Linux-Kernel in weniger als 60 Sekunden auf einem Desktop

12 Dezember 2011 4 Kommentare Autor: Jürgen (jdo)

Intel Logo 150x150Michael Larabel von Phoronix hat auf einen Linux-Kernel in weniger als einer Minute gebaut. Bisher schaffte er das nur auf Server-Systemen mit mehr als einem CPU-Sockel. Nun gelang es ihm aber auf einem Rechner mit nur einem Sockel.

Möglich macht das nach eigener Aussage keine Optimierungen bei GCC oder dem Kernel-Quellcode, sondern Intels Sandy Bridge Extreme Edition – Intel Core i7 3960X. Die CPU ist mit 3.3 GHz getaktet (mit Rubo Boost bis zu 3.9 GHz), 15 MByte L3 Cache, 256 KByte L2 Cache pro Kern und hat einen Quad-Channel DDR§ Speicher-Kontroller. Der Prozessor hat sechs Kerne und mittels Hyperthreading lassen sich zwölf Threads öffnen.

Er hat auf einer Maschine mit einer Entwickler-Version von Ubuntu 12.04 einen Linux-Kernel 3.2 mit GCC 4.6 im Durchschnitt mit 58 Sekunden kompiliert. Der Preis für die CPU liegt bei 1049,- Euro (Amazon).

Wenn ich da zehn Jahre zurückdenke, sind diese Geschwindigkeiten Wahnsinn. man hat fieberhaft gewartet, bis so ein Kernel nach einigen Stunden kompiliert war (zumindest auf meiner Krücke), nur um dann festzustellen, dass man den falschen Netzwerk-Treiber eingebunden hatte. Man wollte ja schließlich Platz sparen. Unter einer Minute ist schon beeindruckend.



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4 Kommentare zu “Linux-Kernel in weniger als 60 Sekunden auf einem Desktop”

  1. bed sagt:

    Das ist ja unglaublich!
    Bei mir sinds immer so um 40 Minuten :-(

    • jdo sagt:

      Wenn das wahr ist, find ich es auch krass ... aber Phoronix ist eigentlich schon eine verlässliche Quelle.

      Darf ich erfahren, was für ein System Du hast? Wäre interessant ...

  2. Daniel sagt:

    Mein persönlicher Rekord sind 1:17, mit einem Phenom II 1100T (6x 3.3 GHz für nur 170€). Den hab ich allerdings nicht mit der Standardkonfiguration übersetzt sondern nur mit den Sachen die ich auch wirklich brauch.

  3. Mathias sagt:

    Wow. Das sieht für mich fast danach aus, dass ich mir mal einen flotteren Kandidaten als Kernel-Maschine besorgen muss.

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