Ubuntu mit Zimt gewürzt: Ubuntu Cinnamon Remix

5 Dezember 2012 13 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Cinnamon 150x150Es gibt eine neue, inoffizielle Ubuntu-Variante: Ubuntu Cinnamon Remix. Wie der Namen bereits vermuten lässt, handelt es sich hier um Ubuntu, die als Desktop-Umgebung Cinnamon und als Dateimanager Nemo mit sich bringt. Genau genommen ist die Basis Ubuntu 12.04 LTS „Precise Pangolin“ und die beiden anderen Komponenten sind Cinnamon 1.6.7 und Nemo 1.1.2. Das sind auch die derzeit aktuellen Pakete von Linux Mint 14 „Nadia“.

Ubuntu Cinnamon Remix: Einstellungen

Ubuntu Cinnamon Remix: Einstellungen

Distributionen werden ja gerne als Wallbuntu bezeichnet – ist das hier dann ein Wallmint? Im Prinzip funktioniert alles wunderbar, auch wenn das Aussehen nicht ganz so stimmig wie bei Linux Mint ist – aber das ist Geschmackssache. Ich versuche allerdings gerade trotzdem, den Sinn einer solchen Distribution zu verstehen. Es gibt ja schon ein Ubuntu mit Cinnamon und das nennt sich Linux Mint. Also Cinnarch, eine Arch-Variante mit Cinnamon, verstehe ich. Aber wenn etwas so nahe beisammen liegt, dann gehe ich doch direkt zur Quelle und nicht zum Plagiat. Würde ich Unity einsetzen wollen, versuchte ich auch nicht krampfhaft ein Derivat zu finden, sondern nehme halt gleich Ubuntu.

Das Argument, eine LTS-Version mit der neuesten Cinnamon-Ausgabe zu haben, zählt auch nicht. Cinnamon 1.6.x und Nemo gibt es auch für Linux Mint 13 „Maya“. Als einziger Unterschied bleibt im Prinzip das enthaltene Ubuntu Software Center. Wer sich Programme direkt aus dieser Software kaufen möchte, kann das tun. Allerdings liese sich das Ubuntu Software Center auch in Linux Mint installieren.

Aber ich will dem Herausgeber den Spaß nicht verderben und muss auch nicht alles verstehen. Vielleicht steckt ja ein größerer Plan dahinter, für den mein Horizont nicht reicht … 🙂 … Wer es sich mal ansehen möchte, findet DVD-Abbilder bei sourceforge.net.

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13 Kommentare zu “Ubuntu mit Zimt gewürzt: Ubuntu Cinnamon Remix”

  1. Arthur sagt:

    Ich habe Cinnamon manuell per ppa unter Ubuntu 12.04 installiert. Weil Unity nicht vernünftig mit mehreren Bildschirmen funktioniert. Ich möchte aber trotzdem kein Ubuntu Derivat nutzen. So gesehen ist der Remix doch ganz nett.

  2. dd sagt:

    Ich versuche allerdings gerade trotzdem, den Sinn einer solchen Distribution zu verstehen.

    ganz einfach: mint hat keine lts version. jetzt mint cinnamon 13 zu instalieren ist eine katastrophe: über 500 updates und ein chaos zwischen nautilus und nemo. dazu mint blockt viele ubuntu updates die vichtig sind. der softwaremanager ist schlecht und bringt nichts. sind noch mehrere gründe aber die obengenanten sind genug und ich bin froh dass ubuntu cinnamon remix existiert.

    • jdo sagt:

      Mint hat wohl eine LTS-Version - das hängt davon ab, ob die Basis LTS ist oder nicht. Also Linux Mint 13 ist LTS. Welche Ubuntu-Updates werden blockiert, die wichtig sind? Das ist mit Verlaub Quatsch. Dass der Umstieg von Nautilus auf Nemo in der LTS-Version passiert ist etwas unglücklich. Aber Wenn Du das Backport-Repository aktivierst, gibt es kein Chaos zwischen Nautilus und Nemo.

  3. dd sagt:

    kernell updates hat man nicht! clement hat das geschrieben. lts ist auf dem papier nicht in die realität. iso wird nicht aktualisiert. cinnamon 1.8 wird nicht vollständig für mint 13 sein.

    In Maya, yes, although I can’t guarantee “all” features will be backported

    die wollen nur geld machen und darum diese rennen nach new realeses. was dahinten liegt ist nicht mehr wichtig.
    für xfce und kde die machen eigentlich nichts. lmde funktioniert schlecht und kann man vergessen. mate ist auch mit problemen. ich hoffe dass solusos wird etwas. momentan von zig distros nur kubuntu und xubuntu funktionieren gut.

