digiKam 7.3 mit ExifTool-Unterstützung ist veröffentlicht – kurz getestet

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Vier Monate lang hat die Entwicklung von digiKam 7.3 gedauert und ab sofort ist die Foto-Management-Software verfügbar, die als Open-Source entwickelt wird. Wie immer wurden Versionen für Linux, Windows und macOS zur Verfügung gestellt. In der Ankündigung stellt das Entwickler-Team auch die wichtigsten Neuerungen vor.

digiKam 7.3 ist veröffentlicht

digiKam 7.3 ist veröffentlicht

Unterstützung für ExifTool

Parallel zur Exiv2-Bibliothek unterstützt digiKam 7.3 nun auch das ExifTool für die Bearbeitung der Metadaten. Exiv2 kann nicht alle Probleme mit den Metadaten lösen und in solchen Situationen hilft ExifTool. In der Metadaten-Seitenleiste gibt es ab sofort auch einen ExifTool-Metadaten-Betrachter. Der Betrachter funktioniert genau wie die Exiv2-Version, inklusive Folter für die Metadaten. Wichtig an dieser Stelle ist, dass ExifTool mehr Datenformate als Exiv2 unterstützt.

digikam 7.3 mit Unterstützung für ExifTool

digikam 7.3 mit Unterstützung für ExifTool

Update für DNG-Umwandler in digiKam 7.3

Ebenso hat der DNG-Umwandler ein umfangreiches Update erhalten, um moderne RAW-Dateifunktionen und Digital-Negative-Ziele zu unterstützen.

Bessere Unterstützung für FITS Astro-Photo und MPO-Multibilder-Formate

FITS und MPO sind in digikam  7.3 nun komplett unterstützt, inklusive Metadaten.

Flexible Image Transport System (FITS) ist ist ein offener Standard und das Dateiformat wird in der Astronomie am häufigsten eingesetzt. Damit lassen sich zum Beispiel Daten speicher, übertragen und verarbeiten, die als mehrdimensionale Arrays formatiert sind (etwa ein 2D-Bild oder als Tabellen-Format).

JPEG Multi-Picture Format (MPO) ist ein JPEG-basiertes Format. Damit lassen sich mehrere Fotos in einer Datei speichern. Es sind also mindestens zwei JPEG-Dateien miteinander verbunden. Diverse Geräte unterstützen ein solches Format. Ob Dein Gerät das kann, findest Du im Handbuch.

Tool für den Export zu iNaturalist

Bist Du auf inaturalist.org Mitglied, kannst Du mit digiKam 7.3 ab sofort direkt zu dem Service Fotos exportieren.

Export zu iNaturalist möglich

Export zu iNaturalist möglich

iNaturalist beschreibt sich selbst als soziales Netzwerk, auf dem Leute biologische Vielfalt teilen, um anderen zu helfen, mehr über die Natur zu lernen.

Findet Duplikate schneller

Verbesserungen gibt es laut Ankündigung auch beim Finden von Duplikaten. Hat die Software bisher viele Bilder durchsucht, hat das lang gedauert. Das Programm benutzte nur einen CPU-Kern. Mit der neuesten Version werden nun alle CPU-Kerne benutzt und je nachdem, wie gut Deine Maschine ausgestattet ist, läuft die Suche wesentlich schneller ab. Auch die Benutzerfreundlichkeit wurde etwas verbessert.

Starte ich eine Suche nach Duplikaten auf meinem Tuxedo Fusion, wirkt sich das zum Beispiel wie folgt aus:

Um Duplikate zu suchen, benutzt digiKam 7.3 alle CPU-Kerne

Um Duplikate zu suchen, benutzt digiKam 7.3 alle CPU-Kerne

Außerdem gibt es Verbesserungen bei Bildschirmpräsentation. Momentan angezeigte Bilder kann die Software in den Mülleimer verschieben.

Download digiKam 7.3

Wie immer gibt es das Programm für Linux, Windows und macOS. Ich lade es als AppImage herunter, weil das ehrlich gesagt am bequemsten ist. Du findest die entsprechende Version für Dein Betriebssystem oder Deinen Computer im Download-Bereich der Projektseite. Dort ist auch ein Link, der zum Quellcode des Projekts führt.

Die im Ubuntu-Repo enthaltenen Pakete sind leider ziemlich veraltet. Für 20.04 bekommst Du 6.4. Willst Du via Paket-Manager installieren, bist Du wohl noch am besten mit diesem PPA bedient. Über dieses PPA kannst Du Version 7.2 installieren und möglicherweise kommt hier auch relativ bald ein Update.

Bei Linux Mint 20.2 würdest Du über die Flathub-Version zumindest digiKam 7.1 bekommen. Wie zuvor erwähnt, fahre ich mit der AppImage-Variante am besten.

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