Nextcloud Client unter Linux Mint 18.2 – ein paar Tipps

16 August 2017 Kein Kommentar Autor: Jürgen (jdo)

Wie ich vor kurzer Zeit erfahren habe, funktioniert eine Integration des Nextcloud Client mit dem Dateimanager Nemo unter Linux Mint 18.2 Cinnamon. Bisher ist mir das entgangen und der Grund war der installierte ownCloud Client. Der hat offensichtlich dazwischengefunkt.

Nextcloud Client installieren

Bevor Du nun den Nextcloud Client aus dem PPA installierst, ist eine Deinstallation des ownCloud Clients notwendig. Mein Fehler bisher war, den Nextcloud Client einfach parallel zu installieren und mich dann zu ärgern, dass die Integration mit dem Dateimanager nicht klappt. Die korrekte Prozedur für die Installation ist:

sudo apt remove owncloud-client owncloud-client-nemo owncloud-client-l10n --purge
sudo add-apt-repository ppa:nextcloud-devs/client
sudo apt-get update
sudo apt-get install nextcloud-client nextcloud-client-l10n nextcloud-client-nemo

Das sollte natürlich auch bei Ubuntu 16.04 und anderen xBuntu-Derivaten funktionieren.

Möglicherweise ist noch ein Neustart notwendig oder Du musst vom System abmelden und wieder anmelden. Der Client läuft sofort, aber bei mir wurden die schicken Symbole in Nemo nicht direkt angezeigt. Hängt vielleicht auch mit der oben genannten Altlast zusammen. Ich habe es nicht weiter verfolgt.

Das Problem hatte ich früher auch schon beim ownCloud-Client.

Nextcloud Client fehlt in der Taskleiste

Du kannst den Client so konfigurieren, dass er bei Systemstart mit ausgeführt wird. Dazu öffnest Du einfach das Programm und klickst auf Allgemein. Im Anschluss setzt Du den Haken bei Starten beim Systemstart.

Der Nextcloud Client startet mit Systemstart

Der Nextcloud Client startet mit Systemstart

Das Programm wird sich auch immer starten, es taucht aber nicht zwingend in der Taskleiste auf. Das Problem an dieser Stelle scheint mir, dass der Nextcloud Client schneller als die Taskleiste ist und schuld sind wahrscheinlich die schnellen SSDs. Bei einem anderen Rechner mit einer herkömmlichen Festplatte taucht das Problem nicht auf.

Du kannst das Problem umgehen, wenn Du das Programm verzögert starten lässt. Das ist allerdings in der Software selbst nicht möglich, was eigentlich schade ist. Somit ist es wohl von Distribution zu Distribution unterschiedlich, wie Du die Verzögerung implementierst.

Startprogramme finden

Eine Option ist via Kommandozeile und Du rufst das Programm /usr/bin/nextcloud auf. Bei Linux Mint 18.2 und auch früheren Versionen ist es wesentlich einfacher, den Weg über die Startprogramme zu gehen. Du findest die Option über das Menü -> Einstellungen -> Startprogramme.

Nun siehst Du jede Menge Programme, die entweder auf an oder aus stehen und auch einen Punkt, der sich Verzögerung nennt. Damit gibst Du in Sekunden an, wie verzögert sich ein Programm starten soll. Stellst Du das zum Beispiel auf 15 oder 20, dann startet sich der Nextcloud Client und Du siehst das Symbol auch in der Taskleiste. Die Integration mit dem Dateimanager klappt dann ebenfalls. Das ist nicht der Fall, wenn der Synchronisations-Client zu schnell ist.

Den Nextcloud Client mit Verzögerung starten

Den Nextcloud Client mit Verzögerung starten

Du kannst das Problem natürlich auch umgehen, wenn Du das Programm prinzipiell manuell startest. Habe ich früher aus Stromspargründen gemacht. In der Zwischenzeit ist die Nextcloud in meiner Umgebung aber so wichtig, dass ich das Programm lieber deaktiviere, wenn ich es nicht brauche und mein Notebook mit Akku läuft.

Schneller als der ownCloud Client

Erfreulich ist, dass der Nextcloud Client (bei mir 2.3.2) die Daten mit dem Nextcloud Server 12 sehr viel schneller als der ownCloud Client abzugleichen scheint. Das dauert nur wenige Sekunden und der Haken ist wieder grün. Das ist sehr erfreulich und somit hat sich ein Umstieg auf jeden Fall gelohnt. Nun ist die ownCloud bei mir komplett draußen und ich verwende nur noch die Nextcloud und dazugehörige Komponenten.

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