Brotli wird Webseiten bis zu 26 Prozent besser komprimieren und somit schneller laden

20 Januar 2016 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Brotli ist kein kleine Stück Backware aus der Schweiz, sondern ein neuer Komprimierungs-Algorithmus, der von Google im September 2015 vorgestellt wurde.

Laut Ilya Grigorik ist der neue Algorithmus reif für die große Bühne der Browser und wird bald in Chrome und Chromium implementiert – mit Chrome 49 soll es soweit sein. Ach Mozilla will die Software in Firefox künftig einsetzen und hat schon in Firefox 44 damit experimentiert.

Brotli kommt ...

Brotli kommt …

Mit Brotli bis zu 26 Prozent höhere Komprimierung

Der Algorithmus kann Daten um bis zu 26 Prozent mehr als der Vorgänger, Zopfli, komprimieren. Das wirkt sich natürlich positiv auf die Ladezeiten von Webseiten aus, da diese wesentlich schneller auf dem Bildschirm erscheinen.

Hinweis: Brotli ist nur für HTTPS-Verbindungen verfügbar. Außerdem benötigt man einen Server, der das Komprimierungs-Verfahren unterstützt. Das kann noch eine Weile dauern.

Google sagt außerdem, dass sich die geringere Datenübertragung positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt.

Auf dieser Seite hinsichtlich Chromium kann man Nachfolgendes über die Vorteile lesen:

  • Brotli verbessert gzip für normale Web-Komponenten wie zum Beispiel CSS, HTML, JavaScript um 17 bis 25 Prozent.
  • Brotli -11-Dichte verglichen mit gzip -9 … bin mir gerade nicht ganz sicher, ob das ein Seitenhieb auf Spinal Tap ist – Goes to eleven

  • Bei HTML bis zu 25 Prozent Einsparungen
  • Bei JavaScript (Alexa Top 10.000): 17 Prozent weniger
  • minimiertes JavaSCript (Alexa Top 10.000): 17 Prozent Einsparungen
  • CSS (Alexa Top 10.000): 20 Prozent weniger Daten

Außerdem ist geplant, diese Funktion auf alles sechs Plattformen auszurollen, die Blink einsetzen – also Linux, Chrome OS, Android, Android WebView, Windows und Mac OS X.

Ich bin schon gespannt – mehr Geschwindigkeit bei Computern und weniger Traffic schadet nie.

Du kannst gerne Deinen Senf zu diesem Beitrag geben: Hier geht es zu den Kommentaren




Schreiben macht durstig! Eine kleine Erfrischung kann daher nie schaden. Wem dieser freie Artikel gefallen hat, der darf mir gerne einen frisch gezapften Hopfen-Tee ausgeben (Paypal - der Spenden-Knopf
oder bitcoin - Adresse: 1NacVNwcLLePUVv8uSafu5Ykdwh8QyDfgK). Ich freue mich über jede noch so kleine Spende. Vielen Dank und Prost!
 Alle Kommentare als Feed abonnieren

2 Kommentare zu “Brotli wird Webseiten bis zu 26 Prozent besser komprimieren und somit schneller laden”

  1. Hast du eigentlich immernoch dieses lahme Internet?
    Was machen eigentlich Proxy und DNS- Cache? Läuft das noch gut oder hast du mittlerweile was besseres gefunden?

    • jdo sagt:

      Ja, ich habe immer noch ein lahmes Internet - 2 MBit ... mein Proxy und der DNS-Cache laufen immer noch gut. Beim Proxy wird es halt schwierig, weil mehr und mehr Seiten https verwenden und der Proxy damit obsolet ist. Aber mein Serverchen läuft so oder so und für die eine oder andere Seite hilft der Proxy dann doch.

      Der DNS-Cache funktioniert aber einwandfrei und zumindest die DNS Lookups sind schnell.

Antworten