    • jdo sagt:

      Natürlich bekommst Du Kernel-Updates. Ich habe in Synaptic mehr als eine Version zu Auswahl. Du bekommst keine großen Versions-Sprünge - aber bei Ubuntu auch nicht. Eine Ausgabe mit 3.5.x wird auch 3.5.x behalten. Ich kann Dir sogar ne Quelle dafür liefern.

      Macht Ubuntu Backports für ältere Versionen? Hmmmm ... nicht wirklich ... aber Du hast in Ubuntu und Mint die Möglichkeit, PPAs zu verwenden. Wenn Du immer auf dem neuesten Stand sein möchtest, dann musst Du eine Rolling-Distribution verwenden: Arch Linux oder Sabayon wären da Kandidaten - aber dauernd das Neuste zu haben, ist auch nicht immer ohne Probleme.

      • Gunstick sagt:

        Meine mint story: mint 11 installiert. Dann gab's eine kernel Sicherheitslücke (local root exploit).
        Exploit runtergeladen, und funktioniert.
        Nach 6 monaten: Exploit funktioniert noch immer, trotz updates!
        Das ist ungehuerlich! Man kann doch keine distri unter die Leute bringen die keine kritischen kernel updates einspielt! Ich musste dann ein apt-get dist-upgrade starten, das hat dann den neuen kernel installiert. Aber der grafische Updater macht das nicht. Nicht einmal eine Warnung gibt es, dass da updates liegen die nicht installiert werden und man doch mal da nachschauen sollte.

        Ohne diesen manuellen Eingriff wäre mein PC wohl noch heute offen wie ein Scheunentor. Total DAU-ungeeignet.

        • jdo sagt:

          Und die Lücke hat sich wie ausnutzen lassen? Nur als lokaler Anwender mit physikalischen Zugriff auf den Rechner oder wie sonst?

  4. Michael F. sagt:

    Wer Ubuntuquellen benötigt (Einige fertige Pakete gibt es nur in Ubuntu Releases) und diese Quellen einbindet, der bringt sein Mint in unlösbare Abhängigkeiten mit den verschiedensten Paketen. Und das "Chaos" durch Nemo und Nautilus ist nur die Spitze des Eisbergs. Wer Ubuntu Quellen konsequent unter Mint nutzt, der darf Mint ganz schnell ohne Oberfläche bedienen und neu aufsetzen.
    Es macht also *absolut* Sinn, Ubuntu mit Cinnamon auszustatten, da anzunehmen ist, dass es von dieser Seite weniger Probleme gibt.

    • jdo sagt:

      hmm ... also ich habe etliche PPAs bei mir drin und das System läuft immer noch. Die Hauptquellen durch Ubuntu-Quellen ersetzen, wäre auch Unsinn - warum auch? Oder verstehe ich da gerade was falsch?

  5. Marco J. sagt:

    Da war doch auch noch was mit Secure Boot, wenn ich mich richtig erinner.
    Das funktioniert unter Ubuntu aber nicht unter Mint, daher macht ein Ubuntu Cinnamon Remix imho durchaus Sinn...

  6. Ben sagt:

    Hier der Kriegsentscheidende Grund!
    Mint kann keine System-Upgrades!

    Allerdings kann man auch ein Ubuntu schnell umwandeln:
    http://askubuntu.com/questions/292394/how-to-completely-remove-unity-and-replace-it-with-cinnamon

    Beim Systemupgrade würde aber wieder Unity installiert und cinnamon deaktiviert. Es hat also schon i-wo Sinn, wenn man an Systemupgrades denkt.

    • jdo sagt:

      Theoretisch kannst Du auch Linux Mint aktualisieren. Allerdings ist es nicht empfohlen und Du musst manuell werkeln. Aber ich gebe Dir Recht, dass dieser Punkt schon irgendwie irgendwo nervt. Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändert.

      Mithilfe des Backup-Tools von Mint kannst Du aber die Liste der installierten Applikationen exportieren und nach einer Neuinstallation wieder importieren. Sollten aber außerhalb der Repositories installierte Pakete involviert sein, ist das auch suboptimal.

      Natürlich könntest Du auch auch Linux Mint Debian Edition (LMDE) setzen, die als Semi-Rolling gilt. Hier gibt es in gewissen Zeitabständen Update Packs und Software wird aktualisiert. Damit musst Du aber vom Ubuntu- ins Debian-Universum wechseln.

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