Apache OpenOffice wäre 21 Millionen US-Dollar pro Tag wert

13 Februar 2013 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Apache OpenOffice Logo 150x150Hier ist eine nette Zahlenspielerei, die man unter dem Motto „Glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“ einstufen könnte, wenn monitäre Hintergedanken im Spiel wären. Bei freier Software ist das allerdings weniger der Fall und somit spielen wir einfach mal mit.

Apache ist bekanntlich eine Non-Profit-Organisation, die unter anderem OpenOffice entwickelt. Man bezahlt keine Entwickler dafür, sondern ist auf freiwillige Helfer angewiesen. Im Jahre 1192 (ich wurde darauf hingewiesen, dass ein Abakus weniger gekostet hat, die richtige Jahreszahl hier ist 1992 🙂 – sorry ) kostete eine Tabellenkalkulation nicht 595 US-Dollar und nur Geschäftsleute konnten sich das eigentlich leisten. Heutzutage ist ein Rechner laut Apaches Blog nur dann als komplett ausgestattet angesehen, wenn er eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation und eine Präsentations-Software beinhaltet. Das gilt zumindest für die meisten Anwender – ich persönlich habe schon ein gefühltes Jahrhundert keine Präsentations-Software mehr benutzt. Office-Software wird heutzutage neben dem Bürop auch zu Hause und in Schulen benutzt.

Apache OpenOffice 3.4 herunterladen

Download: Apache OpenOffice 3.4

Anwender von 236 verschiedenen Ländern und Gebieten haben Apache OpenOffice seit dessen Bestehen heruntergeladen. Seit Mai 2012 wurde Apache OpenOffice 3.4 insgesamt 37 Millionen Mal via sourceforge.net heruntergeladen. Stellt man das in Relation zu den Höhenmetern der Zugspitze, wären das 12491,6 Downloads pro Höhenmeter … äh halt … anders … 🙂

Dass man als Hauptalternative zu OpenOffice Microsoft Office auflistet und LibreOffice (hier ist die Anwenderzahl schwer zu beurteilen, da viele Linux-Anwender das Paket gleich mitgeliefert bekommen und nicht herunterladen müssen) gar nicht erwähnt … egal … Man spricht auf jeden Fall von der günstigeren „Home und Student“-Version des Microsoft-Pakets. Die neueste Version, 2013, der Software wird laut Angaben des Blogs zu einem Preis von 139,99 US-Dollar oder in Deutschland für 139 Euro (wobei Amazon.de 113 Euro haben möchte – amazon.com sagt 139,99 US-Dollar) verkauft.

Um die Rechnung einfacher zu machen, geht man nun von einem Durchschnittspreis von Microsoft Office 2013 von 150 US-Dollar aus, die ein Anwender von OpenOffice natürlich spart. Apache OpenOffice 3.4.1 wird derzeit 138,928 Mal am Tag heruntergeladen. Multipliziert man diese Zahl mit 150 US-Dollar, kommt man auf fast 21 Millionen US-Dollar. Ich habe nun die Monster-Aufgabe angegangen, das mit 139,99 US-Dollar auszurechnen und komme dabei auf 19,5 Millionen US-Dollar und nimmt man den Preis von Amazon Deutschland sind es immerhin 15,7 Millionen Euro oder 5,7 Milliarden (7,7 Milliarden US-Dollar) Euro im Jahr.

Um das Ganz in Relation zu stellen, gibt der Blogger noch einige Jahreszahlen diverser in Deutschland mehr oder weniger bekannten Firmen aus (in US-Dollar):

  • Campbell Soup Company: 7,88 Milliarden
  • Royal Caribbean Cruises: 7,66 Milliarden
  • Mastercard Inc.: 7,39 Milliarden
  • InfoSys: 7,23 Milliarden
  • Barnes & Noble: 7,16 Milliarden
  • OfficeMax Inc.: 7,06 Milliarden

Natürlich darf die Apache Foundation stolz auf diese Zahlen sein und sie zeigen schon, was Open-Source-Software für einen Einfluss hat. Bei den Berechnungen ist Software-Piraterie nicht eingerechnet, sondern es geht um den kommerziellen theoretischen Wert. Und es zeigt sich hier gleich ein weiterere Vorteil freier Software – wem 113 Euro zu teuer sind und ein Normalanwender ist, macht sich mit dem Download freier Office-Produkte auch nicht strafbar.

Und bevor nun wieder das Geschrei losgeht: Aber Microsoft Office kann so viel mehr und ist so viel besser – das kommt darauf an. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass über 90% der Office-Anwender nur ab und zu die Textverarbeitung verwenden, eine Powerpoint-Präsentation mit lustigen Bildern ansehen oder einfache Excel-Tabellen als Pseudo-Datenbank missbrauchen. Das Gros der Anwender reizt weder OpenOffice oder LibreOffice aus und den meisten würde wahrscheinlich der Funktionsumfang von Abiword und Gnumeric reichen.
To put that in perspective, here are annual sales figures for some familiar companies:

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