Chrome 32-Bit für Linux wird eingestellt – Support endet auch für Ubuntu 12.04 und Debian 7

23 Januar 2016 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Spannende Zeiten gibt es derzeit bei Googles Browser Chrome. Gerade erst wurde Version 48 mit VP9-Unterstützung für WebRTC zur Verfügung gestellt. Ebenso hat man die Bühnenreife für Brotli angekündigt, das ab Chrome 49 für deutlich mehr Geschwindigkeit bei Seiten mit HTTPS sorgen soll. Auf der anderen Seite wird Chrome 32-Bit für Linux eingestellt.

Den Schritt kann man in dieser Nachricht nachlesen. Chrome 32-Bit wird für alle Linux-Distributionen eingestellt. Da man die beste Anwender-Erfahrung für die am meist genutzten Linux-Distributionen zur Verfügung stellen möchte, gibt es bald außerdem keine Unterstützung mehr für Ubuntu 12.04 LTS Precise Pangolin, das noch bis 2017 mit Updates versorgt wird und Debian 7 Wheezy. Wer die neuesten Versionen von Chrome unter Ubuntu weiterhin nutzen möchte, sollte nach Möglichkeit auf Ubuntu 14.04 Trusty Tahr aktualisieren. Analog gilt das für Debian 8 Jessie.

Ab Anfang März will man den Support für Chrome 32-Bit und die oben genannten Linux-Distributionen einstellen und ab diesem Zeitpunkt wird es keine Updates, Upgrades oder Security-Fixes mehr für den Browser geben.

Chrome 32-Bit muss weichen, die 64-Bit-Version bleibt natürlich

Chrome 32-Bit muss weichen, die 64-Bit-Version bleibt natürlich

Chrome 32-Bit != Chromium 32-Bit

Allerdings will man die Build-Konfigurationen für Chromium 32-Bit weiterhin unterstützen. Wie lange, steht da nicht – wohl noch eine ganze Weile. Das heißt im Klartext, dass man Chromium weiterhin auf 32-Bit installieren und nutzen kann und auch Updates dafür bekommt. Chromium ist bekanntlich Chrome ohne die proprietären Komponenten. Viele Linux-Anwender, die ich kenne, setzen neben Firefox auch Chromium ein.

Der Schritt ist auch irgendwie richtig. Man kappt die Leine nicht komplett, sondern stellt Chromium 32-Bit weiter zur Verfügung. Die Anwender stehen somit nicht wirklich im Regen. Allerdings müssen wir uns auch langsam aber sicher von 32-Bit verabschieden. Ich selbst betreibe noch eine ZBOX als kleinen Server, die mit einer 32-Bit-Architektur ausgestattet ist. Darauf läuft derzeit Ubuntu 14.04 LTS Trusty Tahr. Sollte die in die ewigen Jagdgründe eingehen, dann hoffe ich, dass es bis dahin ein 64-Bit ARM SoC gibt, womit ich mein Serverchen ersetzen kann. Das Pine A64 zum Beispiel.

Ich schätze mal, dass Mozilla Firefox noch eine ganze Weile für 32-Bit-Architekturen anbietet. Aber auch hier wird man irgendwann nur noch 64-Bit unterstützen, beziehungsweise gibt es für Windows die 64-Bit-Version noch gar nicht mal so lange. Man kann an dieser Stelle lediglich spekulieren, wann der Support für 32-Bit eingestellt wird.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

Ein Kommentar zu “Chrome 32-Bit für Linux wird eingestellt – Support endet auch für Ubuntu 12.04 und Debian 7”

  1. BF sagt:

    Es ist soweit: keine i386er Version von Chrome.

    Fehlermeldung obwohl ich die amd64 Version installiert habe:
    "W: Fehlschlag beim Holen von http://dl.google.com/linux/chrome/deb/dists/stable/Release Erwarteter Eintrag »main/binary-i386/Packages« ..."

    Nachdem ich über eine Stunde nach den falschen Begriffen gesucht habe:
    man kann den Sources Eintrag auf eine Architektur festsetzen.
    "[arch=amd64]"
    weil sonst auch nach der "foreign-architectures" gesucht wird.

    https://www.reddit.com/r/chrome/comments/48oje6/linux_how_to_fix_failed_to_fetch/

    BF

Antworten