Darktable 1.6.0 mit vielen Verbesserungen veröffentlicht

11 Dezember 2014 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Ab sofort ist Darktable 1.6 verfügbar. Wer gerne Fotos macht und Linux verwendet, kennt die Software vermutlich sowieso. Darktable ist eine hervorragende Open-Source-Software, mit der man ausgezeichnet RAW-Dateien bearbeiten kann.

Interessante Neuerungen in Darktable 1.6.0

Die sichtbarste Änderung dürfte wohl die neue Diashow-Funktion sein, die sich bei mir unter Linux Mint 17.1 allerdings nun schon mehrmals aufgehängt hat. Ansonsten gibt es Unterstützung für HiDPI- und Retina-Bildschirme.

Darktable 1.6.0

Darktable 1.6.0

Das Darktable-CLI (Command Line Interface) in Darktable 1.6.0 funktioniert nun auch ohne laufenden X-Server. Weiterhin gibt Unterstützung für Audio-Notizen.

Darktable 1.6.0 unterstützt sehr große Dateien > 32-Bit-Pixel-Index. Somit lassen sich laut eigenen Angaben TIFF-Dateien der Größenordnung 26770×13385 öffnen. Man sollte damit allerdings keine Experimente auf einem 32-Bit-Betriebssysteme machen.

Hat man Objektiv-Korrektureinstellungen vorgenommen, kann man diese via Copy & Paste auf andere Bilder übertragen.

TIFF kann nun mit 32-Bit Float umgehen und Komprimierung wird unterstützt. PPI (DPI / Punktdichte) für JPEG-Export lässt sich nun definieren, wobei der Standard in Darktable 1.6.0 300 ist. Möchte man seine Bilder zu Flickr exportieren, geht das nun auch via https. Außerdem gibt es für die Tonwerte (neudeutsch Levels) nun einen automatischen Modus.

Darktable 1.6: Tonwerte

Darktable 1.6: Tonwerte

Laut Aussage der Entwickler hat sich die Performance wesentlich verbessert. Das liegt am SSE-Code für die Bildbearbeitung. Weißabglich und Invertieren sind zum Beispiel signifikant schneller.

Es gibt anfängliche Unterstützung für X-Trans-Sensoren. Außerdem ist Unterstützung für über ein Dutzend neuer Kameras vorhanden, inklusive neuere Entrauschen-Profile. Auch das Handbuch haben die Entwickler überarbeitet.

Herausstellen kann man noch den neuen Rekonstruktions-Modus hinsichtlich der Farbe. Der Algorithmus versucht sowohl Farbe als auch Struktur in „Clipping Areas“ wiederherzustellen. Das sind Bereiche, in denen bei den Kanälen Informationen fehlen. Diese Funktion wurde von einem Magic-Lantern-Entwickler beigesteuert. Es wird bei Darktable 1.6 im Anwenderhandbuch unter Punkt 3.4.1.8 (Highlight Recontstruction) beschrieben und auf Deutsch nennt es sich Spitzlicht-Rekonstruktion.

Es gibt wirklich sehr viele kleine Änderungen und Verbesserungen. Interessierte finden detaillierte Informationen in der offiziellen Ankündigung.

Darktable 1.6.0 installieren

Das Entwickler-Team stellt ganz gute Installations-Hinweise zur Verfügung. Man findet, wie sich Darktable unter Ubuntu / Linux Mint, Debian, Fedora, openSUSE, Arch, CentOS, Red Hat Enterprise Linux (RHEL), Gentoo, FreeBSD und so weiter installieren lässt. Möchte man für Ubuntu oder Linux Mint 17.1 Darktable 1.6.0 installieren, kann man ein PPA zu Rate ziehen. Der Dreisprung würde dann so aussehen:

  • sudo apt-add-repository ppa:pmjdebruijn/darktable-release
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get install darktable

Anwender von Mac OS X dürften sich freuen, dass es auch eine Version von Darktable 1.6.0 für das Apple-Betriebssystem gibt.

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