ownCloud 8.0 setzt PHP 5.4 voraus und erleichtert Administration

1 Februar 2015 2 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Nachdem die Entwickler der ownCloud 8.0 bereits verraten haben, was der Anwender so erwarte kann, gibt man nun einige Informationen für Systemadministratoren aus. Auch die IT-Frauen und -Männer im Hintergrund müssen sich auf Veränderungen einstellen, wollen sie die ownCloud 8 nutzen.

Veränderungen bei ownCloud 8 – setzt mindestens PHP 5.4 voraus

Eine Änderung haben die Entwickler in der Ankündigung etwas weiter hinten, ich stelle sie allerdings an den Anfang. Der Grund ist, da es meinen kleinen ZBOX-Server mit Ubuntu 12.04 direkt betrifft.

ownCloud 8 setzt PHP 5.4 voraus. Die Entwickler der ownCloud 8 haben somit Zugriff auf neue Funktionen und können diese unter anderem für Performance-und Stabilitäts-Verbesserungen umsetzen.

Ubuntu 12.04 bringt per Standard allerdings PHP 5.3 mit sich. Nun habe ich zwei Möglichkeiten:

  1. Upgrade auf Ubuntu 14.04 Server (do-release-upgrade)
  2. Upgrade der PHP-Version auf 5.4 oder 5.5 via PPA

Da mein Server für meine Bedürfnisse genau das tut, was er soll, entscheide ich mich für Lösung 2. Aber auch hier gibt es wieder zwei Optionen:

  1. Upgrade auf PHP 5.5
  2. Upgrade auf PHP 5.4

Ich werde wohl versuchen, sofort PHP 5.5 einzusetzen oder vielleicht doch erst in einer VM? Hmmm … noch mal eine Nacht darüber schlafen. Auf der anderen Seite kann man die alten Pakete über die Repositories auch recht einfach wieder einspielen. Ich denke … Altes Admin-Sprichwort: Never change a running System und meine ownCLoud 7 läuft eigentlich ganz gut – vielleicht die ownCloud 8 in eine virtuelle Maschine packen und warten, bis es ein paar Punkt-Versionen gibt.

Über das das entsprechende PPA würde es auf jeden Fall so funktionieren:

  • sudo add-apt-repository ppa:ondrej/php5
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install php5

Wer etwas konservativer vorgehen und PHP 5.4 unter Ubuntu 12.04 installieren möchte, der nimmt das PPA ppa:ondrej/php5-oldstable.

Das Problem mit einer zu alten PHP-Version dürften auch andere LTS-Distributionen haben. Ich weiß es nicht genau und bin gerade zu faul zum Nachsehen. Ich schätze aber, dass diverse, noch untrstützte RHEL- (Red Hat Enterprise Linux) und SUSE-Varianten ebenfalls nicht auf PHP 5.4 setzen. Debian 7 „Wheezy“ womöglich auch nicht. WIll sagen, einfach mal auf der Kommandozeile des Servers php -v ausführen und nachsehen.

ownCloud 8: MIt PHP 5.3 unter Ubuntu 12.04 werde ich nicht weit kommen

ownCloud 8: MIt PHP 5.3 unter Ubuntu 12.04 werde ich nicht weit kommen

Einfachere Administration bei ownCloud 8

Die Entwickler haben sich für ownCloud 8 darauf konzentriert, die Administration zu vereinfachen. Die Schnittstellen für die Administration und Einstellungen haben eine neue Seitenleiste bekommen, womit man die jeweilige Konfiguration schneller erreichen kann.

ownCloud 8: Administration mit Seitenleiste (Quelle: owncloud.org)

ownCloud 8: Administration mit Seitenleiste (Quelle: owncloud.org)

Als Teile dieser Verbesserungen wurden auch die App-Installation, das Upgraden und das Entfernen überarbeitet. Durch die Änderungen im Layout ist es nun einfacher, aktivierte oder deaktivierte Apps zu finden. Apps von Drittanbietern zeigen nun Bewertungen an und sind auch danach sortiert.

Auch der Updater von ownCloud soll intelligenter geworden sein. Potenzielle Fehler werden früher erkannt und es lässt sich somit ein Rollback einleiten. Zusätzliche Statusmeldungen sorgen für ein besseres Feedback.

Anwender-Management

Das User-Management wurde ebenfalls überarbeitet. Neben den existierenden Filtern gibt es komplett neue Funktionen. Administratoren können nun die E-Mail-Adressen der Anwender ändern, Nutzern sortieren, mehrere Anwender auf einmal auswählen, Gruppen umbenennen und so weiter. Somit ist die Administration der ownCloud 8 während des Betriebs einfacher.

Weiterhin haben die Entwickler die Performance in Sachen LDAP und AD (Active Directory) verbessert. Es gibt zusätzliche Konfigurations-Optionen und einen Experten-Modus. Weiterhin ist ein Utility vorhanden, mit dem man Anwender für die ownCloud verifizieren oder daraus entfernen kann, die nicht mehr länger in LDAP oder AD gelistet sind.

Integrating with LDAP and AD directories for user management is one of the most critical capabilities required for a file sync and share solutions. ownCloud has significantly improved LDAP and AD performance, provided additional configuration options and expert modes, and added a new utility for verifying and removing users from ownCloud that are no longer active in LDAP or AD, making it easier to maintain ownCloud in the enterprise.

Das Provisioninig-API war bisher Enterprise-Kunden vorbehalten. Es ist nun auch für die Community als Open-Source-App verfügbar.

ownCloud 8 testen

Wer ownCloud 8 testen möchte, kann sich die Open-Source-Cloud via Download-Seite herunterladen. Du findest die Test-Version am unteren Ende.

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2 Kommentare zu “ownCloud 8.0 setzt PHP 5.4 voraus und erleichtert Administration”

  1. Steffen sagt:

    Debian Wheezy hat PHP5.4 in Gepäck und ist auch recht zeitnah im Ausliefern von Updates. Ich setze trotzdem lieber auf die Repos von dotdeb.org, deren Pakete werden imho weniger schlampig zusammengestellt. Bei Debian selbst hatte ich durchaus schon das vergnügen mit fehlerhaften PHP-Paketen.

    Bei Owncloud frage ich mich ja, ab welcher Version sie sich endlich mal ausschließlich der Performance und Stabilität widmen, anstatt gefühlt 10 Hauptversionen pro Jahr rauszuwerfen und sie mit immer mehr Features vollzustopfen.

  2. Matthias sagt:

    Bevor du kritische Updates einspielst, kannst du einfach einen kompletten Snapshot von deinem Betriebssystem (oder auch nur von /root) hiermit nehmen: http://redobackup.org/features.php

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