Android 12 bekommt anscheinend native WireGuard-Unterstützung

2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Der Commit für WireGuard stammt von Greg KH (Greg Kroah-Hartman) und der Name sagt den meisten Leuten etwas, die sich näher mit Linux beschäftigen. Es ist ein Kernel-Entwickler mit sehr gutem Ruf. Sein Kommentar: Add native kernel support for a sane VPN

Also native Kernel-Unterstützung für ein vernünftiges VPN (Virtual Private Network), könnte man das etwas frei übersetzen.

Nachdem es WireGuard in der Zwischenzeit in den Linux-Kernel geschafft hat (seit 5.6), ist wohl auch Google zufrieden genug mit dem VPN-Protokoll, es in Android aufzunehmen. Das dürft all die Leute freuen, die einen eigenen WireGuard-Server betreiben (ist einfacher, als Du denkst).

Nativer Client für Android funktioniert gut

Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass die Android App von WireGuard gut funktioniert. Ich benutze sie immer wieder, um mich mit meinem WireGuard-Server zu verbinden. Natürlich geht das nicht, wenn ich das nervige Geoblocking umgehen möchte.

Neuere Linux-Distributionen unterstützen das VPN-Protokoll ebenfalls. Bei Ubuntu oder Linux Mint ist es inzwischen in den Repositories und lässt sich einfach über den Paketmanager installieren.

Die WireGuard-Pakete lassen sich einfach installieren

Die WireGuard-Pakete lassen sich einfach installieren

Auch diverse VPN-Anbieter unterstützen das Protokoll schon.

PIA und NordVPN mit WireGuard-Unterstützung

Wer keinen eigenen Server betreiben und das neue VPN-Protokoll trotzdem benutzen möchte, der kann sich einen Anbieter holen, der WireGuard anbietet. Es gibt mehrere Anbieter. Benutzt Du allerdings Linux auf dem Desktop, dann bieten sich NordVPN (günstig und schnell!)* oder PIA (günstig!) * an.

Beide bieten sehr gute Clients für Linux an, wobei mir der Kommandozeilen-Client von NordVPN lieber ist. Den gibt es unter anderem auch für den Raspberry Pi und damit kannst Du wiederum relativ einfach einen VPN-Router basteln.

Beide Anbieter haben auch gute Android-Clients und benutzt Du die, kann es Dir eigentlich egal sein, was Android 12 nativ unterstützt. Für Firmen ist das natürlich etwas anderes oder wenn Du zu Hause Deinen eigenen VPN-Server hast. Es ist immer besser, wenn man nichts zusätzlich installieren muss.

Was mich an Android eher nervt, dass man nur ziemlich kompliziert an die neueste Version kommt. Geräte werden so schnell nicht mehr offiziell unterstützt und dann ist man aufgeschmissen. Mein Nexus 5X ist echt noch gut und würde mir auch reichen (aber der Akku wird irgendwann aufgeben). Aber ich bekomme keine Updates / Security-Patches mehr dafür und das ist schon irgendwie ärgerlich.

Ich liebäugle deswegen gerade mit einem Fairphone. Da kann ich erstens alle Komponenten selbst und einzeln tauschen und es gibt noch 4 Jahre Support für das Betriebssystem. Allerdings taugen mir die Maße nicht – warum denken alle Hersteller, dass jeder eine Kinoleinwand mit sich rumtragen will? Gibt es denn keine vernünftigen Geräte, bei denen man keinen Leiterwagen für den Transport braucht? Über Tipps bin ich dankbar.

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2 Kommentare zu “Android 12 bekommt anscheinend native WireGuard-Unterstützung”

  1. Rayman sagt:

    Was ein passendes Smartphone angeht, so habe ich vor kurzem mein erstes Gebrauchtes bei eBay erworben (LG G5 H850) und /e/ OS drauf geflasht:
    https://doc.e.foundation/devices/h850/

    Hier dazu das passende Lineage-Wiki
    https://wiki.lineageos.org/devices/h850

    Insgesamt bin ich ganz zufrieden, wobei es noch einige technische Unzulänglichkeiten gibt. Ich weiß nicht, ob es an der zu Grunde liegenden Android-Version 7.1.2 (Nougat) liegt oder an der Hardware. So geht z. B. Bluetooth nicht zuverlässig mit allen Audio-Devices oder auch die GPS-Navigation will nicht so richtig. Aber ansonsten bin ich zufrieden mit /e/ OS und sehe erstmal von einem Upgrade auf Lineage 17.1 (basiert auf Android 10) ab.

    Toll finde ich an dem Gerät, dass man den Akku leicht tauschen kann und es auch ansonsten eine gute Reparierbarkeit vorzuweisen hat:
    https://de.ifixit.com/smartphone-repairability?sort=score
    Außerdem ist es verblüffend, dass ein Gerät von 2016 bis zu 2 TB Micro-SD-karten unterstützt. Auch das Display macht einen hochwertigen Eindruck (klar, in einem Bereich leichtes Backlight Bleeding, das kann ich aber verschmerzen, wurde ja gebraucht erworben).

    Den Bootloader zu entsperren fand ich auch etwas nervig und der eigentliche Flash-Vorgang war nicht ganz so wie in der Anleitung beschrieben. Aber jetzt weiß ich ja wie der Hase läuft …

    Grundsätzlich finde ich es sinnvoll, Geräte so lange wie möglich zu benutzen oder ein Gebrauchtes zu erwerben, wenn es sinnvolle Unterstützung durch Custom Roms erhält.

    Was Dein Nexus 5X angeht, gibt es sowohl von /e/ OS ein passendes Rom (sogar schon basierend auf Android 8 Oreo):
    https://doc.e.foundation/devices/bullhead/

    Bei Lineage sieht es eher so aus, als müsstest Du für das Nexus 5X das Image selbst bauen.

    Mir ist ehrlich gesagt das Fairphone 3 auch deutlich zu groß. Diesen Trend verstehe ich auch nicht. Dabei finde ich deren Ansatz sehr unterstützenswert.

  2. DeepThought sagt:

    Super Empfehlungen von Rayman !
    Hab selber Lineage auf meinem OnePlus3 laufen.
    /e/ OS wollte ich auch schon lange mal auf meinem alten Nexus 5 mal probieren.

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