Kostenloses WLAN und Internet auf Reisen im Flixbus? Ja! Aber nur mit VPN!
Ja, das WLAN im Flixbus ist auch 2026 kostenlos. Du wählst das Netzwerk „FlixBus Wi-Fi“, bestätigst im Anmeldefenster die Nutzungsbedingungen und bist ohne Passwort online. Auf der hier beschriebenen Fahrt zeigte das Portal rund 150 MByte Datenvolumen pro Gerät und Tag an. Flixbus nennt in den aktuellen WLAN-Bedingungen aber keine feste allgemeine Grenze; das Kontingent kann je nach Bus und Betreiber abweichen. Weil das Netz unverschlüsselt funkt, gehört ein VPN auf jede Fahrt.
Reisen im Flixbus ist gar nicht so schlecht. Du hast relativ viel Beinfreiheit, die Busse sind bequem genug und die Preise sind natürlich toll. Dass da die Bahn zu knabbern hat, ist verständlich. Hinzu kommt noch, dass der Flixbus viele Ziele direkt anfährt und Du nicht 13 Mal umsteigen musst. WLAN im Flixbus ist kostenlos und darum geht es in diesem Beitrag.
Reise-Tipp: Egal ob Bahn, Flugzeug oder Bus – vergiss die Kopfhörer nicht! Es zwitschern grundsätzlich zwei geschwätzige Schwalben und willst Du einigermaßen Deine Ruhe haben, häng Dir ein Hörbuch oder Musik auf die Ohren. Damit reist es sich so viel angenehmer, außer Du gehörst der Gattung der Schwalben an. 😉
So meldest Du Dich im Flixbus-WLAN an
Die Anmeldung dauert keine Minute und läuft bei jeder Fahrt gleich ab:
- Aktiviere WLAN auf Deinem Smartphone, Tablet oder Notebook und wähle das Netzwerk „FlixBus Wi-Fi“ aus (der Name kann je nach Bus leicht abweichen).
- In der Regel öffnet sich automatisch ein Anmeldefenster im Browser – das sogenannte Captive Portal.
- Akzeptiere die Nutzungsbedingungen und tippe auf „Verbinden“ beziehungsweise „Online gehen“. Fertig, Du bist im Netz.
Ein Passwort brauchst Du nicht, und kosten tut es wie gesagt nichts. Bei der hier beschriebenen Fahrt zeigte das Anmeldeportal ein Kontingent von rund 150 MByte pro Gerät und Tag an. Flixbus nennt in den aktuellen WLAN-Bedingungen jedoch keine feste allgemeine Zahl. Das verfügbare Kontingent und das Verhalten nach dessen Verbrauch können deshalb je nach Bus und Betreiber abweichen.
Öffnet sich das Anmeldefenster nicht? Das passiert öfter, als man denkt. Rufe dann einfach manuell eine unverschlüsselte Seite über http:// (also bewusst ohne „s“) auf – zum Beispiel http://flixbus.de –, dann wird das Captive Portal in den meisten Fällen erzwungen. Hilft das nicht, trenne die WLAN-Verbindung und verbinde Dich neu oder schalte den Flugmodus kurz an und wieder aus.
Internet-Geschwindigkeit im Flixbus
Zunächst einmal solltest Du Dir keine Illusionen machen, dass Du im Flixbus das schnellste WLAN auf Erden bekommst. Es funktioniert bis auf die paar Funklöcher sehr anständig und für die Lücken im Netz kann der Flixbus nichts. Da sich aber viele Leute das WLAN im Bus teilen und die Internet-Geschwindigkeit stark vom mobilen Telefonnetz abhängt, kann sie schon mal etwas zäh sein. Flixbus wirbt offiziell mit „LTE-Geschwindigkeit“ – die verfügbare Bandbreite teilen sich aber alle Mitreisenden, und je voller der Bus, desto langsamer wird es. Streaming, Downloads und Ähnliches waren auf meiner Fahrt nicht drin; Netflix und YouTube waren im Bord-WLAN gesperrt. Solche Filter müssen aber nicht für jeden Bus und Betreiber identisch sein. Speedtests in der Stadt mit guter Abdeckung haben gerade mal 1 MBit/s abgeworfen. Der Test wurde ein bisschen später gemacht, nachdem sich wirklich die meisten am Flixbus-WLAN angemeldet hatten. Schnell ist anders, aber es reicht für E-Mails, ein bisschen Nachrichten lesen, Instant Messages wie Threema, Facebook Messenger und WhatsApp und so weiter.
