Raspberry Pi Pico vorgestellt – der Microcontroller wird für 4 $ verkauft

Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Die Raspberry Pi Foundation hat einen eigenen Microcontroller vorgestellt. Das Gerät nennt sich Raspberry Pi Pico und der empfohlene Verkaufspreis liegt bei 4 $. Das Microcontroller basiert auf RP2040. Bevor wir das hier lange spannend machen …

Ab sofort kannst Du den Raspberry Pi Pico von einem der Partner kaufen.

Beim aktuellen HackSpace-Magazin ist ein Raspberry Pi Pico enthalten (Quelle: raspberrypi.org)

Beim aktuellen HackSpace-Magazin ist ein Raspberry Pi Pico enthalten (Quelle: raspberrypi.org)

In der physischen Ausgabe des HackSpace- Magazins wäre auch ein Pico enthalten, wenn Du an so ein Heft kommst.

Raspberry Pi Pico

Bereits mehr als 37 Millionen Raspberry Pis hat die Foundation bereits verkauft. Bastler rund um den Erdball benutzen die Winzlinge für verschiedenste Projekte. Allerdings gibt es Limit, vor allen Dingen beim Stromverbrauch.

Die Entwicklerinnen und Entwickler der Raspberry Pi Foundation schreiben in der Ankündigung, dass selbst der Pi Zero im absoluten Stromsparmodus 100 Milliwatt braucht.

Viele Bastler paaren deswegen einen Raspberry Pi mit einem Microcontroller. Dabei erledigt der Pi die Rechenarbeit, sorgt für den Netzwerkzugriff und den Dateispeicher. Der Microcontroller sorgt für die I/O und braucht im Stand-by-Modus nur sehr wenig Strom.

Raspberry Pi Pico (Quelle: raspberrypi.org)

Raspberry Pi Pico (Quelle: raspberrypi.org)

Der Raspberry Pi Pico ist ein günstiges Breakout-Board für den RP2040. Es stattet den RP2040 mit 2 MByte Flash-Speicher aus. Als Eingangsspannung sind 1,8 – 5,5 V möglich. Damit kannst Du den Pico mit diverse Stromquellen betreiben. Auch AA-Batterien oder Akkus sind möglich.

Eigener Chip entwickelt – RP2040

Damit die Foundation einen eigenen Microcontroller entwickeln konnten, mussten Sie einen eigenen Chip entwickeln. Beim RP2040 sind die Erfahrungen eingeflossen, die man unter anderem beim Sense HAT und beim Raspberry Pi 400 (läuft auch Android 11 drauf) gesammelt hat.

Das Team schreibt, dass es für den RP2040 drei Ziele gegeben hat:

  • hohe Leistung, vor allen Dingen für Ganzzahl-Operationen
  • flexibles I/O, damit sich das Gerät zu fast allen externen Geräten verbinden lässt
  • niedrige Kosten

Es ist ein ziemlich beeindruckender Chip dabei herausgekommen und man hätte von der Raspberry Pi Foundation auch nicht weniger erwartet, oder? Es wurde alles auf 7 × 7 mm QFN-56 gepackt (40 nm). Der RP2040 bietet unter anderem:

  • Dual-core Arm Cortex-M0+ @ 133MHz
  • 264 KByte RAM auf dem Chip (niemand braucht mehr als 640 KByte … 🙂 )
  • Unterstützung für 16 MByte Off-Chip Flash-Speicher via QSPI-Bus
  • DMA-Controller
  • 30 GPIO Pins, 4 davon lassen sich als analoge Inputs benutzen
  • 2 × UARTs, 2 × SPI-Controller und 2 × I2C-Controller
  • 16 × PWM-Kanäle
  • 1 × USB 1.1 Controller und PHY
  • 8 × Raspberry Pi Programmable I/O (PIO)
  • Start von USB-Massenspeicher ist möglich, mit UF2-Unterstützung

Dokumentation für den Raspberry Pi Pico

Wie man das von der Raspberry Pi Foundation gewohnt ist, liefert sie auch gleich die passende Dokumentation mit. Sie nennt sich Get Started with MicroPython on Raspberry Pi Pico. Darin findest Du verständliche Beispiele und so weiter. Die Raspberry Pi Foundation stellt ebenfalls eine Einführung zur Verfügung. Du findest sie hier.

Weitere Details und Informationen findest Du in der offiziellen Ankündigung. Dort stellt das Team auch diverse Boards von Partnern vor, die den RP2040 einsetzen.

Beim MagPi findest Du übrigens auch einen Beitrag, wie man die GPIO Pins beim Raspberry Pi Pico am besten lötet. Der Artikel ist zwar auf Englisch, aber so gut bebildert, dass man den Text fast gar nicht braucht. Hast Du vor, Dir so einen Microcontroller zu kaufen und willst ihn auf ein Breadboard stecken, dann hilft der Beitrag beim MagPi auf jeden Fall weiter.

Pimoroni hat übrigens schon eine tragbare Spielekonsole angekündigt, die auf dem RP2040 basiert. Sie nennt sich PicoSystem und ist wirklich schnuckelig.

Nette Pi-Konstellation

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