Linux Kernel 4.2 wird umfangreiche neue Funktionen mit sich bringen

6 Juli 2015 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Das Merge-Fenster für Linux-Kernel 4.2 ist geschlossen und der erste Release-Kandidat ist ausgegeben. Auf phoronix.com sind die Neuerungen zusammengefasst. Man kann durchaus sagen, dass der geplante Funktionsumfang bei diesem Kernel durchaus beachtlich ist. Linux Kernel 4.2 soll noch in diesem Sommer erscheinen.

Linux Kernel 4.2 und seine Neuerungen bei CPU und GPU

Der Pinguin hat mit Linux Kernel 4.2 Großes vor

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Zu den Highlights gehören neue Kernel-Treiber für AMD GPUs. Sie unterstützen die neuesten Radeon GPUs und auch künftige. Dazu gehören Radeon R9 285 Tonga und künftige, inklusive Carrizo APUs und Fiji/Fury GPUs. Dieser AMDGPU-Treiber wird neben dem derzeitigen Radeon-DRM-Treiber koexistieren. Möglicherweise setzt sogar der Catalyst-Linux-Treiber künftig auf diesen neuen Kernel-Treiber auf. Der proprietäre Catalyst-Treiber würde dann im User Space isoliert sein.

Der Treiber VirtIO ist eine weitere DRM-Konponente. Eventuell wird das Teil des Projekts Virgil3D und man kann damit OpenGL- / 3D-Beschleunigung an Gast-Virtuelle Maschinen des Virtualisierungs-Stacks von Red Hat (KVM / QEMU) weitergeben.

Weiterhin gibt es anfängliche Unterstützung für Intel Broxton Atom SoCs. Tablets oder Geräte, die mit Broxton ausgestattet sind, darf man in den kommenden Monaten erwarten.

Es gibt noch einige andere DRM-Änderungen. Leider gibt es diesmal wohl keine Fortschritte bei Nouveau.

Weiterhin werden neuen ARM Boards und SoCs unterstützt. Dazu gehören Freescale i.MX7D, ZTE ZX296702 und HiSilicon hi6220 mit dem neuen HiKey Board ( Octa-Core 64-Bit ARM Cortex-A53). Unterstützung gibt es auch für die neue Prozessor-Architektur Renesas H8/300, sowie Support für ARCv2 und HS38 CPU.

Ebenfalls wurden Verbesserungen und Feinabstimmungen an Scheduler vorgenommen.

Storage und Massenspeicher

NCQ TRIM wurde verbessert. Nun kann man aktivieren und deaktivieren erzwingen, sollte man ein schlecht unterstütztes SSD (Solid-State Drive) im Einsatz haben.

Für das Dateisystem GFS2 (Globa File System 2) gibt es Verbesserungen bei der Performance.

Am Dateisystem ext4 werden einige Aufräumarbeiten vorgenommen.

Bei F2FS wird es Verschlüsselung auf Dateiebene geben. Das Verschlüsselungs-Design basiert auf dem von ext4, das mit Linux-Kernel 4.1 eingeführt wurde.

Bei Btrfs gibt es Fixes und Updates für Quotas. DAX-unterstützung für XFS ist ebenfalls enthalten.

Diverse andere Änderungen bei Linux Kernel 4.2

Gerade bei Eingabegeräten tut sich einiges. Die LEDs des drahtlosen Controllers der Xbox funktionieren nun und es gibt Unterstützung für Logitech M560, Sony Motion Controller und Sony Navigation Controller der PlayStation 3 und 4.

Darüber hinaus gibt es Verbesserungen bei Audio, NV-DIMM, sowie Fortschritte bei ACPI6 und der Energieverwaltung.

Diverse Treiber-Updates bei der x86-Plattform sind enthalten und Unterstützung für UEFI ESRT (EFI System Resource Table). Bei Fedora 23 soll man das System für UEFI-Firmware-Updates in einer benutzerfreundlichen Art nutzen können.

Weiterhin sind Verbesserungen bei der Performance für NTB (Non-Transparent Bridging) vorhanden.

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