Datenretter: SystemRescueCd 2.8.0

11 Juni 2012 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

SystemRescueCd LogoDie Entwickler der kostenlosen Datenrettungs-Distribution SystemRescueCd haben eine Wartungs-Ausgabe zur Verfügung gestellt. Dem Changelog nach gibt es lediglich Aktualisierungen.

Den Standard-Kernels wurde ein Update auf Version 3.2.19 spendiert. Das gilt für die Start-Optionen rescuecd und rescue64 – sprich x86 und x86_64. Wie üblich stehen dem Anwender auch alternative Kernels zur Verfügung. Diese sind mit den Boot-Optionen alterk32 und alterk64 bezeichnet und als Version 3.4.2 vorhanden.

Des Weiteren wurde das USB-Installer-Script repariert. Was daran im Detail faul war, schreiben die Entwickler nicht. Wahrscheinlich hat es nicht gut genug funktioniert :) (ja, das sollte ein ironischer Seitenhieb mit einem Hauch Sarkasmus sein. Sonst kommt wieder jemand darauf zu nörgeln, dass das ja klar ist, sonst hätte man es auch wohl kaum aktualisieren müssen. Aber wie man erklärt, dass etwas klar ist, überlässt man sowieso besser Dr. Edmund Stoiber …)

Das Fdisk Utility für GPT Partitions-Tabellen gptfdisk wurde auf Ausgabe 0.8.5 angehoben. Um die neuesten Funktionen in den Dateisystemen Btrfs und ext4 umgehen zu können, haben die Entwickler fsarchiver auf Version 0.6.15 aktualisiert. Die Firmware-Dateien in initramfs wurden mit linux-firmware-20120502 modernisiert.

Das “Hard Drive Disk Wipe an Data Clearing”-Programm DBAN ist als Version 2.2.6 vorhanden. Oh, da gibt es was zu nörgeln! Davon gibt es derzeit eigentlich nur eine Beta-Version gibt und diese miesen Entwickler, die eine kostenlose Software-Sammlung zur Datenrettung nach dem Crash bereitstellen, verschweigen dies – eine bodenlose Unverschämtheit! DBAN steht für Darik’s Boot and Nuke. Damit kannst Du Daten von einer Festplatte komplett löschen, beziehungsweise für eine Wiederherstellung komplett unbrauchbar machen. Wer einen Computer verkaufen möchte, kann damit Datendieben das Leben schwer machen. Ein normales Formatieren der Festplatte reicht einfach nicht aus. Mit Tools wie PhotoRec oder TestDisk lassen sich viele Daten von normal formatierten Festplatten wieder sichtbar machen.  Durch die komplette Datenzerstörung könnte man DBAN auch für eine Rosskur nehmen, um komplett mit Viren verseuchte Windows-Rechner zu plätten. Aber eigentlich kann sich der Herr DBAN ja das Entwickeln sparen. Wie ich hier immer wieder lerne, fangen sich nur Computer-Vollpfosten Viren und Schadcode ein, die mit Windows nicht umgehen können. Man sollte sowieso nur noch Menschen mit abgeschlossenem Studiengang “Windows virenfrei verwalten” an einen Rechner lassen und die ganzen anderen Betriebssysteme abschaffen. Die könnten dann auch gleich die Welt verbessern.

Der Bootloader GRUB ist als Version 2.00_beta6 vorhanden. GRUB 0.97-r12 ist ebenfalls vorhanden. Die Liste der Kernel-Module hat sich erweitert. Laut Aussage der Entwickler gilt das für die Bereiche Storage und Netzwerk. Ein Fehler wurde behoben. Die Software hatte versucht, sysrcd.dat auf erweiterten Partitionen zu finden.

Das ISO-Abbild findest Du bei sourceforge.net. Hier noch ein absolut unvertrauenswürdiger Link, auf den nur gutgläubige Menschen klicken sollen. Paranoide, die der Meinung sind ich führe nur schlechtes im Schilde, gehen bitte auf die Homepage des Projekts oder bitten am besten um eine handsignierte CD der Entwickler und bestehen auf eine Auslieferung via Postzustellungs-Urkunde!: systemrescuecd-x86-2.8.0.iso (379 MByte, MD5)

  • Thinstation 5.0
SystemRescueCd 2.5.0

Retter in der Not ...



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