Datenrettung mit Linux: Trinity Rescue Kit 3.4

16 August 2010 Ein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Trinity Rescue Kit LogoTom Kerremans hat Trinity Rescue Kit 3.4 veröffentlicht. Die Live-CD basiert auf Mandriva Linux und wird mit dem Ziel Daten- und Systemrettung entwickelt. Nach einem Jahr Stille gibt es einige Neuerungen. Die wichtigste sichtbare Funktion ist das Hinzufügen eines Text-basierten Menüs. Somit sollen auch unerfahrene Linux-Anwender das System auf einfache Weise bedienen können.

TRK 3.4 bringt darüber hinaus die selbst entwickelte Applikation winclean mit sich. Damit können Sie Windows-Partitionen aufräumen. Das Tool gibt die Möglichkeit, temporäre Dateien, Papierkörbe, den Java-Cache, hängende Druckaufträge und anderen Datenmüll zu löschen. Die neue und Fehler-bereinigte Virusscan-Engine stellt fünf Antivirenscanner zur Verfügung: ClamAV, F-Prot, BitDefender, Vexira und Avast. Diese werden bei Verbindung zum Internet auf Anforderung heruntergeladen und sind danach benutzbar. Dazu muss logischerweise die Netzwerk-Karte funktionieren. Das Werkzeug zum Zurücksetzen von Windows-Passwörtern wurde ebenfalls überarbeitet.

Mit wenigen Schritten können Sie einen SSH– und Samba-Server laufen lassen. Ebenso an Bord befinden sich der Midnight Commander, ein Klon des bekannten Norton Commander. Mit Mclone (Mass Clone) haben Sie Zugriff auf ein Multicast-fähiges Klon-Werkzeug. Mit PI und Mondoarchive stehen Anwendern interaktive Backup-Tools für Datensicherung zur Verfügung. Ein Netzwerksniffer ist ebenfalls mit von der Partie. Trinity Rescue Kit lässt sich auch als Bootserver starten. Dann können Sie TRK-Clients über das Netzwerk booten.

Sollten Sie das Menü verlassen und auf eine Shell zugreifen, können Sie das Menü mittels trkmenu wieder zum Leben erwecken. Ein Blick unter die Haube lohnt sich aber, da sich hier noch weitere nützliche Werkzeuge befinden, die nicht im Menü auftauchen. Zum Wiederherstellen von gelöschten Daten sind zum Beispiel PhotoRec und TestDisk an Bord. Sie finden eine Liste mit allen möglichen Shell-Befehlen in der TRK-Dokumentation.

Trinity Rescue Kit ist wirklich einfach zu benutzen. Ein wenig Computer-Kenntnisse können allerdings nicht schaden. Sie müssen aber kein Linux-Meister sein, um mit TRK umgehen zu können. besonders Schmuck schaut das Betriebssystem nicht aus. Aber unter der Haube befinden sich mächtige Datenrettungs-Werkzeuge. Für Administratoren und Systembetreuer ist diese kostenlose Rettungs-Distribution eine echte Bereicherung. Sie sollte in keiner CD-Sammlung fehlen. Ein ISO-Abbild (146 MByte) können Sie im Download-Bereich der Projektseite herunterladen.



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Ein Kommentar zu “Datenrettung mit Linux: Trinity Rescue Kit 3.4”

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