ownCloud 9.1 mit integrierter Zwei-Faktor-Authentifizierung

21 Juli 2016 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Ab sofort steht ownCloud 9.1 Community Edition zur Verfügung. Zu den Neuerungen gehören Zwei-Faktor-Authentifzierung und Collabora Online.

Gestern wurden übrigens Updates für ältere ownCloud-Versionen zur Verfügung gestellt.

Authentifizierung

Die Entwickler haben Verbesserungen bei der Authentifizierung implementiert. Des Weiteren können sich Anwender eine Liste mit allen verbundenen Geräten anzeigen lassen. Sollte es notwendig sein, dann können Nutzer Sitzungen auch terminieren.

Des Weiteren ist die Möglichkeit von  TOTP (Time-based One-Time Passwords) gegeben. Damit lässt sich die Security der Konten erhöhen, indem Services wie zum Beispiel Google Authenticator oder die Open-Source-Implementierung des TOTP-Standards genutzt werden.

ownCloud 9.1 mit TOTP

ownCloud 9.1 mit TOTP

Weiterhin kündigen die Entwickler eine Partnerschaft mit PrivacyIDEA an. Das ist ein Authentifizierungs-Server (Open Source), der von Net Knights GmbH bereitgetellt wird.

Collabora Online

Weiterhin gibt es LibreOffice Online als Docker-Paket. Damit lassen sich direkt in der ownCloud Dokumente mit den Formaten DOC, DOCX, PPT, PPTX, XLS, XLSX und natürlich ODF bearbeiten.

Es steht zwar nicht direkt so in der Ankündigung, aber es dürfte sich um das gleiche Docker-Abbild handeln, das vor ein paar Tagen schon von Collabora und Nextcloud angekündigt wurde.

Verbesserte Skalierbarkeit und Federation

Die Entwickler schreiben, dass sich die Skalierbarkeit von ownCloud 9.1 verbessert hat. Unter anderen lässt sich  als Backend Multi-Bucket Object Storage einsetzen.

Federation wird mit besserer Performance angegeben. Außerdem führt das Teilen eines sogenannten Federated Shares nicht mehr zu einer Kette von weiteren Shares. Stattdessen verbindet sich der Server des Besitzers des Shares mit dem neuen Share.

Kontakte, Kalender und ownCloud Mail

Die Apps Contact, Calendar und ownCloud Mail haben laut eigenen Angaben viele Verbesserungen erhalten. Ein Update kannst Du über den App Store von ownCloud durchführen.

Als ein Beispiel der Verbesserungen geben die Entwickler an, dass sich Geburtstage nun auch in gemeinsam genutzten Adressbüchern eintragen.

Download ownCloud 9.1

Die Community-Version con ownCloud 9.1 ist fertig und somit sollte die Enterprise Edition ebenfalls in wenigen Wochen erscheinen.

Du kannst die aktuelle Version der ownCloud aus dem Download-Bereich der Projektseite herunterladen. Vorgefertigte Pakete für Debian, Ubuntu, RHEL (Red Hat Enterprise Linux), CentOS, openSUSE und SLE (SUSE Linux Enterprise) stellen die Entwickler der ownCloud 9.1 hier zur Verfügung.

ownCloud 9.1 für verschiedene Distributionen

ownCloud 9.1 für verschiedene Distributionen

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4 Kommentare zu “ownCloud 9.1 mit integrierter Zwei-Faktor-Authentifizierung”

  1. Didi sagt:

    Bisher hatte ich Owncloud und Nextcloud parallel laufen. Mit dem endgültigen Umstieg wollte ich mir noch etwas Zeit lassen. Das Upgrade auf 9.1.0 ging, wie jedes andere Upgrade (nicht Update) auch, voll in die Hose. Owncloud quittierte mit einer Fehlermeldung, was mich zu einer Neuinstallation veranlasste. Als nach dem Einloggen zunächst 9.1.0 angezeigt wurde, wurde ich kurze Zeit später nach weiterem Einloggen darauf aufmerksam gemacht, es sei 9.0.1 installiert und es liege bereits 9.0.4 vor. Da platzte mir endgültig der Kragen. Die Serverversion Ownclouds existiert nicht mehr, sondern nur nur Nextcloud mit dem Owncloud-Client. Ich bin gespannt, wann ich endlich auch diesen widerlichen Rest entfernen darf.

    • jdo sagt:

      Jetzt wäre noch spannend, wie Du die Upgrades durchführst. Bei mir klappten die Upgrades in der jüngeren Vergangenheit schon, allerdings über die Repositories für Ubuntu oder über den Paket-Manager.

  2. Didi sagt:

    Der Server sollte sich über den Adminbereich aktualisieren lassen. Bisher wurde mir jedoch dort -jedenfalls nicht sofort nach Erscheinen- keine neuere Version angezeigt, so dass ich neu installiert habe. Ich werde einfach mal abwarten. Schlimmer kann es ja nicht werden.

  3. Matze sagt:

    OC 9.1 ist eine tolle Sache! Wäre da nicht die Story, dass die Offiziell freigegebene System-App 'Share Files' den dezenten Hinweis: "Diese Anwendung kann nicht aktiviert werden, da sie den Server instabil macht" kund tut. Ich hab OC unter Debian laufen und bei einem Systemupdate mehr oder minder versehentlich über den stable-Kanal auf 9.1 geupgraded. Eigentlich war ich mit 9.04 recht zufrieden, die lief einfach und machte keine Zicken wie die Vorversionen. Naja, scheint ein konfuser Markt mit den Clouds zu sein. Bei den anderen Anbietern läuft es soweit ich das sehe auch nicht wirklich besser. Ich denke, ich werde in meiner kleinen Firma wieder von Cloud- auf Reiter-basierende Datenzustellung umswitchen... Bis neulich 🙂

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