VirtualBox 4.0 Beta 1 mit großen Veränderungen

7 Dezember 2010 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

VirtualBox LogoVor über sechs Monaten wurde Oracle VM VirtualBox 3.2 veröffentlicht, das früher unter dem Namen Sun VirtualBox bekannt war. Oracle scheint sich derzeit auf ein weiteres große Update – Version 4.0 – vorzubereiten. Ab sofort steht die erste Beta-Ausgabe zum Testen bereit. VirtualBox 4.0 bringt nicht nur viele neue Funktionen mit sich, sondern auch Veränderungen, mit der man die Open-Source-Community nur weiter verärgern könnte.

VirtualBox 4.0 Benutzeroberfläche

Die überarbeitete Benutzeroberfläche von VirtualBox 4.0

Oracle machte sich dieses Jahr schon wenig beliebt, als die Firma die OpenSolaris-Community auflaufen ließ und Google wegen Java in Android verklagte. Oracles  Frank Mehnert teilte mit, dass einige der Funktionalitäten in externe Pakete ausgelagert und nicht in den Kern der Software aufgenommen würden. Im Moment gibt es nur ein externes Paket für VirtualBox 4.0. Es handelt sich hierbei um das PUEL-Pack. Dort befindet sich die Unterstützung für USB 2.0, RDP und PXE-Bootloader.

Weiter wurde zum Thema externe Pakete in VirtualBox 4.0 gar nicht eingegangen. Allerdings darf man diesen Schritt aus Open-Source-Sicht mit einer gewissen Skepsis sehen. Oracle könnte diese externen Pakete zu Geld machen wollen. Dabei ist USB-2.0-Unterstützung schon so etwas wie eine Kern-Funktionalität. Warum man das ausgelagert hat, bleibt im Moment Oracles Geheimnis.

Andererseits könnte es ein Weg sein, um VirtualBox mit weitere Closed-Source-Komponenten aufzuwerten. Derzeit kann man lediglich spekulieren und man wird warten müssen, was passiert.

Zu den neuen Funktionen von VirtualBox 4.0 gehören zum Beispiel neue Einstellungen/Datei-Layout für VM-Portabilität, Unterstützung für OVA (Open Virtualization Archive), Java-Language-Bindings, Unterstützung für den ICH9-Chipsatz und Intel HD Audio ist für Gäste verfügbar. Darüber hinaus gibt es eine überarbeitete Benutzeroberfläche inklusive Vorschau-Fenster von Gastsystemen. Anwender können nun die CU-Zeit und I/O-Bandbreite von Gästen einschränken. Unterstützung gibt es auch für asynchrones I/O von Parallels-Abbildern und VDI/VHD-Images lassen sich in der Größe verändern.

Naben den neuen Funktionen haben die Entwickler auch diverse Fehler ausgebessert. Unter anderem gilt dies für die Bereiche 3D-Unterstützung und 2D-Beschleunigung bei mehr als einem Monitor. Weitere Informationen finden Sie in der offiziellen Ankündigung im VirtualBox-Forum. Binärdateien für Windows, Mac OS X und Linux finden Sie hier.



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