Datenschutz: Brave Search ersetzt Google als Standard-Suchmaschine

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ab sofort ist beim Webbrowser Brave die eigene Suchmaschine Brave Search Standard, wenn Du damit im Internet suchst. In den USA, in Kanada und in Großbritannien wird dabei Google ersetzt. In Deutschland war bisher DuckDuckGo der Standard und in Frankreich Qwant. Auch diese Suchmaschinen sind durch das eigene Brave Search ersetzt.

Setzt Du Brave bereits ein, wird Dir aber Brave Search nicht aufgezwungen. Du behältst die Suchmaschine, die Du eingestellt hast. Wie bei eigentlich allen Browsern kannst Du Dir auch bei Brave aussuchen, worüber Du im Web suchen möchtest.

Brave Search als Standardsuchmaschine auswählen
Brave Search als Standardsuchmaschine auswählen

Lädst Du den Browser neu herunter, wird Dir das Datenschutz-freundliche Brave Search in den oben genannten fünf Ländern als Standard vorgeschlagen. Genauer gesagt gilt das ab der Version 1.31 für Desktops und Android und Version 1.32 für iOS. Weitere Länder folgen in Kürze.

Noch keine Werbung in Brave Search

Kennst Du den Browser, weißt Du bereits, dass Du Werbung einblenden kannst. Die Werbung ist nicht aufdringlich und Du kannst selbst entscheiden, ob Du sie haben möchtest oder nicht. Schaust Du Dir Werbung an, wirst Du in der Kryptowährung $BAT bezahlt. Die Abkürzung steht für Basic Attention Token und läuft auf der Ethereum-Blockchain.

Brave Search zeigt momentan noch keine Werbung an, aber die kostenlose Version wird das bald tun. In Zukunft will das Unternehmen auch eine werbefreie Premium-Version anbieten.

80 Millionen Anfragen pro Monat

Es klingt nicht viel, aber in Sachen Wachstum seit dem Start, sind 80 Millionen Suchanfragen beachtlich. Menschen scheint zu gefallen, dass sie ihre Daten nicht an Big-Tech-Unternehmen weitergeben und nutzen solche Alternativen gerne.

Außerdem startet die Firma das Web Discovery Project (WDP). Du kannst hier anonym Daten zur Verfügung stellen und damit Brave Search verbessern. Das Projekt ist opt-in und das Entwickler-Team verspricht, dass die Daten komplett anonym sind und sich nicht verknüpfen lassen.

Mit WDP will das Unternehmen den Aufbau des Suchindex verbessern. Big Tech benutzt ähnliche Methoden, fragt die Anwenderinnen und Anwender aber nicht wirklich, ob das in Ordnung ist. Diese Sau wurde ja wirklich schon oft genug durchs Dorf getrieben – es scheint aber wenig zu bringen.

Bist Du am Programm angemeldet, kannst Du Dich zu jeder Zeit wieder abmelden. Wer sich für das Web Discovery Project von Brave interessiert, findet weitere Details dazu auf GitHub.

Brave baut sein Angebot derzeit immer weiter aus, wie etwa das kürzlich vorgestellte Brave Talk. Es basiert auf Jitsi und Privatanwender können damit kostenlos Videoanrufe durchführen.

Der Webbrowser basiert auf Chromium und Du bekommst ihn für Linux, Android, Windows, macOS und iOS.

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