Aktuelle Sport-Übertragungen kannst Du über das WLAN im Flixbus natürlich nicht streamen, aber es ist Internet vorhanden und Du musst Dein eigenes mobiles Paket nicht strapazieren, beziehungsweise kannst Du auch mit dem Tablet oder Notebook im Internet surfen. Es ist ein feines Extra. Nachdem Du im WLAN angemeldet bist, gibt es eine Begrüßung und in meinem Fall sogar einen Hörbuch-Gutschein. Der Verantwortliche kennt wohl auch ein paar Schwalben.
Gut zu wissen: Das kostenlose WLAN ist nur in den regulären grünen Flixbussen an Bord. Wird einmal ein Ersatzbus eingesetzt, kann es sein, dass Du die Fahrt ohne Netz verbringst.
Sicherheit des WLANs im Flixbus
Als Datenschutz-bewusste Anwender sind uns offene WLANs oder ungeschütztes Wi-Fi grundsätzlich ein Dorn im Auge. Natürlich ist das für die Benutzer angenehmer und es ist auch im Flixbus in der Regel das sogenannte Client Isolation aktiviert. Damit sehen sich die Geräte im Netzwerk nicht untereinander und sollte jemand versehentlich persönliche Ordner freigegeben haben, kann nicht gleich der ganze Bus die Fotos von Deinem letzten Urlaub sehen.
Nicht geschützt ist allerdings die Kommunikation zwischen dem Access Point und dem Gerät selbst. Anders gesagt kann Dich keiner über das Wi-Fi selbst angreifen, weil die Kommunikation mit anderen Geräten am Access Point verworfen wird. Die Geräte sind voneinander isoliert. Sniffst Du aber den Traffic, der ungeschützt in der Luft kreucht und fleucht, solltest Du schon eher Ergebnisse bekommen!
Das ist übrigens kein Schwarzmalen von mir: Flixbus schreibt in den eigenen WLAN-Bedingungen ganz transparent, dass der Verschlüsselungs-Schlüssel des Netzwerks öffentlich bekannt ist und übertragene Daten – ausdrücklich inklusive Passwörter – mitgelesen werden können, solange Du oder Deine Programme sie nicht selbst verschlüsseln. Einen Viren- oder Firewall-Schutz gibt es seitens des Busses ebenfalls nicht. Der WLAN-Betreiber Icomera speichert zudem die MAC-Adresse Deines Geräts rund zwei Wochen lang, bevor sie anonymisiert wird. Mit anderen Worten: Auf Verschlüsselung musst Du selbst achten.
Zudem weißt Du nie, ob ein Cyberkrimineller im Bus sitzt, der das WLAN des Flixbusses mimt und Du Dich aus Versehen damit anmeldest. Das ist möglich. Die böswillige Hackerin braucht nur den legitimen Access Point so zu fluten, dass der überlastet ist. Dann werden sich die Mitreisenden wahrscheinlich den nächstbesten, funktionierenden Hotspot suchen und sind in die Falle getappt.
Ein VPN schützt Dich in diesem Fall
Du kannst den Schnüfflern ein Schnippchen schlagen, indem Du ein VPN (Virtual Private Network) benutzt. Du wählst Dich damit bei einem Server Deines VPN-Anbieters ein und die Kommunikation Deines kompletten Netzwerk-Traffics ist verschlüsselt. Selbst wenn jemand den Air Traffic snifft, lassen sich zwar Daten von Deinem Gerät abgreifen, aber lesbar sind sie nicht. Dein Internet-Traffic wird vom Flixbus-WLAN über einen sicheren Tunnel zum Server des VPN-Providers gesendet, der schickt die Anfragen weiter und eine Antwort bekommst Du ebenfalls wieder über den sicheren Tunnel.
