Narren gefressen!

PIA (Private Internet Access) * hat übrigens ein sehr schönes GUI für Linux. Der Client ist wirklich Klasse und vor allen Dingen ist die Oberfläche auf Deutsch verfügbar.

Kostenlose VPNs benutze ich eigentlich nicht mehr. Das habe ich früher gemacht, aber ich zahle lieber für einen Service, weil das einfach erschwinglich ist. Es gibt ein Sprichwort und das heißt: Wenn es nichts kostet, bist Du das Produkt!

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