Wichtiger Hinweis! Auf meiner Flixbus-Fahrt funktionierte das VPN nur mit TCP und nicht mit UDP! Falls Dein VPN also zickt, stell in den Einstellungen testweise von UDP auf TCP (am besten Port 443) um – dann läuft es in solchen restriktiven Netzen meist sofort.
Beim Flixbus geht es uns also nicht darum, eine andere IP-Adresse zu bekommen, womit sich das nervige Geoblocking entsperren lässt. Sondern wir wollen verhindern, dass jemand anderes unsere Daten bespitzeln kann.
Ein VPN schützt Dich natürlich nicht nur im Flixbus. Gehst Du auf Reisen, gehört ein VPN in die Werkzeugkiste! Egal ob im Airbnb, im Hotel, im ICE oder Zug oder in welchem anderen Netzwerk auch immer Du Dich befindest, Du weißt nie, wer das Netzwerk betreibt und wer sich darin befindet. Wird das Protokoll OpenVPN aus welchen Gründen auch immer gesperrt (ist das der Fall, solltest Du sowieso schon skeptisch werden), dann versuche einen Anbieter wie NordVPN*, der mit Stealth-Technologie beziehungsweise sogenannten Obfuscated Servers arbeitet und Deinen VPN-Traffic als ganz normalen HTTPS-Verkehr tarnt. Eine weitere Möglichkeit, gesperrte Verbindungen wieder ans Laufen zu bekommen, ist das Protokoll SSTP.
VPN klingt toll, ist das teuer? Nö, gibt es sogar kostenlos!
Das ist toll, oder? Leuchtet auch jedem ein. Nun fragst Du Dich vielleicht, ob so ein VPN teuer ist. War es mal, ist es nicht mehr. Es gibt sehr günstige, kommerzielle Angebote. Zum Beispiel bietet AirVPN ein Paket für 3 Tage an, das nur 2 Euro kostet. Für eine Reise reicht das sogar. Eine Konfiguration von AirVPN ist aber auf Mobilgeräten nicht ganz einfach.
Für so ein langsames WLAN wie beim Flixbus reicht außerdem ein kostenloses VPN. Allerdings solltest Du nicht irgendeines nehmen, weil Deine Daten darüber im schlimmsten Fall verkauft werden. Es gibt aber tatsächlich gute, kostenlose VPNs und meine Favoriten findest Du in einem separaten Beitrag. Die dort vorgestellten VPN-Services lassen sich sehr einfach auf Smartphones und Tablets installieren. Sowohl Geschwindigkeit als auch Datenvolumen sind für eine Flixbus-Reise mehr als ausreichend.
Häufige Fragen zum WLAN im Flixbus
Ist das WLAN im Flixbus kostenlos?
Ja. Das Bord-WLAN ist in den regulären grünen Flixbussen kostenlos und ohne Passwort nutzbar – Du musst lediglich einmal die Nutzungsbedingungen im Anmeldefenster bestätigen. Ein mögliches Datenkontingent zeigt das Portal an; Flixbus nennt in den aktuellen WLAN-Bedingungen keine allgemeingültige Zahl.
Wie schnell ist das Flixbus-WLAN?
Flixbus verspricht „LTE-Geschwindigkeit“, in der Praxis liegt die Geschwindigkeit aber meist deutlich darunter – Messungen ergeben oft nur rund 1 Mbit/s. Die Bandbreite teilen sich alle Mitreisenden, und sie hängt vom Mobilfunknetz entlang der Strecke ab. Für E-Mails, Messenger und etwas Surfen reicht es, für Streaming oder große Downloads nicht.
Kann ich im Flixbus Netflix oder andere Streaming-Dienste nutzen?
Auf der hier beschriebenen Fahrt waren Netflix und YouTube im Flixbus-WLAN gesperrt. Solche Filter und ein mögliches Datenkontingent können je nach Bus, Betreiber und Verbindung abweichen. Wenn Du unterwegs etwas schauen möchtest, lädst Du Filme und Serien besser schon vor der Fahrt über Dein Heim-WLAN herunter und genießt sie dann offline.
Aktualisiert am 12.07.2026 von Patrick. Fakten geprüft.



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